Werner Hoyer
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[bearbeiten] Person
Werner Hoyer, geboren am 17.11.1951 in Wuppertal, ist ein deutscher Politiker der Partei FDP und Mitglied des Bundestages.
Er war von 1994 bis 1998 Staatsminister im Auswärtigen Amt und ist seit 2002 Stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion.
[bearbeiten] Privates
Werner Hoyer ist verheiratet und hat zwei Kinder.
[bearbeiten] Karriere
Nach dem Abitur 1970 in Hannover absolvierte Hoyer ein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Köln, welches er 1974 als Diplom-Volkswirt beendete. Er war dann bis 1984 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Köln tätig. 1977 erfolgte hier seine Promotion zum Dr. rer. pol. mit der Arbeit Vermögenseffekte des Geldes - Theoretische Ansätze zur Rolle des Geldes als Vermögensobjekt im Wirtschaftsprozess. Von 1985 bis 1987 war er Leiter des Bereichs Wirtschaft und Information bei der Carl-Duisberg-Gesellschaft e. V. in Köln. Bis 1994 hatte er an der Universität Köln einen Lehrauftrag für Außenwirtschaft.
[bearbeiten] Partei
Seit 1972 ist er Mitglied der FDP. Hier engagierte er sich zunächst bei den Jungen Liberalen, deren Bundesvorstand er auch von 1983 bis 1986 angehörte. Von 1984 bis 1992 war er Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes Köln. Seit 1984 gehört er dem FDP-Landesvorstand in Nordrhein-Westfalen an, seit 1994 auch dem Bundesvorstand. Von 1993 bis 1994 amtierte er als Generalsekretär. Seit 2000 ist Hoyer Vorsitzender des FDP-Bezirksverbandes Köln, seit 2006 Mitglied des Präsidiums der FDP.
Er war von 1997 bis 2000 zunächst Vizepräsident und von 2000 bis 2005 Präsident der Europäischen Liberaldemokratischen Partei (ELDR).
Werner Hoyer ist Ehrenmitglied des FDP-Ortsverbandes Junkersdorf, Lövenich, Weiden und Widdersdorf, dessen Vorsitzender er in den achtziger Jahren war.
[bearbeiten] Abgeordneter
Seit 1987 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war er von 1989 bis 1993 Parlamentarischer Geschäftsführer und von 1990 bis 1994 sicherheitspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion. Seit Oktober 2002 ist er stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des Fraktionsarbeitskreises für Internationale Politik.
Werner Hoyer ist stets über die Landesliste Nordrhein-Westfalen in den Deutschen Bundestag eingezogen.
[bearbeiten] Öffentliche Ämter
Nach der Bundestagswahl 1994 wurde Werner Hoyer am 17. November 1994 als Staatsminister im Auswärtigen Amt in die von Bundeskanzler Helmut Kohl geführte Bundesregierung berufen. Mit dem Regierungswechsel nach der Bundestagswahl 1998 schied er am 26. Oktober 1998 aus der Regierung aus.
Werner Hoyer war hier speziell für die Europapolitik zuständig und Verhandlungsführer der deutschen Delegation bei den Regierungsverhandlungen für die Weiterentwicklung des Maastrichter Vertrages.
[bearbeiten] Seilschaften
Die Webseite des Bundestages listet zu Werner Hoyer ein Engagement in folgenden Clubs und Seilschaften auf[1]:
American Jewish Committee e.V., Berlin, Mitglied des Beirates, ehrenamtlich
Deutsch-Algerische Gesellschaft e.V., Bonn, Mitglied des Vorstandes, ehrenamtlich
Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V., Berlin, Mitglied des Präsidiums, ehrenamtlich
Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik e.V., Bonn, Mitglied des Kuratoriums, ehrenamtlich
Institut für Europäische Politik e.V., Berlin, Mitglied des Kuratoriums, ehrenamtlich
MID ATLANTIC CLUB (MAC) e.V., Bonn, Mitglied des Vorstandes, ehrenamtlich
Petersburger Dialog e.V., Berlin, Mitglied des Lenkungsausschusses, ehrenamtlich
Stiftung Butzweilerhof Köln, Köln, Mitglied des Kuratoriums, ehrenamtlich
Villa Lessing - Liberale Stiftung Saar e.V., Saarbrücken, Mitglied des Kuratoriums, ehrenamtlich
[bearbeiten] Leistungen
[bearbeiten] Unterstützung für Putschisten
Ein Jahr vor dem Putsch in Honduras war Werner Hoyer mit dem rangniederen FDP-Funktionär Christian Lüth in Honduras. Christian Lüth hat unmittlbar nach dem Putsch 2009 die Militärdiktatur im Namen der Friedrich-Naumann-Stiftung offen unterstützt[2]. Danach kam auch Werner Hoyer aus der Deckung und unterstützte die Putschisten öffentlich[3] mit dreisten Lügen[4].
[bearbeiten] Quellen
- ↑ Bundestag: Biographie Werner Hoyer
- ↑ Mein Parteibuch am 30.06.2009: FDP findet Militärdiktatur prima
- ↑ Nemetico am 04.07.2009: Die WELT und die FDP legen sich für Oligarchen und Putschisten in Honduras schwer ins Zeug
- ↑ amerika21.de am 05.07.2009: Wiederwählbarkeit und das Recht auf Putsch
Dieser Artikel basiert auf Wikipedia Werner Hoyer und steht insoweit unter GNU-FDL.