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Reinhard Boos

im Parteibuch Lexikon, dem parteiischen Wiki mit wertenden Informationen in deutlicher Sprache

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Person

Reinhard Boos, geboren ca. 1957, ist Präsident des sächsischen Landesamtes für Verfassungsschutz.

[bearbeiten] Karriere

Reinhard Boos war vor Rainer Stock von 1999 bis 2002 Leiter des LfV Sachsen und auch vorher, wie er in einem Interview mit der Lausitzer Rundschau vom 20.06.2007 andeutete, offenbar schon einige Jahre im LfV Sachsen tätig. Nachdem Rainer Stock wegen der Aufdeckung der Verbrechen im sächsischen Sumpf von Innenminister Albrecht Buttolo strafversetzt wurde, hat er wieder Reinhard Boos zum Chef des LfV Sachsen gemacht. Reinhard Boos wurde auch vom CDU-Abgeordneten Frank Kupfer demonstrativ öffentlich das Vertrauen ausgesprochen.

[bearbeiten] Sächsischer Sumpf

Zur Aufklärung der Verbrechen, die im Mai 2007 als sächsischer Sumpf bekannt wurden, hat Reinhard Boos bisher anscheinend so gut wie nichts beigetragen. Stattdessen jagt er mit Hochdruck diejenigen, die Informationen aus dem LfV nach draußen gegeben haben, und so dafür gesorgt haben, dass das verbrecherische Netzwerk überhaupt öffentlich weithin bekannt wurde.

[bearbeiten] Ablenkung mit Verfassungsschutzdiskussion

Die "NPD Oberlausitz und Niederschlesien" warf Reinhard Boos am 28.06.2007 in einer Pressemitteilung vor, dadurch, dass Reinhard Boos nicht unabhängig sei, weil in seiner vorherigen Amtszeit anscheinend Vorfälle der organisierten Kriminalität fielen. Die NPD kritisierte, dass die Diskussion um die Aktenvernichtung (und den Verfassungsschutz) lediglich dazu geeignet sei, vom eigentlichen Thema – dem Mafia-Sumpf aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – abzulenken.

[bearbeiten] Sorge um größtmöglichen Schaden

Am 03.07.2007 berichtete der MDR davon, dass Reinhard Boos intensiv nach einem Leck im LfV suche, weil Informationen so gestreut würden, dass sie einen größtmöglichen Schaden anrichten könnten. Mit dem Schaden meinte Reinhard Boos allerdings offenbar nicht, dass Verbrechen wie Mord, Kinderzuhälterei oder Amtsmissbrauch begangen werden, sondern dass die politisch dafür Verantwortlichen öffentlich bloßgestellt werden.

[bearbeiten] Quelle verraten

Die sächsische Zeitung berichtete am 04.07.2007, dass Reinhard Boos am 03.07.2007 faktisch den Quellenschutz aufhob und erklärte, dass ein Mitarbeiter des Geheimdienstes einen aktiven Polizeibeamten als Auskunftsperson geführt habe, der vor Jahren leitend bei der Bekämpfung der OK in Leipzig tätig gewesen sei und 2006 wichtige Informationen geliefert habe. Der Amtschef des Innenministeriums, Klaus Fleischmann, sagte demzufolge obendrein, dass der Polizeibeamte genauso wie ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes auch noch disziplinarisch mit Konsequenzen zu rechnen habe.

Der Spiegel schrieb zur faktisch verratenen Quelle am 03.07.2007, dass Boos sagte, die Informationen des Polizisten stammten aus dessen Zeit als Ermittler in den 90er Jahren bis hin zur Jahrtausendwende und wurden 2006 zu den Akten genommen.

Der rechtspolitische Sprecher der sächsischen Linksfraktion, Klaus Bartl, forderte laut einer bei sz-onlne veröffentlichten Pressemitteilung deshalb die Amtsenthebung von Reinhard Boos:

"Der rechtspolitische Sprecher Klaus Bartl forderte zudem die Amtsenthebung des neuen Verfassungsschutzpräsidenten Reinhard Boos, weil er den Namen von Verfassungsschutzquellen preisgegeben habe. „Das ist ein krimineller Präsident“, sagte Bartl."

Am 12.07.2007 veröffentlichte Ad-Hoc-News, dass die PKK-Mitglieder André Hahn und Caren Lay (beide Linke), eine Rüge des Verfassungsschutzpräsidenten Reinhard Boos für notwendig erachten, da er eigenmächtig in aller Öffentlichkeit gegen den Quellenschutz verstoßen und damit Geheimnisverrat begangen habe.

[bearbeiten] Weblinks

Ad-Hoc-News am 12.07.2007: Opposition ändert Antrag auf U-Ausschuss im Details

sz-online vom 05.07.2007 (von dpa): Weiter Affären-Streit in Sachsen

Mein Parteibuch am 05.07.2007: Raus mit Reinhard Boos und Klaus Fleischmann!

Thomas Schade am 4.7.2007 in der Sächsischen Zeitung (via Karl Nolle): Lüge und Verrat werfen Schatten auf Geheime

Der Spiegel am 03.07.2007: Sachsens Verfassungsschutz räumt Pannen ein

MDR am : 03.07.2007: Korruptions-Affäre - Verfassungsschutz-Präsident kritisiert eigene Behörde (mit Bild von Rinhard Boos)

ad-hoc-news am 03.07.2007: Verfassungsschutz zweifelt an eigener Quelle in Korruptionsaffäre

Tina Moritz am 03.07.2007 bei ad-hoc-news: Unsichere Quellenlage

press::network am 28.06.2007: Verfassungsschutzdiskussion lenkt ab

Lausitzer Rundschau am 20.06.2007: Rundschau-Gespräch mit Verfassungsschutzpräsident Reinhard Boos

Mein Parteibuch am 12.06.2007: Sachsens Verfassungsschutz-Präsident Rainer Stock abberufen

Von „http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Reinhard_Boos

Diese Seite wurde bisher 1.621-mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt am 10. Februar 2008 um 05:27 Uhr geändert.


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