Südkorea
im Parteibuch Lexikon, dem parteiischen Wiki mit wertenden Informationen in deutlicher Sprache
Inhaltsverzeichnis |
[bearbeiten] Wesen
Die Republik Korea, weitläufig Südkorea genannt, ist ein nicht ganz 100.000 qkm großer Staat mit etwa 48 Mio Einwohnern in Ostasien, der auf dem südlichen Teil der koreanischen Halbinsel liegt.
[bearbeiten] Lage
Einziges direktes Nachbarland von Südkorea ist das im Norden angrenzende Nordkorea.
[bearbeiten] Geschichte
[bearbeiten] Gründung
Südkorea wurde 1948 im aufkommenden Kalten Krieg auf Bestreben der USA gegründet um den amerikanischen Einfluss auf Korea langfristig sicherzustellen.
[bearbeiten] Koreakrieg
Um die drohende friedliche Vereinigung Südkoreas mit Nordkorea zu einem kommunistischen Staat abzuwenden, wurde 1950 durch den südkoreanischen Diktator von Gnaden der USA, Rhee Syng-man, mit Billigung der USA der Koreakrieg gestartet, bei dem etwa drei Millionen Menschen starben und letztendlich die Teilung Koreas zementiert wurde.
[bearbeiten] Massenmorde
Im Koreakrieg wurden von der südkoreanischen Armee in Zusammenarbeit mit den USA unvorstellbar grausame Verbrechen begangen und danach vertuscht. Rainer Rupp berichtet am 07.07.2008 [1] über einen Artikel der Nachrichtenagentur Associated Press[2]:
"Zuerst sei der US-amerikanische Oberst Rollins S. Emmerich »aufgewühlt« gewesen und habe versucht, die Aktion hinauszuzögern. Dann aber habe er seinen südkoreanischen Offizierskollegen »die Erlaubnis gegeben«, 3500 politische Gefangene mit Maschinengewehren niederzumähen, damit die vorrückenden Truppen des kommunistischen Nordkoreas sie nicht befreien könnten. Das geht aus jüngst entdeckten US-Dokumenten in den einst geheimen Archiven Washingtons hervor, berichtete die Nachrichtenagentur AP am Wochenende. »In nur wenigen Wochen im Sommer 1950 haben amerikanische Offiziere Massenexekutionen, die von ihren südkoreanischen Verbündeten durchgeführt wurden, beobachtet, fotografiert und vertraulich kommentiert. Bei diesen Massenmorden sind 100000 oder mehr politisch linksgerichtete Menschen und verdächtige Sympathisanten ohne Anklage oder Richterspruch umgebracht worden«, so AP weiter."
[bearbeiten] Diktatur
Da die koreanischen Machthaber von Amerikas Gnaden in der Bevölkerung aufgrund ihrer vorherigen Kooperation mit den japanischen Besatzern keinerlei Ansehen genossen, konnten sie sich nicht wie in anderen westlichen Ländern durch freie Wahlen legitimieren lassen und regierten Südkorea in den folgenden Jahrzehnten im Stile einer Diktatur.
[bearbeiten] Demokratisierung
Nachdem der 1980 für das Massaker von Gwangju verantwortliche Diktator Chun Doo-hwan 1987 aus Altersgründen abtrat, gelang es seinem Nachfolger, General Roh Tae-woo, Südkorea in eine Demokratie mit freien Wahlen zu überführen, bei der wie in anderen westlichen Staaten auch stets amerika-freundliche Kandidaten die Wahlen gewinnen.
[bearbeiten] Bürgerjournalismus
Seit einigen Jahren ist in Südkorea Bürgerjournalismus sehr populär. Die von Amateurtexten getragene Webseite ohmynews erreicht Millionen Leser täglich und hat entscheidend zum Wahlsieg von Präsident Roh Moo-hyun beigetragen.
[bearbeiten] Quellen
- ↑ Rainer Rupp am 07.07.2008 in der jungen Welt: Washingtons O.K. zum Massenmord - Mindestens hunderttausend gefangene Kommunisten und Sympathisanten 1950 in Südkorea erschossen
- ↑ Charles J. Hanley und Jae-Soon Chang am 06.07.2008 in der Washington Post: AP IMPACT: US wavered over S. Korean executions
[bearbeiten] Weblinks
Christina Otten am 01.06.2007 im Handelsblatt: Angriff auf die Medienprofis
Politblog am 13.04.2007: Wie begann der Koreakrieg?