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Wolfgang Thierse

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Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Persönliches

Wolfgang Thierse, geboren 1943 in Breslau, ist ein deutscher Politiker der Partei SPD aus dem Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. Wolfgang Thierse ist verheiratet, hat zwei Kinder und ist katholisch.

[bearbeiten] Vita

Nach dem Abitur machte Thierse zunächst eine Lehre zum Schriftsetzer und begann 1964 ein Studium der Germanistik und der Kulturwissenschaften an der Humboldt-Universität Berlin, welches er 1969 beendete. Anschließend war er als wissenschaftlicher Assistent an der Humboldt-Universität und ab 1975 beim Ministerium für Kultur der DDR tätig. 1977 wechselte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Zentralinstitut für Literaturgeschichte der Akademie der Wissenschaften der DDR.

[bearbeiten] Politkarriere

Von März bis Oktober 1990 gehörte Thierse der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR an. Hier war er zunächst stellvertretender Vorsitzender und ab dem 21. August 1990 Vorsitzender der SPD-Volkskammerfraktion.

Thierse zählte zu den 144 von der Volkskammer gewählten Abgeordneten, die am 3. Oktober 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages wurden. Am 4. Oktober 1990 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion gewählt. Von Dezember 1990 bis Dezember 1991 war er außerdem Vorsitzender des Fraktionsarbeitskreises Neue Länder/Deutschlandpolitik.

Am 26. Oktober 1998 wurde Thierse mit 512:109:45 Stimmen zum Präsidenten des Deutschen Bundestages gewählt und am 17. Oktober 2002 mit 357:219:20 Stimmen im Amt bestätigt.

In seine erste Amtszeit fiel auch die Spendenaffäre der CDU, die ihn als Parlamentspräsidenten insoweit betraf, als er qua Amt für die Überwachung der Einhaltung des Parteiengesetzes und die Ahndung eventueller Verstöße verantwortlich war. Er verhängte eine Strafe in Höhe von 7,8 Millionen D-Mark gegen die CDU und ließ die staatlichen Zuschüsse an die CDU um insgesamt 41 Millionen D-Mark kürzen. Über diese Geschehnisse sagte er selbst, es wäre ihm lieber gewesen, er hätte sich nicht mit ihnen beschäftigen müssen. Von Seiten der Union wurde Thierse wegen der verhängten Strafzahlung mehrfach angegriffen und seine Überparteilichkeit in Frage gestellt. Das Bundesverfassungsgericht allerdings bestätigte die Rechtmäßigkeit dieses im Parteiengesetz ausdrücklich vorgesehenen Vorgehens.

Nachdem aus der Bundestagswahl 2005 die CDU/CSU-Bundestagsfraktion als stärkste Fraktion hervorging, schied er am 18. Oktober 2005 aus dem Amt und wurde mit 417:136:52 Stimmen zum Vizepräsidenten des Bundestages gewählt.

Wolfgang Thierse ist 1994 und 1998 über die Landesliste Berlin und sonst stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Berlin-Mitte - Prenzlauer Berg - Weißensee I (1990) bzw. Berlin-Pankow (seit 2002) in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2005 erreichte er hier 41,1 % der Erststimmen.

[bearbeiten] Parteikarriere

Thierse war bis zur Wende parteilos und trat im Oktober 1989 dem Neuen Forum bei. Anfang Januar 1990 wurde er dann Mitglied der Sozialdemokratischen Partei der DDR (SDP). Nach dem Rücktritt von Ibrahim Böhme wurde Thierse am 9. Juni 1990 auf einem Sonderparteitag zum Vorsitzenden der SPD der DDR gewählt.

Auf dem Vereinigungsparteitag der SPD wurde er am 27. September 1990 zu einem der stellvertretenden Parteivorsitzenden der SPD gewählt. Aus diesem Amt schied er im November 2005 aus, gehört aber weiterhin dem SPD-Parteivorstand an.

[bearbeiten] Weblinks

Mein Parteibuch am 08.08.2005: Rede von Wolfgang Thierse auf dem Landesparteitag der SPD Berlin am 07. August 2005 (35MB wmv)

Mein Parteibuch am 08.07.2005: Buch: Nicol Ljubic - Genosse Nachwuchs

Mein Parteibuch am 07.07.2005: Wolfgang Thierse: Gesetzentwürfe zu lesen, ist kein Vergnügen

Wikipedia: Wolfgang Thierse

Von „http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Wolfgang_Thierse

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