ZDF-Fernsehrat
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[bearbeiten] Wesen
Der ZDF-Fernsehrat stellt Richtlinien für die Sendungen des ZDF auf, wählt den Intendanten, berät ihn in Programmfragen, überwacht die Einhaltung der Programmrichtlinien sowie der im Rundfunkstaatsvertrag aufgestellten Grundsätze und soll Ansprechpartner für die Zuschauer sein.
[bearbeiten] Wahlperioden
Der ZDF-Fernsehrat wird für 4 Jahre gewählt. Die aktuelle Wahlperiode ist von 2004 bis 2008.
[bearbeiten] Arbeitsweise
Der Fernsehrat tritt in der Regel vier mal pro Jahr zusammen. Die Vorlagen an den Fernsehrat werden in den ständigen Ausschüssen des Gremiums vorberaten.
[bearbeiten] Ausschüsse
Aus den Mitgliedern des Fernsehrats werden die folgenden dauerhaften Ausschüsse gebildet:
- Richtlinien- und Koordinierungsausschuss
- Ausschuss für Finanzen, Investitionen und Technik
- Programmausschuss Chefredaktion
- Programmausschuss Programmdirektion
- Programmausschuss Partnerprogramme
Neben diesen festen Ausschüssen können weitere nicht dauerhafte Ausschüsse gebildet werden, deren Aufgaben Programmberatungen, Sachberatungen oder sowie Prüfung von Beschwerden sein können.
[bearbeiten] Zusammensetzung
Der ZDF-Fernsehrat setzt sich aus 77 Mitgliedern zusammen.[1] Das sind je ein Vertreter der 16 Bundesländer, drei Vertreter des Bundes, zwölf Vertreter der Parteien, zwei Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland, zwei Vertreter der Katholischen Kirche in Deutschland und ein Vertreter des Zentralrats der Juden in Deutschland. Auf Vorschlag der jeweiligen Verbände und Organisationen werden von den Ministerpräsidenten berufen:
- je ein Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes und der vereinten Dienstleistungsgewerkschaft verdi,
- ein Vertreter des Deutschen Beamtenbundes,
- zwei Vertreter der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände,
- ein Vertreter des Deutschen Industrie- und Handelskammertages,
- ein Vertreter des Zentralausschusses der Deutschen Landwirtschaft,
- ein Vertreter des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks,
- zwei Vertreter des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger,
- ein Vertreter des Deutschen Journalisten-Verbandes e.V.,
- ein Vertreter der vereinten Dienstleistungsgewerkschaft verdi aus dem Fachbereich für Medien,
- vier Vertreter der Freien Wohlfahrtsverbände,
- je ein Vertreter des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und des Deutschen Landkreistages,
- ein Vertreter des Deutschen Sportbundes,
ein Vertreter der Europa-Union Deutschland,
- je ein Vertreter des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland und des Naturschutzbundes Deutschland,
- ein Vertreter des Bundes der Vertriebenen und ein Vertreter der Vereinigung der Opfer des Stalinismus.
Weitere 16 Mitglieder werden von den Ministerpräsidenten der Länder benannt. Sie vertreten die Bereiche: Erziehungs- und Bildungswesen,Wissenschaft, Kunst, Kultur, Filmwirtschaft, Freie Berufe,Familienarbeit, Kinderschutz, Jugendarbeit, Verbraucherschutz und Tierschutz.
Die Mitglieder können von den Entsendern auch während der Wahlperiode ausgetauscht werden. Aufgrund der vierjährigen Wahlperiode darf die Partei Die Linke trotz ihres Wahlerfolges bei der Bundestagswahl 2005 erst 2009 einen Vertreter in den ZDF-Fernsehrat entsenden. Medienberichten zufolge soll das Dietmar Bartsch werden[2].
[bearbeiten] Präsidium
Ruprecht Polenz, seit dem 28. Juni 2002 Vorsitzender des ZDF-Fernsehrates, wurde zuletzt am 30. Juni 2006 in seinem Amt bestätigt. Seine Stellvertreter sind Maria Böhmer, Angelika Zahrnt und Michael Schmid-Ospach. Schriftführerin des ZDF-Fernsehrates ist Angelika Niebler. Die Amtszeit des Fernsehrats-Präsidiums beträgt zwei Jahre.
[bearbeiten] Mitglieder des Fernsehrates
In der gegenwärtigen XII. Amtsperiode 2004 bis 2008 besteht der ZDF-Fernsehrat aus folgenden Mitgliedern[3].
Vertreter der Länder
- Baden-Württemberg: Hans Georg Koch, Ministerialdirigent
- Bayern: Emilia Müller, Staatssekretärin
- Berlin: Michael Donnermeyer, bis September 2007 Sprecher des Berliner Senats und Chef des Presse- und Informationsamtes
- Brandenburg: Erhard Thomas, Staatssekretär a. D.
- Bremen: Hubert Schulte, Staatsrat und Chef der Senatskanzlei der Freien Hansestadt Bremen
- Hamburg: Volkmar Schön, Staatsrat
- Hessen: Franz Josef Jung, MdB, Bundesminister der Verteidigung
- Mecklenburg-Vorpommern: Reinhard Meyer, Staatssekretär
- Niedersachsen: Lothar Hagebölling, Staatssekretär
- Nordrhein-Westfalen: Michael Breuer, Minister
- Rheinland-Pfalz: Rainer Brüderle, MdB, Staatsminister a. D.
- Saarland: Jürgen Schreier, Minister
- Sachsen: Stanislaw Tillich, MdL, Staatsminister
- Sachsen-Anhalt: Rainer Robra, Staatsminister
- Schleswig-Holstein: Klaus Schüler, Staatssekretär
- Thüringen: Gerold Wucherpfennig, MdL, Minister
Vertreter des Bundes
- Heidemarie Wieczorek-Zeul, MdB Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
- Ulrich Wilhelm, Staatssekretär
- Brigitte Zypries, MdB, Bundesjustizministerin
Vertreter der Parteien
- CDU: Maria Böhmer, Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration
- CDU: Willi Hausmann, Staatssekretär a. D.
- CDU: Laurenz Meyer, MdB
- CDU: Ruprecht Polenz, MdB
- SPD: Hubertus Heil, MdB, Generalsekretär
- SPD: Christine Bergmann, Bundesministerin a. D.
- SPD: Sabine Bätzing, MdB, Drogenbeauftragte der Bundesregierung
- SPD: Olaf Scholz, MdB, Bundesminister für Arbeit und Soziales
- SPD: Martin Stadelmaier, Staatssekretär
- CSU: Markus Söder, ehemaliger CSU-Generalsekretär
- Bündnis 90/Die Grünen: Reinhard Bütikofer, Bundesvorsitzender
- FDP: Dirk Niebel, MdB, Generalsekretär
Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland
- Hermann Barth, Präsident des Kirchenamts
- Marlehn Thieme, Mitglied des Rates der EKD
Vertreter der Katholischen Kirche
- Anneliese Mayer, Leiterin des Seelsorgereferates II im Erzbischöflichen Ordinariat München und Freising.
- Hans Langendörfer, SJ, Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz
Vertreter des Zentralrats der Juden in Deutschland
- Salomon Korn, Vizepräsident
Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes
- Michael Sommer, Bundesvorsitzender
Vertreter der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di)
- Frank Werneke, Stellvertretender Bundesvorsitzender ver.di
- Roland Issen
Vertreter des Deutschen Beamtenbundes
- Peter Heesen, Bundesvorsitzender
Vertreter der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände
- Reinhard Göhner, MdB, Hauptgeschäftsführer
- Uwe Mazura, Leiter der Abt. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Vertreter des Deutschen Industrie- und Handelskammertags
- Achim Dercks, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer
Vertreter des Zentralausschusses der Deutschen Landwirtschaft
Vertreter des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks
- Hanns-Eberhard Schleyer, Generalsekretär
Vertreter des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger
- Clemens Bauer, Vorsitzender des Zeitungsverlegerverbandes Nordrhein-Westfalen
- Hermann Balle, 1. Vorsitzender des Verbandes Bayerischer Zeitungsverleger e.V.
Vertreter des Deutschen Journalisten-Verbandes e. V.
- Hubert Engeroff, Hauptgeschäftsführer
Vertreter der Freien Wohlfahrtsverbände
- Jürgen Gohde, Pfarrer
- Monsignore Dr. Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes e. V
- Rudolf Seiters, Deutsches Rotes Kreuz, Präsident, Bundesminister a.D:
- Manfred Ragati, Deutsche Arbeiterwohlfahrt e. V., Ehrenvorsitzender
Vertreter des Deutschen Städtetages
- Petra Roth, Präsidentin
Vertreter des Deutschen Städte- und Gemeindebundes
- Christian Schramm, Präsident
Vertreter des Deutschen Landkreistages
- Hans-Günter Henneke, Geschäftsführendes Präsidialmitglied
Vertreter des Deutschen Olympischen Sportbundes
- Manfred Freiherr von Richthofen, Ehrenpräsident
Vertreter der Europa-Union Deutschland e. V.
- Rainer Wieland, MdEP, Vorsitzender der Europa-Union Baden-Württemberg
Vertreter des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V.
- Angelika Zahrnt, ehem. Vorsitzende
Vertreter des Naturschutzbundes Deutschland e. V.
- Olaf Tschimpke, Präsident
Vertreter des Bundes der Vertriebenen
- Erika Steinbach, MdB, Präsidentin
Vertreter der Vereinigung der Opfer des Stalinismus e. V. (VOS)
- Hugo Diederich, Stellvertretender Bundesvorsitzender
Vertreter aus den Bereichen des Erziehungs- und Bildungswesens, der Wissenschaft, der Kunst, der Kultur, der Filmwirtschaft, der Freien Berufe, der Familienarbeit, des Kinderschutzes, der Jugendarbeit, des Verbraucherschutzes und des Tierschutzes
- Jo Krummacher, Pfarrer, Direktor der Evangelischen Akademie Bad Boll, MdB
- Angelika Niebler MdEP, Rechtsanwältin
- Petra Maria Müller, Geschäftsführerin der Medienboard GmbH, Leitung des Generalsekretariats des Deutschen Fernsehpreises
- Saskia Funck, MdL, Finanzpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg
- Michael Teiser, Bürgermeister
- Eckbrecht von Grone, Geschäftsführer Hamburg Media School
- Karin Petra Jung, Veterinärdirektorin
- Ulf Skodda, Rechtsanwalt
- Beate Schneider, Professorin für Medienwissenschaft am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung, Hannover
- Michael Schmid-Ospach, Geschäftsführer der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen
- Karin Stock, Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e. V.
- Doris Pack MdEP, Rektorin a. D.
- Friedbert Groß, Staatsminister a. D.
- Rainhard Lukowitz
- Karin Johannsen-Bojsen, Autorin
- Reinhard Müller, Studiendirektor
[bearbeiten] Frühere Amsperioden
Die Mitglieder der Amtsperiode 2000 bis 2004 finden sich online beim ZDF[4].
[bearbeiten] Quellen
- ↑ ZDF: Fernsehrat
- ↑ Mario Müller am 02.03.2008 bei wunschliste.de: Die Linke ab 2009 erstmals im ZDF-Fernsehrat
- ↑ ZDF am 18.01.2007: Mitglieder des ZDF-Fernsehrates: XII. Amtsperiode
- ↑ ZDF: Zusammensetzung des Rates XI. Amtsperiode (2000–2004)
Artikelbasis Wikipedia ZDF-Fernsehrat unter GNU-FDL
[bearbeiten] Weblinks
Daniel Neun am 11.07.2007 bei Radio Utopie: Das ZDF: sieht man mit einem besser?
Parteibuch Ticker: Suche nach ZDF-Fersehrat