Stop the Bomb
im Parteibuch Lexikon, dem parteiischen Wiki mit wertenden Informationen in deutlicher Sprache
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[bearbeiten] Wesen
"Stop the Bomb" ist eine Lügenkampagne[1] zur Vorbereitung eines Krieges gegen den Iran[2]. Während bei der österreichischen Initiative die Initiative vor allem mit Menschenrechten begründet wird, wird die Kriegsvorbereitung gegen den Iran in Deutschland vor allem mit der angeblichen Gefahr einer iranischen atomaren Bewaffnung begründet.
[bearbeiten] Initiatoren
Der Domaininhaber der stop-the-bomb-Webseite bleibt dank einer Registration der Webseite über einen "Domain by Proxy"-Service verborgen.
[bearbeiten] Österreich
Auf der bereits 2007 gestarteten Kampagne auf der österreichischen Subdomain wird eine ansonsten unbekannte "Liga für Aufklärung und Freiheit im Nahen und Mittleren Osten", Witthauergasse 16/ 2, A - 1180 Wien im Impressum als verantwortlich angegeben. Eine natürliche Person wird im Impressum für Österreich nicht angegeben. Zu der im Impressum angegebenen Telefonnummer +43 650 3448858 gehört nach Presseinformationen Simone Dinah Hartmann[3] vom einschlägig bekannten Cafe Critique[4], die in einem Interview von Near East Report und AIPAC als Sprecherin der österreichischen Stop the Bomb Initiative bezeichnet wurde[5].
[bearbeiten] Deutschland
Als verantwortlich für die auf Deutschland bezogene Webseite sind die Daten des Mideast Freedom Forum Berlin angegeben. Auf der Webseite des nach eigenen Angaben 2007 gegründeten Mideast Freedom Forum Berlin e.V. fehlt die Angabe einer verantwortlichen natürlichen Person, hingewiesen wird dort jedoch auf eine Eintragung im Vereinsregister (Registergericht: Amtsgericht Berlin-Charlottenburg Registernummer: VR 27443 B). Die zugehörige Domain mideastfreedomforum.org ist auf Daniel Fallenstein, Jagowstr. 36, 10555 Berlin, registriert[6]. Besonders intensiv promotet wird die Stop-the-Bomb-Webseite von rechten und antideutschen Pro-Israel Stalker-Netzwerken wie Honestly Concerned. Auch bei Politically Incorrect ist die Seite gut angekommen[7].
[bearbeiten] Erstunterzeichner
Durch die auf der Webseite vorgestellten politisch gut gemischten Erstunterzeichner wird nicht deutlich, aus welcher Ecke die Kampagne kommt. Laut Webseite gehören zu den Erstunterzeichnern Schauspielerin Iris Berben, die Bundestagsabgeordneten Petra Pau, Steffen Reiche und Josef Winkler[8], Bundesminister a.D. Heiner Geißler, Dieter Graumann und Stephan J. Kramer vom Zentralrat der Juden in Deutschland, die Schriftstellerin Elfriede Jelinek, die exil-iranischen Oppositionellen und Menschenrechtsaktivistinnen Nasrin Amirsedghi, Hassan Daioleslam und Iraj Mesdaghi, die Publizisten Seyran Ates und Henryk M. Broder, die Professoren Yehuda Bauer, Micha Brumlik, Arno Lustiger und Jeffrey Herf, der Direktor der International Christian Embassy Jersualem Jürgen Bühler, der Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Johannes Gerster, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin Lala Süsskind sowie die Journalistin Beate Klarsfeld.
[bearbeiten] Unterstützende Organisationen
Neben den Erstunterzeichnern finden sich auf der Webseite unterstützende Organisationen. Die sind unterteilt in Organisationen eines "Koordinierungsrats deutscher Nicht-Regierungsorganisationen gegen Antisemitismus" und weitere Organisationen.
Unter der Überschrift des selbsternannten[9] Koordninierungrats deutscher Nicht-Regierungsorganisationen gegen Antisemitismus finden sich folgende Organisationen und Personen als Untersützer aufgelistet: Moses Mendelssohn Center for European-Jewish Studies (MMZ), Lars Rensmann, MMZ-Fellow, University of Michigan Ann Arbor, Amadeu-Antonio-Foundation Anetta Kahane, die Vizepräsidentin der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Claudia Korenke, der stellvertretende Bundesvorsitzende des Deutsch-Israelischen Jugendforums Daniel Kilpert, Sacha Stawski von Honestly Concerned e.V., Staatssekretär a.D. Klaus Faber vom Wissenschaftsforum der Sozialdemokratie in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern e.V., Diethard Pallaschke und Elvira Grözinger für Scholars for Peace in the Middle East, SPME-Germany, e.V., Berlin, Abraham Dzialowski von der Initiative 9. November 1938, Till Meyer von Demokratie & Courage, Potsdam, der Senior Advisor IFI (Iranian Freedom Institute) des Mohammed Schams, Milena Uhlmann, Rosemarie Matuschek vom Erik-Verlag, Robin Stoller vom Internationalen Institut für Bildung, Sozial- und Antisemitismusforschung (IIBSA), London/Berlin, der Mitarbeiter von Gert Weisskirchen Peter Wirkner und der Editor-in-Chief/Online-Redakteur des Jerusalem Center for Public Affairs, Berlin, Alexander Arndt.
Am deutlichsten wird die Ecke, aus der die Kampagne kommt, bei den sonstigen unterstützenden Organisationen, wo bekannte Frontorganisationen der deutschen Israellobby vertreten sind. Im einzenen werden als sonstige Unterstützer aufgeführt: AK Linke und Nation & AK Antisemitismus der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Aktionsgruppe Dreiundfünfzig, ANNA - Antinationale Antifa Nürnberg, Antifa 3D, Arbeitskreis Jüdischer Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, B'nai B'rith Europe, Bundesarbeitskeis Shalom der Linksjugend solid, Bündnis gegen Antisemitismus Leipzig, DerBerliton.de, GMW German Media Watch, haGalil onLine, Hamburger Studienbibliothek, Hummel-Antifa, Berlin, ILI e.V., Jerusalem Zentrum, Jung und Jüdisch Berlin e.V., Jung und Jüdisch Deutschland e.V., Mideast Freedom Forum Berlin e.V., Naturfreunde Berlin-Mitte, NBKK - Netzwerk für politische Bildung, Kultur und Kommunikation Gießen e.V., Pro-Israel Initiative "neveragain", Prozionistische Linke Frankfurt und Stuttgarter Friedensinitiative, Yad Achat - Knowledge on Exchange und Forum Atid.
[bearbeiten] Sonstige bemerkenswerte Unterstützer
Zu den Unterzeichnern gehören auch[7] der israelische Historiker Benni Morris, der jüngst forderte, den Iran mit Atombomben anzugreifen[10] und die rheinland-pfälzische CDU-Bundestagsabgeordnete Ute Granold.
Im November 2008 machte das Weblog ISLA - Independent Sensitive Liberation Army Werbung für die Lügenkampagne[11].
[bearbeiten] Österreichische Unterstützer
Zu den Unterstützern der österreichischen Intitiative zählen neben einschlägig bekannten radikalen Zionisten wie die von Theodor Herzl gegründete "Illustrierte Neue Welt" unter anderem Konkret Chef Hermann Gremliza, Leon De Winter, Beate Klarsfeld und Elfriede Jelinek.
[bearbeiten] Medienunterstützung
Kurz vor Start der Kampagne hat sich Hans Rühle in der Süddeutschen Zeitung mit einem Artikel ganz im Sinn der Kampagne hervorgetan[7].
[bearbeiten] Verleumdungskampagne gegen Künast
Nachdem die grüne Renate Künast sich im Sommer 2009 trotz hartnäckigen Werbens durch das DIG-Mitglied Thomas Hemberger nicht als Unterstützerin von Stop the Bomb eintragen lassen wollte, startete der berüchtigte Korrespondent der Jerusalem Post, Benjamin Weinthal, gegen Renate Künast eine Verleumdungskampagne[12].
[bearbeiten] Quellen
- ↑ Mein Parteibuch am 04.11.2008: Lügenkampagne “Stop the Bomb”
- ↑ Steinbergrecherche: Morgen, Kinder, wird’s was geben...
- ↑ ots: STOP THE BOMB kündigt Proteste bei der Hauptversammlung der OMV an
- ↑ Gunnar Bernhard am 04.03.2008 bei Campo Antiimperialista: „STOP THE BOMB” sagen und „DROP THE BOMBS“ meinen
- ↑ iranwatch: Near east report Interviews Austrian Activist Simone D. Hartmann
- ↑ http://whois.domaintools.com/mideastfreedomforum.org
- ↑ 7,0 7,1 7,2 Knut Mellenthin am 03.11.2008 bei Hintergrund: Die Anti-Iran-Kampagne und die Weihnachtsbombe
- ↑ Zu Josef Winkler siehe auch: Mein Parteibuch am 13.07.2009: Anfrage an MdB Josef Winkler
- ↑ Arendt Art: „Koordinierungsrat deutscher Nicht-Regierungsorganisationen gegen Antisemitismus“
- ↑ Der Standard am 12.05.2008: "Letzte Chance ist eine israelische Atombombe"
- ↑ ISLA: Stop the bomb
- ↑ Mein Parteibuch am 13.07.2009: Verleumdungskampagne der Israel-Lobby gegen Renate Künast