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Reinhard Mohn

im Parteibuch Lexikon, dem parteiischen Wiki mit wertenden Informationen in deutlicher Sprache

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Person

Reinhard Mohn, geboren am 29.06.1921 in Gütersloh, gestorben am 03.10.2009, war ein deutscher Unternehmer der Medienbranche. 1947 übernahm er das bis dahin mittelständische Unternehmen Bertelsmann und entwickelte es zu einem der größten Medienkonzerne der Welt. Das Familienvermögen der Mohns wird auf 4,3 Mrd. USD geschätzt, damit liegen die Bertelsmann-Eigentümer auf dem 17. Platz in der Forbes-Liste der reichsten Deutschen (2006).

[bearbeiten] Familie

Reinhard Mohn repräsentiert die fünfte Familiengeneration der Bertelsmann-Eigentümer. Er ist ein Sohn von Heinrich Mohn und ein Enkel von Johannes Mohn, dem 1887 von seinem Schwiegervater Heinrich Bertelsmann die Leitung des Gütersloher Druck- und Verlagshauses Bertelsmann übertragen wurde. Reinhard Mohn ist in zweiter Ehe seit 1981 mit Liz Mohn verheiratet. Er hat sechs Kinder, drei aus erster, drei aus zweiter Ehe; sein Sohn Christoph Mohn ist CEO von Lycos Europe.

[bearbeiten] Offizierslager in den USA

Reinhard Mohn leistete nach dem Abitur in Gütersloh Arbeits- und während des Zweiten Weltkrieg Kriegsdienst. Als Leutnant der Luftwaffe geriet er 1943 in Tunesien in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Während seines Aufenthalts in einem Offizierslager in Kansas/USA eignete er sich neben Englisch auch Management-Kenntnisse an.

[bearbeiten] CIA

Mein Parteibuch nahm am 07.04.2008 auf einem von "Sterling Seagrave" abgebenen Forenbeitrag[1] wie folgt bezug[2]:

"Im Parteibuch war im Artikel “Zur Geschichte der Mediensteuerung” gestern zu lesen, dass ein “Sterling Seagrave” in einem Forumsbeitrag schrieb, der spätere CIA-Chef Bill Casey sei (im US-Geheimdienst) eine der Schlüsselfiguren bei der Akquisition von Medien nach dem zweiten Weltkrieg gewesen und ein junger Deutscher, der nach dem Krieg nach Deutschland geschickt wurde und Bertelsmann übernommen habe, sei einer seiner Schützlinge gewesen. Ein Schelm, wer nun denkt, Bertelsmann sei eine Tarnfirma der CIA und Reinhard Mohn ein CIA-Agent."

[bearbeiten] Aufstieg mit Drückerkolonnen zum Weltkonzern

Nach seiner Rückkehr nach Gütersloh 1946 absolvierte Reinhard Mohn auf Wunsch seines Vaters eine Ausbildung im Buchhandel. 1947 übernahm er mit 25 Jahren die Leitung des Bertelsmann-Verlags. 1950 gründete Reinhard Mohn den Bertelsmann-Lesering, dessen unzählige Drückerkolonnen in den ersten Jahrzehnten nach dem Krieg den Aufstieg von Bertelsmann zum Weltkonzern ermöglichten.

[bearbeiten] Stiftung

1977 gründete Reinhard Mohn die Bertelsmann Stiftung, der er 1993 die Mehrheit des Aktienkapitals der Bertelsmann AG übertrug. Am 30. Juni 1981 gab Reinhard Mohn wegen des Erreichens der konzerninternen Altersgrenze von 60 Jahren seine Funktion als Vorstandsvorsitzender ab und übernahm den Vorsitz im Aufsichtsrat der Bertelsmann AG. Ab 2000 war Reinhard Mohn Vorsitzender des Präsidiums der Bertelsmann Stiftung. Während sich Reinhard Mohn langsam aus dem aktiven Geschäftsleben zurückzieht, wächst seiner zweiten Frau Liz Mohn eine immer wichtigere Rolle in der Gesellschafterversammlung (BVG) und der Bertelsmann Stiftung zu.

[bearbeiten] Auszeichnungen

Reinhard Mohn wurde vom Establishment mit Auszeichnungen geradezu überhäuft:

   * Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland (1994)
   * Ehrendoktor der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
   * Großes Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland
   * Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen
   * Ehrenbürger der Stadt Gütersloh
   * Unternehmer des Jahrhunderts
   * Hanns-Martin-Schleyer-Preis
   * Ehrenmitglied des Club of Rome (1996)
   * Prinz-von-Asturien-Preis (1998, Kategorie Kommunikation und Geisteswissenschaften)
   * Spanisches Großkreuz
   * Goldmedaille des Bundesverbands Deutscher Stiftungen
   * Teddy-Kollek-Preis (2003, für Verdienste um die Stadt Jerusalem)
   * Ehrenbürger von Alcudia (2005, für Verdienste um den Aufbau einer Stadtbibliothek)
   * Deutscher Gründerpreis 2007

[bearbeiten] Bücher

Saul Friedländer, Norbert Frei, Trutz Rendtorff, Reinhard Wittmann: Bertelsmann im Dritten Reich. C. Bertelsmann, 2002, ISBN 3-570-00713-8

Thomas Schuler: Die Mohns. Vom Provinzbuchhändler zum Weltkonzern: Die Familie hinter Bertelsmann. Campus Verlag, 2004, ISBN 3-593-37307-6

Frank Böckelmann, Hersch Fischler: Bertelsmann. Hinter der Fassade des Medienimperiums. Eichborn Verlag, 2004, ISBN -3821-85551-7

[bearbeiten] Quellen

  1. The Education Forum am 22.08.2007: Beitrag von Sterling Seagrave im Thread Operation Mockingbird
  2. Mein Parteibuch am 07.04.2008: Tim Weiner’s ganze Geschichte der dummen CIA

[bearbeiten] Weblinks

Mein Parteibuch am 06.04.2008: Zur Geschichte der Mediensteuerung

Wikipedia: Reinhard Mohn

Von „http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Reinhard_Mohn

Diese Seite wurde bisher 4.788-mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt am 9. Oktober 2009 um 11:47 Uhr geändert.


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