Thilo Sarrazin
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[bearbeiten] Person
Thilo Sarrazin, geboren am 12.02.1945 in Gera, ist ein deutscher Politiker der Partei SPD und seit dem 17.01.2002 Finanzsenator im Berliner Senat unter dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit.
[bearbeiten] Ausbildung
Nach Abitur und Wehrdienst studierte Thilo Sarrazin von 1967 bis 1971 Volkswirtschaftslehre an der Universität Bonn. Anschließend war er Assistent am Institut für Industrie- und Verkehrspolitik der Universität Bonn und promovierte zum Dr. rer. pol. Von November 1973 bis Dezember 1974 war Thilo Sarrazin wissenschaftlicher Angestellter der Friedrich-Ebert-Stiftung. In dieser Zeit trat er auch der SPD bei.
[bearbeiten] Karriere
Ab 1975 war Thilo Sarrazin im öffentlichen Dienst des Bundes tätig, von 1975 bis 1978 als Referent im Bundesministerium der Finanzen (1977 Abordnung zum IWF nach Washington), und anschließend bis 1981 als Referatsleiter im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung, ab 1981 erneut im Bundesfinanzministerium. Von Oktober 1981 an war er dort Büroleiter und enger Mitarbeiter von Bundesfinanzminister Hans Matthöfer bzw. dessen Nachfolger Manfred Lahnstein. Auch nach dem Ende der sozialliberalen Koalition im Oktober 1982 blieb Thilo Sarrazin im Bundesfinanzministerium und war dort Leiter mehrerer Referate, so u.a. von 1989 bis 1990 des Referats „Innerdeutsche Beziehungen“, das die deutsch-deutsche Währungs- und Sozialunion vorbereitete.
Von 1990 bis 1991 arbeitete Thilo Sarrazin in der Treuhandanstalt. Von 1991 bis 1997 war er Staatssekretär im Ministerium für Finanzen in Rheinland-Pfalz. Anschließend war er Vorsitzender der Geschäftsführung der Treuhandliegenschaftsgesellschaft (TLG).
In den Jahren 2000 und 2001 war Sarrazin bei der Deutsche Bahn AG beschäftigt, hier war er zunächst als Leiter der Konzernrevision und nachfolgend als Mitglied im Vorstand der DB Netz AG eingestellt.
Im Jahr 2002 berief der wiedergewählte Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, Thilo Sarrazin zum Senator für Finanzen.
[bearbeiten] Leistungen
[bearbeiten] Landesbank-Abschirmung
Thilo Sarrazin hat als Finanzsenator von Berlin erstmal viele Milliarden für die Abschirmung der landeseigenen Berliner Bankgesellschaft zum Fenster raus geworfen, damit seine Parteifreunde für ihr Mitwirken an der Pleite nicht in Probleme kommen, und hat anschließend erfolglos versucht, die rausgeworfenen Milliarden hat durch rigide Kürzungen im sozialen Bereich bei ärmeren Leuten einzusparen.
Korrektur: Schon mal daran gedacht, dass Berlin mit Risikoabschirmung letztlich mehr Geld besitzen könnte als ohne Risikoabschirmung? Weil Verkauf von Landesbank mehr Geld gebracht hat???? *stöhn*
Wie kann man eigentlich so bescheuert sein und solche hirnrissigen Milchmädchen-Rechnungen aufmachen?
[bearbeiten] Tempodrom-Affäre
Im Rahmen der Tempodrom-Affäre wurde Thilo Sarrazin vorgeworfen, Landesgelder regelwidrig vergeben zu haben. Die Staatsanwaltschaft hat im November 2004 Anklage erhoben. Ermittelt wurde gegen ihn, zwei weitere SPD- und zwei CDU-Politiker, drei Unternehmer und zwei Wirtschaftsprüfer. Gegen den ermittelnden Oberstaatsanwalt, der vom ehemaligen regierenden Bürgermeister Diepgen (CDU) trotz Examensnote 4 ins Amt gehoben worden war, stellte Thilo Sarrazin eine Dienstaufsichtsbeschwerde. Das Landgericht Berlin hat es im Dezember 2004 abgelehnt, das Hauptverfahren zu eröffnen, da es keine Hinweise für eine regelwidriges Verhalten Sarrazins erkennen konnte.
Zusatz an den Autor: Erstens: die Fakten stimmen. Zweitens: schon mal daran gedacht, dass tatsächlich alles korrekt gelaufen sein könnte, die Anklage der Staatsanwaltschaft jedoch politisch motiviert war? Weil der damals hoffnungslos abgeschlagenen CDU jedes Mittel Recht war den Ruf von Sarrazin zu beschädigen und damit die SPD zu schwächen??
Wer ist wohl eher parteiisch: Ein Staatsanwalt, der trotz Note 4(!!!!) ins Amt kommt, weil er ein Spezi vom CDU-Bürgermeister ist? Oder ein Richter, den die SPD niemals hätte anrühren können, ohne politischen Selbstmord zu begehen?
Ist es eigentlich so schwer auf solche Überlegungen von alleine zu kommen?
[bearbeiten] Spott für ehrenamtlich tätige Arbeitslose
Für ehrenamtlich tätige Arbeitslose hatte Thilo Sarrazin im September 2007 nur Hohn und Spott übrig. Auf eine Fahrtkostenerstattung für ehrenamtlich tätige Arbeitslose angesprochen, meinte er, wenn Hartz -IV-Bezieher Kraft für Ehrenämter hätten, sollten sie auch die Kraft aufbringen, sich um Arbeit zu bemühen. Er selbst habe nur einmal ein Ehrenamt ausgeübt, und das sei bei den Pfadpfindern gewesen und habe einen Höllenspaß gemacht.
[bearbeiten] Weblinks
gegen-hartz.de am 28.09.07: Thilo Sarrazin hetzt gegen Hartz IV Empfänger
Der Tagesspiegel am 28.09.2007: Sarrazin stichelt gegen ehrenamtlich tätige Arbeitslose