ZDF
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[bearbeiten] Medium
Das Anfang der 60er Jahre gegründete ZDF (Zweites Deutsches Fernsehen) ist der teuerste Fernsehsender Europas. Der Sender ist als "gemeinnützige Anstalt des öffentlichen Rechts" eine Behörde mit Sitz in Mainz. Das ZDF beschäftigt ca. 3.000 Mitarbeiter und verfügt über ein jährliches Budget von ca. 1,6 Mrd Euro.
[bearbeiten] Rechtsgrundlagen
Rechtliche Grundlage für die Arbeit des ZDF ist ein am 6. Juni 1961 geschlossener Staatsvertrag zwischen den Bundesländern. Einschlägig ist außerdem der Rundfunkstaatsvertrag.
[bearbeiten] Programm
Den Zuschauern bietet das ZDF mit seinem milliardenschweren zwangsweise eingetriebenen Budget seichte Unterhaltung aller Art gepaart mit überflüssigen und teuren Sportübertragungen, streut aber ab und zu auch einige Informationshäppchen ein.
Kritische Berichterstattung bleibt gänzlich aus, da der ZDF-Fernsehrat sich zu mehr als der Hälfte seiner 77 Mitglieder aus Vertretern der neoliberalen Parteien CDU, CSU, SPD, FDP und Bündnis90/Die Grünen, Vertretern der von diesen Parteien geführten Landesregierungen und Bundesregierung sowie aus Vertretern von Arbeitgeber- bzw. Wirtschaftsverbänden zusammensetzt. All diese Personen haben ein handfestes politisches Interesse an der propagandistischen Manipulation der Massen - sprich: ihrer (neoliberalen) Verdummung und Desinformation. Selbstverständlich erfahren die Zuschauer nichts über den Ablauf politischer Entscheidungsprozesse, Interessenverflechtungen zentraler politischer Figuren mit der Wirtschaft und nichts über die Frage, welche und wessen Interessen mit den jeweiligen politischen Entscheidungen bedient werden. Vielmehr ist der Sender bemüht, dem Bürger für ihn offenkundig finanziell einschneidende Reformen (Agenda2010 etc.) pädagogisch professionell als unabwendbare Notwendigkeit zu erklären. Dies geschieht nicht zuletzt mittels professoraler "Experten", die in politischen Talkrunden und per Interviews zu Wort kommen, ohne dass ihr lobbyistischer Hintergrund transparent gemacht wird. Fairerweise ist anzumerken, dass Maybritt Illner es in ihrer Talksendung mittlerweile für nötig hält, Vertreter der Kölner Arbeitgeber-PR-Maschine Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) auch als solche vorzustellen.
Insgesamt ist das ZDF - nicht anders als das ARD-Fernsehen - qualitativ mit dem von der SED beherrschten DDR-Fernsehen vergleichbar, mit dem Unterschied, dass selbst der dümmste DDR-Bürger die politischen Teile des Programms als plumpe Partei-Propaganda zu erkennen in der Lage war, während die neoliberale Profitpropaganda erheblich geschickter verpackt wird und die einzelnen Botschaften somit erfolgreich in einen Großteil der Köpfe der lohnabhängigen Zielgruppe gelangen können. Die Zuschauer benötigen also ein gewisses Maß an Bildung und gesundem Verstand, um resistent gegen die kontinuine Propaganda der wissenschaftlichen Sprachrohre und politischen Vertreter der oberen fünf Prozent zu sein. Da dieses nur bei wenigen vorhanden ist, sind die meisten Menschen der interessengeleiteten Gleichschaltung der öffentlichen Meinung schutzlos ausgeliefert. Für ihre Bekämpfung setzen sich z.B. der frühere NRW-Staatssekretär Wolfgang Lieb und Berater der sozial-liberalen Bundesregierung Albrecht Müller mit ihren Nachdenkseiten.de ein.
[bearbeiten] ZDF-Kanal
Im politischen Bereich hat sich das ZDF unter Führung von Chefredakteur Nikolaus Brender im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2005 besondere Verdienste beim Bashing der rot-grünen Bundesregierung von Gerhard Schröder erworben.
[bearbeiten] Weitere Kanäle
Das ZDF betreibt außer dem eigentlichen ZDF-Programm in Zusammenarbeit mit anderen Fernsehsendern auch die Kanäle 3sat, Phoenix, ARTE und KI.KA. Wer DVB hat, wird außerdem noch mit dem ZDFinfokanal, dem ZDFdokukanal und dem ZDFtheaterkanal beglückt.
[bearbeiten] Aufgabe
Als Teil des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist die Aufgabe der Behörde ZDF eine "Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit dem inzwischen zur unerläßlichen Daseinsvorsorge gerechneten Gut Information".
[bearbeiten] Aufsicht
Das ZDF wird über die Gremien Fernsehrat und Verwaltungsrat indirekt im wesentlichen von der Politik beaufsichtigt.
[bearbeiten] Fernsehrat
Über den Fernsehrat unter Vorsitz des CDU-Politikers Ruprecht Polenz wird entscheiden, wer Intendant wird und so sichergestellt, dass sich durch die ab und zu ausgestrahlten Informationshäppchen niemand in seiner Karriere behindert wird.
[bearbeiten] Verwaltungsrat
Durch den Verwaltungsrat unter Vorsitz des SPD-Politikers Kurt Beck wird sichergestellt, dass der Intendant es nicht wagt, das milliardenschwere Budget für etwas anderes als seichte Unterhaltung rauszuhauen.
[bearbeiten] Management
Der Chef des ZDF darf sich Intendant schimpfen. Seit dem 15. März 2002 ist das der Journalist Markus Schächter, in dessen Biografie herausragt, dass die Konrad-Adenauer-Stiftung ihm sein Lehramtsstudium der Geschichte, Politikwissenschaft, Publizistik und Religionswissenschaften finanziert hat.
[bearbeiten] Finanzierung
Das ZDF finanziert sich aus einem Anteil von 49,20 Euro jährlich pro Haushalt an der von der GEZ abgezockten Zwangsgebühr für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland sowie durch einen geringen Anteil an Werbung.
[bearbeiten] Links
Mein Parteibuch 18.09.2005: Gerhard Schröder startet mit Kritik an ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender eine Mediendebatte
ZDF: Fernsehrat
ZDF: Verwaltungsrat