Parteibuch LexikonMein Parteibuch Ticker | Hauptseite | Hilfe | Spezialseiten | Anmelden
Parteiisch, wertend, deutlich
Kategorie: Wirtschaft Impressum
Druckversion | Piratenlizenz

Wirtschaftswunder

im Parteibuch Lexikon, dem parteiischen Wiki mit wertenden Informationen in deutlicher Sprache

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Wesen

Mit Wirtschaftswunder bezeichnet man die ab 1955 für mehrere Jahre einsetzende Konjunktur, die durch den Marshallplan der USA und die verdeckte Repatriierung ausgelagerter Vermögenswerte aus dem Dritten Reich finanziert wurde.

[bearbeiten] Vorgeschichte

Nach dem Fall von Stalingrad erkannten führende deutsche Industrielle und Bankiers 1943, dass ein Endsieg nicht mehr realistisch war und mit hohen Reparationsforderungen des Auslands gerechnet werden musste. Geprägt von der Erfahrung nach dem ersten Weltkrieg beschloss man auf einer geheimen Sitzung in Straßburg am 10.08.1944 unter Leitung eines "SS-Obergruppenführer Dr. Scheid" (angeblich im Auftrag von Martin Bormann) möglichst viele transportable Werte dem Zugriff der Siegermächte zu entziehen. Devisen und ähnliches verschob man ganz überwiegend in die neutrale Schweiz, wo man nicht nur Tresore füllte, sondern auch Grundstücke erwarb. Ganze Fabriken wurden demontiert und in skandinavische Länder zum “Überwintern” für die Dauer der zu erwartenden Besatzung verbracht. Auch aus den von Hitler überfallenen Ländern hatte man transportable Werte nach Deutschland geschafft ("Nazigold"), wo sie nun lästig zu werden drohten. Diese Güter wurden im Ausland versteckt, neben der Schweiz zum Teil in Argentinien. Der mit der Organisation betraute Gründer und Leiter des “Instituts für Industrieforschung”, Ludwig Erhard, forderte, nach der unausweichlichen Kapitulation das Geld dazu zu verwenden, um ein “viertes Reich” zu finanzieren und die “Nazipartei” wieder aufzubauen.

[bearbeiten] Geldwäsche

Nach der Kapitulation wurde schließlich absehbar, dass die Besatzer länger als nach dem Ersten Weltkrieg bleiben würden und an eine offizielle Repatriierung der ausgelagerten Werte auch langfristig nicht zu denken war. Das Problem löste man ab 1955 durch Geldwäsche: In Südamerika tauchten plötzlich über Nacht Berge an Geld aus dem Nichts auf. Und dieses Geld schien sich ausschließlich für in Deutschland produzierte Wirtschaftsgüter zu interessieren. Hierdurch wurde nicht nur die Nachfrage angeschoben, man konnte auch ungeniert etwa aus der Schweiz nach Südamerika geschmuggeltes Geld nach Deutschland legal in den deutschen Wirtschaftskreislauf einspeisen, in dem man für Scheingeschäfte zahlte. Zu den wesentlichen Beteiligten zählte der damalige Daimler-Benz-Konzern, der in Südamerika Produktionsstätten aufbaute, die von Erhards Schwiegersohn geleitet wurden.

[bearbeiten] "Erhardtürme"

Nicht nur die rechtsgerichtete argentinische Staatsführung verdiente kräftig mit, auch die deutsche Staatskasse erfreute sich eines exorbitant hohen Steueraufkommens. Die Schornsteine rauchten wieder, die Preise zogen an, im deutschen Steuersäckel stapelten sich unverplante Überschüsse, bekannt als ”Erhardtürme”). Diese Gelder kehrte Erhard wieder an die Rüstungsindustrie aus, die nunmehr die Bundeswehr ausstattete, deren Notwendigkeit man der Bevölkerung suggerierte.

[bearbeiten] Cover Up

Da der dem Marshallplan zugeschriebene Boom in anderen ebenfalls entsprechend geförderten Ländern ausblieb, erklärte man der Bevölkerung die wundersame Wiederauferstehung der deutschen Wirtschaft mit “deutschem Fleiß” usw., was sich als Balsam auf der geschundenen Seele der Kriegsgeneration erwies. Dieses schöne Märchen wird in den Mainstreammedien noch heute unisono wiedergekäut. Erhard, der völlig zu Recht "Vater des Wirtschaftswunders" genannt wurde, lehnte diesen Begriff ab, da es keine Wunder gäbe.

[bearbeiten] Ende

Das Wirtschaftswunder endete so überraschend und geheimnisvoll, wie es über Nacht gekommen war, da die Reserven für das "Vierte Reich" ausliefen. Nachdem Erhard als Wirtschaftsminister die Früchte seiner Geldwäsche des größten Raubzugs aller Zeiten einfahren konnte, blieb ihm dieser Ruhm für die Zeit seiner Kanzlerschaft verwehrt, da der Reichtum zu dieser Zeit bereits aufgezehrt war.

[bearbeiten] US-Interesse

Warum die USA das Wirtschaftswunder nach Kräften gefördert und nicht behindert haben, wird deutlich, wenn man sich vor Augen hält, dass das Wirtschaftswunder Konrad Adenauer entscheidend dabei geholfen hat[1], in der Bevölkerung Akzeptanz für den in der deutschen Bevölkerung unpopulären Auftrag[2] seines Schwagers John McCloy zur Spaltung Deutschland und die Einbindung Westdeutschlands in die NATO herzustellen.

[bearbeiten] Bücher

Gaby Weber 2004 bei Assoziation a: "Daimler-Benz und die Argentinien-Connection. Von Rattenlinien und Nazigeldern" (ISBN 3935936338)

[bearbeiten] Siehe auch

nationalsozialistisches Wirtschaftswunder

[bearbeiten] Video

Fall Deutschland: Stefan Aust beschwört das Wirtschaftswunder und deutsche Tugenden

[bearbeiten] Weblinks

Wolfgang Kaleck 10/2004: Daimler-Benz und die Argentinien-Connection

Gaby Weber am 03.07.2004 in der taz (via labournet): "Wenn Sie das Geldwäsche nennen"

Von „http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Wirtschaftswunder

Diese Seite wurde bisher 1.639-mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt am 20. Juli 2009 um 02:00 Uhr geändert.


Finden

Blättern
Hauptseite
Letzte Änderungen
Zufällige Seite
Hilfe
Ändern
Seite bearbeiten
Seitenoptionen
Diskussion
Kommentar hinzufügen
Druckversion
Seitendaten
Versionen
Links auf diese Seite
Änderungen an verlinkten Seiten
Meine Seiten
Anmelden
Spezialseiten
Neue Seiten
Dateiliste
Statistik
Mehr …