Volker Külow
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[bearbeiten] Person
Volker Külow, geboren 12.11.1960 in Leipzig, ist ein Politiker der Partei Die Linke und Mitglied des sächsischen Landtags. Volker Külow ist geschieden und hat zwei Töchter (geboren ca 1985 und Elisa ca 1994).
[bearbeiten] Ausbildung
Nach dem Abitur absolvierte Külow seinen Wehrdienst von 1979 bis 1982 bei der NVA. Von 1982 bis 1986 schloss sich eine Ausbildung zum Diplomlehrer Marxismus-Leninismus/Geschichte der Arbeiterbewegung an der Karl-Marx-Universität Leipzig an. Dort promovierte er 1988 zum Dr. phil. und arbeitete von 1988 bis 1992 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Leipzig. Von 1994 bis 2002 war Volker Külow Bundestagsmitarbeiter bei MdB Barbara Höll und MdB Täve Schur. Ab 2003 war er freiberuflicher Journalist.
[bearbeiten] Politik
Volker Külow wurde 1980 nach einer Zeit bei der FDJ Mitglied der SED und hat in der Partei seitdem die Wandlungen bis zur Linken mitgemacht. Seit Juni 2004 ist er für die Linkspartei.PDS Stadtrat in Leipzig.
Mitglied des Sächsischen Landtags wurde Volker Külow im Oktober 2004. Im Landtag ist er Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft und Hochschule, Kultur und Medien, im Untersuchungsausschuss "Versäumnisse und Fehlentscheidungen der Staatsregierung und ihrer Mitglieder bei der Landesbank Sachsen Girozentrale (Sachsen LB)". Stellvertretendes Mitglied ist er im Verfassungs-, Rechts- und Europaausschuss, Ausschuss für Schule und Sport, Ausschuss für Umwelt und Landwirtschaft, und dem Petitionsausschuss. Er ist Kulturpolitischer Sprecher der Fraktion.
[bearbeiten] Stasi-Mitarbeit
Nach Presseveröffentlichungen bekannte Volker Külow sich im Jahr 2007 zu seiner Vergangenheit als inoffizieller Mitarbeiter der Stasi und bestätigte die Richtigkeit der Unterlagen, die die Birthler-Behörde vorgelegt hat. Unter den Decknamen Bernau und Ostap arbeitete er für die Stasi und forschte bis Herbst 1989 Mitbürger heimlich aus. Die Linksfraktion im Landtag sowie der Vorstand der Partei haben sich hinter Volker Külow gestellt und sein Verbleiben in der Fraktion beschlossen.
Einem Bericht der FAZ vom 13.03.2007 (Seite 10, „Gefühlte Ehrlichkeit“) zufolge bezeichnete Volker Külow eine geheimdienstliche Tätigkeit angeblich als „legitim“. De Linke betont jedoch, Volker Külow habe gravierende Fehler eingeräumt, sich bei von seinen Berichten Betroffenen zum Teil bereits entschuldigt und suche mit ihnen auch weiter das persönliche Gespräch.
Gemäß Art. 118 der sächsischen Verfassung ist für den Fall, dass der Abgeordnete Stasi-Spitzel gewesen und deshalb untragbar sei, eine Abgeordnetenanklage vorgesehen. Die Entscheidung für ein solches Verfahren liegt zunächst beim Stasi-Bewertungsausschuss des Landtages. Nach Beschluss des Landtages müsste dann der Sächsische Verfassungsgerichtshof darüber entscheiden.
[bearbeiten] Sächsischer Sumpf
Zum sächsischen Sumpf stammt von Volker Külow ein bemerkenswerter Artikel in der Jungen Welt vm 26.07.2007 mit dem Untertitel "Über das blinde Auge der sächsischen Justiz, ihre Karrierezüge und mancherlei andere Absonderlichkeiten", in dem Teile des Personalkarussells in der sächsischen Justiz offengelegt wurden.
[bearbeiten] Weblinks
Volker Külow am 26.07.2007 in der Jungen Welt: Kriminelle Netzwerke - Über das blinde Auge der sächsischen Justiz, ihre Karrierezüge und mancherlei andere Absonderlichkeiten
PDS Fraktion Sachsen am 15.02.2007: Dr. Hahn: Fraktion begrüßt Erklärung von Volker Külow
PDS Sachsen: Volker Külow