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Stefan Aust

im Parteibuch Lexikon, dem parteiischen Wiki mit wertenden Informationen in deutlicher Sprache

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Person

Stefan Aust, geboren am 01.07.1946 in Stade, Niedersachsen, ist ein deutscher Journalist. Er war von 1994 bis Anfang 2008 Chefredakteur des deutschen Nachrichtenmagazins Der Spiegel.

Stefan Aust lebt mit seiner Familie in Armstorf bei Stade und betreibt einen Reiterhof. Dort betätigt er sich auch als Hannoveranerzüchter.

[bearbeiten] Karriere

Stefan Aust ist der Sohn eines Landwirts. Von 1967 bis 1969 war Stefan Aust Redakteur bei der Zeitung „konkret“ sowie den „St. Pauli-Nachrichten“ und war seit 1970 Mitarbeiter des Norddeutschen Rundfunks NDR, von 1972 bis 1986 für das Fernsehmagazin „Panorama“.

[bearbeiten] Konkret

In bei Cicero im Juli 2008 erschienenen autorisierten[1] Interviewfragmenten erklärte Stefan Aust, dass er nicht bei konkret war, weil er besonders links war und Ulrike Meinhof anlässlich des Todes von Konrad Adenauer eine bemerkenswerte übertriebene Bemerkung über Stefan Aust machte[2]:

Aust wendet sich gegen den Vorwurf, er sei ein Wendehals. "Eigentlich habe ich meine politischen Positionen nicht wesentlich geändert. Ich war nicht bei Konkret, weil ich besonders links war. Als Adenauer gestorben ist, sagte Ulrike Meinhof: ‚Jetzt ist ja dein Vorbild tot.’ Das war allerdings auch reichlich übertrieben."

Ein nach bekanntwerden des Engagements der CIA und ihrer Tarnorganisationen wie der Ford Foundation bei kritischen Medien auf der Hand liegende Verdacht, dass Stefan Aust zu konkret geschickt war, um die linke Zeitschrift zu sabotieren, wurde jedoch nicht geäußert.

[bearbeiten] Spiegel

Ab Mai 1988 übernahm Stefan Aust die Funktion des Chefredakteurs für die Fernsehausgabe „Spiegel TV Magazin“. Anfangs kritisch kommentiert, konnte Stefan Aust mit Infotainment eine gewinnträchtige Verlagsabteilung entwickeln.

Zum Chefredakteur des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ wurde Aust am 16. Dezember 1994 ernannt; er schied daher aus der Spiegel-TV-Chefredaktion aus. Seit Juli 1995 war Aust auch Geschäftsführer der Spiegel TV GmbH. Heute moderiert er die Fernsehsendung regelmäßig. Am 7. Mai 2001 gründete er gemeinsam mit der Produktionsfirma dctp den mittlerweile durch DMAX ersetzten Spiegel-TV-Ableger XXP. Der Sender XXP wurde an Discovery Channel verkauft. Am 6. Juli 2007 gab er seinen Posten als Geschäftsführer der Spiegel TV GmbH ab und wurde stattdessen Herausgeber der Sendung (Bericht in der FAZ vom 6. Juli 2007).

Im Jahr 2008 stritt Stefan Aust gerichtlich um die Höhe seiner Abfindung vom Spiegel.

[bearbeiten] Abenteuer

[bearbeiten] Zwillingsbefreiung

Im September 1970 befreite er auf eigene Faust und mit Hilfe eines Aussteigers der RAF die Zwillinge Bettina und Regine Röhl, die Töchter von Ulrike Meinhof und dem ehemaligen „konkret“-Kollegen Klaus Rainer Röhl, die von Mitgliedern der Rote Armee Fraktion nach Sizilien verbracht worden waren, und brachte sie zurück zu ihrem Vater, der das Sorgerecht hatte.

[bearbeiten] Baader

Nach eigenen Angaben (Chat auf Spiegel Online vom 24. April 2007) haben Andreas Baader und "andere" einmal versucht, ihn zu ermorden. Er sei allerdings damals durch einen Hinterausgang nachts entkommen, „so dass Baader & Co. unverrichteter Dinge wieder abziehen mussten“.

[bearbeiten] Schriftstellerische Tätigkeit

Mit lustigen Geschichten aus dem Terrorismus- und Geheimdienstbereich schaffte es Stefan Aust, das Vertrauen derjenigen zu gewinnen, die ihm seine Karriere sicherten.

[bearbeiten] Auszeichnungen

[bearbeiten] Filmografie

Aust hat als Autor verschiedener Film- und Fernsehdokumentationen gewirkt:

[bearbeiten] Werke

Ab 1980 hat Aust verschiedene Bücher zu meist politischen Themen verfasst:

[bearbeiten] Literatur

Oliver Gehrs: Der Spiegel-Komplex. Wie Stefan Aust das Blatt für sich wendete, Droemer/Knaur, München 2005, ISBN 3426273438Besprechung im Deutschlandradio, 27. Juni 2005

[bearbeiten] Weblinks

Mario Frank am 07.02.2008 in der SZ im Interview mit Christopher Keil und Thomas Schuler: "Es ist anders gekommen"

Mein Parteibuch am 15.11.2007: A, Ba, Bu und raus bist du - Stefan Aust muss gehen

F!XMBR am 15.11.2007: Wenige Monate noch müssen wir ihn ertragen - Stefan Aust beim Spiegel von den eigenen Mitarbeitern geschasst

Tagesspiegel am 28.01.2007: „Wir sind nicht im Krieg, wir sind im Wahlkampf“

Zapp am 23.11.2005: „Stefan Aust und die Turbulenzen beim ‚Spiegel‘“

taz am 12.03.2005: „Hoch zu Ross. Der Chefredakteur von Deutschland“

Wikipedia: Stefan Aust

Von „http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Stefan_Aust

Diese Seite wurde bisher 850-mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt am 23. Juni 2008 um 12:31 Uhr geändert.


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