RAF
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[bearbeiten] Wesen
Die Rote Armee Fraktion (RAF) war eine terroristische Vereinigung in der Bundesrepublik Deutschland. Sie wird für 34 Morde, zahlreiche Banküberfälle und Sprengstoffattentate verantwortlich gemacht. 1998 wurde die Selbstauflösung erklärt.
[bearbeiten] Geschichte der Militarisierung
Bei der Geschichte der Militarisierung der RAF ist zu berücksichtigen, dass die später aufgeflogene Strategie der Spannung den Mitgliedern der RAF zum damaligen Zeitpunkt unbekannt und vermutlich auch unvorstellbar war.
[bearbeiten] S-Bahn-Peter
Zu S-Bahn-Peter weiß die Wikipedia[1]:
"Peter Urbach, genannt „S-Bahn-Peter”, war ein V-Mann und Agent Provocateur des Berliner Verfassungsschutzes in den späten 1960er Jahren. Er gab sich als hilfsbereiter, politisch links stehender Handwerker aus und führte Arbeiten in linken Wohngemeinschaften wie der Kommune I durch. Auf diese Weise verschaffte er sich das Vertrauen von führenden Mitgliedern der damaligen Studentenbewegung, darunter Dieter Kunzelmann, Fritz Teufel und Rainer Langhans. Peter Urbach spielte eine vielfach kritisierte Rolle als Lieferant von illegalen Materialien für sich radikalisierende Teile dieser Bewegung, aus denen auch die Gründungsmitglieder der Rote Armee Fraktion und der Bewegung 2. Juni hervorgingen. Er lieferte nachweislich Molotow-Cocktails, Bomben und mindestens eine Schusswaffe."
[bearbeiten] Said Dudin
Von Juni bis August 1970 reisten Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Ulrike Meinhof, Horst Mahler, Peter Homann, Brigitte Asdonk und etwa ein Dutzend weitere Personen in den nahen Osten. Sie hielten sich unter anderem in einem Camp der Al-Fatah in Jordanien auf und erhielten dort eine militärische Ausbildung.
Zur Rolle von Said Dudin bei dieser Reise ist in einem Artikel im R-Archiv vom 23.10.2007 zu lesen[2]:
"Said Dudin behauptete, er habe keineswegs Terroristen der 1. RAF- Generation nach Jordanien geschleust – er sei zur fraglichen Zeit bereits im Libanon gewesen und habe dort auf den ehemaligen ARD- Journalisten – Franz Alt – gewartet, weil dieser seine Dienste als Dolmetscher in Anspruch nehmen wollte.
Mit dem gesamten RAF- Vorgang habe er lediglich deshalb etwas zu tun gehabt, weil ihn die Deutsche Botschaft wegen eines Rechtsanwaltes (Horst Mahler) anrief, der keine Einreiseerlaubnis erhalten habe.
Im privaten Gespräch – nach dem Prozess räumte er ein, dass er temporär auf der Fahndungsliste des BKA gestanden habe – es habe gegen ihn aber nie ein offizielles Ermittlungsverfahren gegeben und schon gar keine Anklage. (Was auch nach meinen Informationen richtig ist, weshalb ich mich aus diesem Komplex herausgehalten habe, da es verwunderlich wäre, wenn diese behauptete Hilfestellung stimmen würde - aber keine Anklage erfolgte.)
Die Behauptung von Wolfgang Kraushaar – er sei Doppeltagent gewesen – bestritt er - im Prozess."
Spiegel Online berichtete 2008 von einem Gheimdienst-Informanten "Chalid Dschihad". Radio Utopie berichtete dazu[3]:
"Laut dem "Spiegel"-Bericht informierte der Auslandsgeheimdienst BND das deutsche Kanzleramt 1980 über Informationen eines palästinensischen V-Manns, denen zufolge RAF-Mitglieder sich aus dem "bewaffneten Kampf" in Westdeutschland zurückzögen und in der DDR abtauchten. Der V-Mann mit dem heute genannten Namen "Chalid Dschihad" war demzufolge Mitglied der palästinensischen Miliz PFLP-SC und trainierte zusammen mit den deutschen RAF-Milizionären im gleichen Ausbildungslager."
[bearbeiten] CIA
CIA-Offizier Oswald LeWinter erklärte in einem Interview zu Gladio 1992, dass westliche Geheimdienste schon früh in den inneren Führungszirkel der RAF vorgedrungen sind, die RAF jedoch nicht zerstört haben, sondern sie für die Strategie der Spannung instrumentalisiert haben.[4]
[bearbeiten] Quellen
- ↑ Wikipedia: Peter Urbach
- ↑ R-Archiv am 23.10.2007: »Dudin vs. Külbel« Einstweilige Verfügung wurde bestätigt
- ↑ Daniel Neun bei Radio Utopie: Schmidt-Regierung hatte 1980 durch V-Mann Kenntnisse aus der RAF
- ↑ BBC 1992: Gladio. Part 3 - The Foot Soldiers (Die Fußsoldaten)