Wladimir Putin
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[bearbeiten] Person
Wladimir Putin, geboren am 07.10.1952 in Leningrad, ist ein Politiker und seit 2000 Präsident von Russland.
[bearbeiten] Karriere
Wladimir Putin wurde an der Universität Leningrad als Jurist ausgebildet.
[bearbeiten] Erste Geheimdienst-Karriere
Von 1975 bis 1992 war Wladimir Putin KGB-Offizier in der für Auslandsspionage zuständigen ersten Hauptabteilung. Wladimir Putin war dabei ab 1985 in der DDR, hauptsächlich in Dresden, in nachgeordneter Funktion tätig. 1989 hatte Wladimir Putin den Dienstgrad eines Oberstleutnants, was auf eine Dienststellung als stellvertretender Abteilungsleiter in der KGB-Residentur hindeutet.
[bearbeiten] Politiker in St-Petersburg
Wegen Personalüberkapazitäten beim KGB ging Wladimir Putin 1990 im Rang eines Offiziers der Reserve als Assistent des Rektors für internationale Fragen an die Leningrader Hochschule. Sein früherer Professor und nunmehriger Chef des Leningrader Stadtparlaments, Anatoli Sobtschak engagierte Wladimir Putin als Berater. 1991 wurde der Rückkehrer zum Leiter des städtischen Komitees für Außenbeziehungen ernannt. 1992 erhielt er ein Amt als Vizebürgermeister in der Verwaltung des nunmehrigen Sankt Petersburger Bürgermeisters Anatoli Sobtschak. 1994 stieg Putin zum Ersten Vize-Bürgermeister auf, vertrat in dieser Funktion Sobtschak und organisierte 1995 vor Ort den Duma-Wahlkampf der Kreml-Partei „Unser Haus Russland“. Im Juni 1996 verlor Sobtschak seine angestrebte Wiederwahl als Stadtoberhaupt gegen Wladimir Anatoljewitsch Jakowlew. Putin trat daraufhin von seinen kommunalen Ämtern zurück.
[bearbeiten] Bürokrat in Moskau
Im August 1996 bekam Putin den Posten als stellvertretender Leiter der Kreml-Liegenschaftsverwaltung. Im März 1997 arbeitete er als stellvertretender Kanzleileiter des Präsidenten Boris Jelzin. Im Mai 1998 rückte Wladimir Putin zum stellvertretenden Chef der Präsidialverwaltung auf.
[bearbeiten] Zweite Geheimdienst-Karriere
Vom 25. Juli 1998 bis August 1999 war er Direktor des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, ab 26. März 1999 außerdem Sekretär des Sicherheitsrates der Russischen Föderation.
[bearbeiten] Präsident von Russland
Seit Anfang 2000 ist Wladimir Putin Russlands Staatspräsident. Die zweite Amtszeit seines Vorgängers Boris Jelzin wäre im Sommer 2000 ausgelaufen. Da eine erneute Kandidatur Jelzins nicht nur verfassungsrechtlich, sondern auch wegen seines Gesundheitszustandes nicht möglich war, standen Jelzin und die ihn tragenden russischen Wirtschaftsoligarchen vor der Aufgabe, einen Nachfolger zu finden, der ihren politischen und sozialen Status sichern könnte. Nachdem Wladimir Putin, den Jelzin erst im August 1999 als Ministerpräsidenten eingesetzt hatte, rasch hohe Popularitätswerte erreichte und die Duma-Wahlen im Dezember 1999 für Jelzin und Putin günstig verliefen, entschloss sich Jelzin, schon Ende 1999 zurückzutreten und Wladimir Putin zu seinem Nachfolger zu ernennen. Die auf März 2000 vorgezogenen Präsidentenwahlen gewann Wladimir Putin dank einer Wahlkampagne, bei der er in den elektronischen Medien soviel Sendezeit erhielt wie seine drei wichtigsten Mitbewerber zusammen bereits im ersten Wahlgang mit rund 53 % der Stimmen.
[bearbeiten] Nachfolge-Streitereien
Seit einiger Zeit bereiten sich die Mächtigen in Russland mit vielen Intrigen auf die Übergabe der Macht 2008 an einen Nachfolger von Wladimir Putin vor. Wer das sein wird, ist bisher nicht absehbar.