Reinhard Göhner
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[bearbeiten] Person
Reinhard Göhner, geboren 1953 in Bünde, Nordrhein-Westfalen) ist ein deutscher Lobbyist, Jurist und Politiker der Partei CDU. Reinhard Göhner ist verheiratet und hat vier Kinder.
[bearbeiten] Ausbildung und Beruf
Nach dem Abitur 1972 an der Friedrich-List-Schule in Herford absolvierte Göhner ein Studium der Rechtswissenschaft, der Soziologie und der Wirtschaftswissenschaften, welches er 1977 mit dem ersten und 1981 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen beendete. 1979 erfolgte seine Promotion zum Dr. jur. an der Universität Bielefeld mit der Arbeit "Demokratische Willensbildung in privatrechtlichen Interessenverbänden". Seit 1981 ist Göhner als Rechtsanwalt tätig. Seit 1988 ist er auch Fachanwalt für Arbeitsrecht.
Neben seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt war Göhner auch immer Geschäftsführer verschiedener Arbeitgeberverbände. So war er von 1982 bis 1990 Geschäftsführer des Fachverbandes der Serienmöbelbetriebe und von 1994 bis 1996 Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Deutschen Polstermöbelindustrie, des Verbandes der Westfälischen Holzindustrie und Kunststoffverarbeitung und des Fachverbandes der Serienmöbelbetriebe.
[bearbeiten] Politkarriere
Reinhard Göhner war von 1991 bis 1993 Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Justiz und von 1993 bis 1994 beim Bundesminister für Wirtschaft. Seit 1996 ist er Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).
[bearbeiten] Partei
Schon als Schüler wurde Göhner Mitglied der CDU und der Jungen Union. Von 1978 bis 1986 war er Landesvorsitzender der Jungen Union in Westfalen-Lippe.
Von 1992 bis 1996 gehörte Reinhard Göhner dem Bundesvorstand der CDU an und war von 1991 bis 1994 Vorsitzender der Grundsatzprogramm-Kommission der CDU.
[bearbeiten] Abgeordneter
Göhner gehörte von 1979 bis 1990 dem Kreistag des Kreises Herford an.
Seit 1983 ist Reinhard Göhner Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war er von 1986 bis 1990 Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Von 1994 bis 1998 war Göhner Justitiar der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Reinhard Göhner ist stets über die Landesliste Nordrhein-Westfalen in den Bundestag eingezogen.
[bearbeiten] Öffentliche Ämter
Am 24. Januar 1991 wurde Reinhard Göhner als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Justiz in die von Bimbeskanzler Helmut Kohl geführte Bundesregierung berufen. Am 22. Januar 1993 wechselte er in gleicher Funktion zum Bundesminister für Wirtschaft. Nach der Bundestagswahl 1994 schied Reinhard Göhner am 17. November 1994 aus der Regierung aus.
[bearbeiten] Nebentätigkeiten
Seit dem 1. Oktober 1996 ist er Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Göhner sieht sich damit selbst als Vorbild für andere. Er führe einen Verband, der die gesamte deutsche Arbeitgeberschaft vertrete, sagte er der Zeitung «Die Welt» im Hinblick darauf, dass die Koalition die Strafbestimmungen zur Abgeordneten-Bestechung deutlich verschärfen will.
Herr Göhner ist Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Bundestages. Einen Interessenskonflikt mit seiner Nebentätigkeit sieht er dabei nicht.
[bearbeiten] Medienmacht
Reinhard Göhner ist als einer von zwei Vertretern der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände Mitglied des ZDF-Fernsehrates.
[bearbeiten] Weblinks
Kungfutius Tagebuch am 25.07.2006: Parlament der Hauptgeschäftsführer
Timo Pache und Maike Rademaker am 25.07.2006 in der FTD: Gewerkschafter eilt Göhner zu Hilfe
LobbyControl am 24.07.2006: Debatte über Lobbyisten im Bundestag verschärft sich - ein Kommentar
saeubrenner am 24.07.2006: Omnipräsenz
Timo Pache am 23.07.2006 in der FTD: Göhner beharrt auf Bundestagsmandat
Peter Pragal am 02.12.2003 in der Berliner Zeitung: Lobby - In der Doppelrolle
Deutscher Bundestag: Lebenslauf beim Deutschen Bundestag
Klaus-Heiner Lehne MdEP, Lobbyingberater und Koordinator für Softwarepatente -- in Brüssel scheinen Konflikte dieser Art zum Alltag zu gehören