Willy Brandt - Ein US-Agent
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[bearbeiten] Wesen
"Willy Brandt - Ein US-Agent" ist der Titel eines spektakulären Artikels von Ingo Niebel im auf Geheimdienste spezialisierten Magazin Geheim 2/2003[1].
[bearbeiten] Inhalt
Bei Radio Utopie ist im Juni 2008 ein Kommentar aufgetaucht[2], demzufolge der Inhalt des Artikels folgender gewesen sein soll:
Pressekonferenz der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) in ihrem Berliner Hauptsitz, dem Willy-Brandt-Haus. Neben der riesigen blauen Wand, vor der die SPD-Oberen ihre Neuigkeiten zu verkünden pflegen, grüßt eine überlebensgroße Statue des Namensgeber die Besucher der SPD-Zentrale. Das Denkmal des ehemaligen Bundeskanzlers könnte aber gefährlich ins Wanken geraten, wenn Historiker oder Journalisten begännen, jenes Kapitel aus der Vita des politischen Großvaters der jetzigen SPD-Generation zu durchleuchten, über das Willy Brandt (1913-1992) immer den Mantel des Schweigens und Verdeckens gelegt hat. Am 11. Mai 2003 legte der Berliner Historiker Hanns C. Löhr mit seinem Artikel „Ein gerne gesehener Agent“ in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ das Stemmeisen an, mit dem das Denkmal des Ost-Politikers Brandt gestürzt werden könnte. Löhr stellt fest, unter Berufung auf einen 1999 im „Spiegel“ erschienenen Artikel, daß Willy Brandt ein Agent der Amerikaner war. Brandt betrieb ab Dezember 1940 in Stockholm eine Presseagentur, deren Berichte er zunächst an den britischen Geheimdienst verkauft, später an das amerikanische „Office of Strategic Services“ (OSS), dem Vorläufer der CIA. „Aber wie lange?“ fragt der Historiker nach der Dauer von Brandts geheimdienstlichen Tätigkeit. Seine Frage basiert auf dem Hintergrund eines neuen Aktenfundes im Washingtoner Nationalarchiv. Dort befindet sich eine OSS-Akte mit einem Bericht vom 24. Mai 1945. Knapp drei Wochen nach der bedingungslosen Kapitulation von Hitlers Wehrmacht informierte Brandt den OSS über vier kommunistische Parteiführer in Norwegen. Bisher war man davon ausgegangen, dass sich das Verhältnis zwischen dem deutschen Emigranten und den US-Diensten im Herbst 1944 abgekühlt hatte. Laut Löhr, schrieb ein OSS-Beamter über die Qualität der Quelle: „’Ein Informant, der durch und durch mit den norwegischen Angelegenheiten vertraut ist.’“ Der Historiker stellt fest: „Wann seine Zuarbeit endete, ist bis heute allerdings unbekannt.“ Aus dem Aktenfund in den USA und angesichts der Existenz ähnlicher Akten im britischen Public Record Office ergeben sich zwangsweise weitere Fragen: War Brandt durch seine Agententätigkeit erpressbar? Wie beeinflusste dieses Kapitel die Entstehung und Umsetzung seiner Ostpolitik, die in ihrer Zielsetzung - mittels des „Wandels durch Annäherung“ den Zusammenbruch des sozialistischen Lagers herbeizuführen - den Vorstellungen seines Zeitgenossen John F. Kennedy und dessen politischer Strömung entsprach? Bereits 1999 hatte GEHEIM-Gründer Michael Opperskalski in seinem Vortrag „Imperialistische Diversionsstrategien gegen die DDR“ die Rolle der westdeutschen Sozialdemokraten als Teil der Roll-Back-Strategie der USA gegen die sozialistischen Ländern detailliert herausgearbeitet. Opperskalski unterstreicht die Übereinstimmung zwischen den entsprechenden strategischen Vorgaben des US-Vordenkers Zbignew Brzezinski, der Umsetzung durch Brandt und die operative Unterstützung mittels des Ostbüros der SPD. Hanns C. Löhr ist sich sicher: „Die historische Forschung wird daher wohl in den nächsten Jahren weitere Erkenntnisse über Brandts Informanten-Dasein liefern.“ Dann wird sich auch zeigen, ob Brandts „Ostpolitik“ neu bewertet
werden muss.[bearbeiten] Kommentar
Der Poster des Artikels gab dazu folgenden Kommentar ab:
http://de.wikipedia.org/wiki/Guillaume-Aff%C3%A4re
Oft kam nämlich bei Reportagen das hilflose Fragen, warum die HVA ausgerechnet dem lieben Willy mit seiner auf Entspannung ausgerichteten Ostpolitik am Ast gesägt habe - ich nenne das Konsequentes, Nachhaltiges Handeln
Die Artikel über Robert Havemann, seine Zeit an der FU Dahlem, während der er auch Nazi gewesen ist, können nur AbonnentInnen bei der jungewelt.de finden. Er wollte immer ein Lehramt, hat es von den Nazis auch bekommen, dann vom OSS - Havemann hat während seines Berufslebens also das ganze Panorama abgehakt: Nazi/nicht-mehr-Nazi/Realsozialist/Dissident.
Konten in der BRD oder Westberlin gehabt zu haben, war nicht generell jedem DDR-Bürger verboten - insbesondere BauarbeiterInnen, die die Wandlitz-Siedlung und MfS-Zentralen mit aufbauten, hat man für ihre Verdienste! (das würde ich gern fett und kursiv schreiben) - offiziell so ein Konto eingerichtet.
Der fliegende Robert hingegen wollte laut Artikeln der fast verschütteten Quelle zufolge selbst mal Spion/Agent und gleichzeitig berühmt sein. Kann man sich DAS vorstellen?
Experten nennen sowas Profilneurose.[bearbeiten] Quellen
- ↑ Ingo Niebel in GEHEIM 2/2003: Willy Brandt - Ein US-Agent
- ↑ Gregor Samsa am 4. Jun 2008 - 12:38: Kommentar zu Der Fall des Gregor Gysi