Trupoli
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[bearbeiten] Wesen
Trupoli ist ein Versuch, im Internet eine als Polit-Community getarnte Lobbymaschine zur Sammlung und Bewertung von Politiker-Zitaten zu starten.
[bearbeiten] Geschäftsmodell
Das Geschäftsmodell von Trupoli besteht aus verdeckter Meinungsforschung[1], Spam und viralem Marketing.
[bearbeiten] Unternehmen
Trupoli wird betrieben von einer eigens dafür gegründeten Trupoli AG. Die Trupoli AG teilte sich im November 2007 den Faxanschluss mit der Teltschik Associates GmbH von Horst Teltschik.
Gründer sind Produkt-Manager Anian Leistner und CEO Johannes Stumpe, der vorher für Ex-Kohl-Berater Horst Teltschik tätig war. Geldgeber sind Friedrich von Dienst und Olaf Jacobi von der Bertelsmann nahestehenden Firma Sirius Venture Partners.
[bearbeiten] Polixea
Im Juli 2008 wurde das erst über den Lobbyismus-Unternehmer Klemens Joos der CSU nahestehende, dann über die Mountain Super Angel AG und ihrem Executive Director Jörg Arntz dem gelben Transatlantiker Guido Westerwelle nahestehende Politlobbyportal[2] Polixea mit Trupoli fusioniert[3].
[bearbeiten] Trojanisches Pferd
Trupoli versucht den Eindruck zu erwecken, das Portal sei unabhängig. Der Spiegelfechter recherchierte im August 2007 die Verbindung von Trupoli zur Teltschik Associates:[4]:
"Der CEO Stumpe war zuletzt als Project Manager bei der Firma Teltschik Associates tätig, einer Politberaterfirma, die sich mit besten Kontakten zu den Firmen Kissinger Associates und der Scowcroft Group dem Kunden empfiehlt – also ein Big Player im manchmal schmutzigen Geschäft der Beraterfirmen."
... recherchierte weiter zu den Geldgebern ...
Die Geldgeber und Initiatoren von Trupoli sind Friedrich von Dienst und Olaf Jacobi von der Firma „Sirius Venture Partners“, einem Unternehmen, dass sich u.a. bester Netzwerkbeziehungen zur Bertelsmann Gruppe rühmt.
... und kam zu folgendem Schluss:
"Trupoli scheint eher ein trojanisches Pferd der Mainstreammedien, der Politberater und der Netzwerke, die hinter der Politik stehen, zu sein, als eine unabhängige Plattform. Das politische Web 2.0 lebt jedoch nicht von gelenkter Meinung und moderierter Einflussnahme, sondern von seinen anarchischen Strukturen und seiner anarchischen Meinungsvielfalt. Das Kernelement von Web 2.0 ist die Authentizität – diese Authentizität hat Trupoli bereits verloren, ehe es gestartet ist."
[bearbeiten] Nutzen
Für normale Benutzer ist Trupoli Zeitverschwendung, Politikern erlaubt Trupoli möglicherweise, rhetorische Floskeln zu finden, die beim Stimmvieh gut ankommen.
[bearbeiten] Werbung
Eine bevorzugte Werbeform von Trupoli scheint Kommentarspam in Blogs unter falschen Namen zu sein[5].
[bearbeiten] Quellen
- ↑ Spiegelfechter am 06.11.2007: Was macht eigentlich … Trupoli?
- ↑ LobbyControl am 16.01.2008: Wer steckt hinter Polixea?
- ↑ Spiegelfechter am 18.07.2008: Trupoli revisited
- ↑ Spiegelfechter am 22.08.2007: Ein trojanisches Pferd im politischen Web 2.0?
- ↑ Mein Parteibuch: Kommentar von "Basti"