Mudschaheddin
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[bearbeiten] Wesen
Der Ausdruck Mudschaheddin ist von „Dschihad“ abgeleitet und bezeichnet allgemein Kampfgruppen, die sich um die Verbreitung oder Verteidigung des Islam bemühen. Bekannte Mudschaheddin sind unter anderem die Terroristen Osama Bin Laden und Ramzi Yousef.
[bearbeiten] Regionalspezifika
[bearbeiten] Paschtunen
Von 1979 bis 1989 wurden vom pakistanischen Geheimdienst ISI unter Verantwortung von General Akhtar Abdur Rahman Paschtunen als Mudschaheddin ausgebildet, die dann mit von den USA bereitgestellten und gemeinsam mit Saudi-Arabien finanzierten Waffen siegreich in Afghanistan gegen die rote Armee der Sowjetunion kämpften. Die radikalen Theorien des Islam wurden den Paschtunen mit Büchern nahegebracht, die von der University of Nebraska gedruckt und von der United States Agency for International Development (USAID) bezahlt wurden.
Nach dem Abzug der sowjetischen Truppen 1989 kam es zum Bürgerkrieg zwischen verschiedenen Mudschahidin-Gruppierungen. Aus den Auseinandersetzungen gingen die Taliban als Sieger hervor und konnten bis auf ein kleines vom Mudschahid Ahmad Schah Massoud, dem „Löwen von Pandschir“, gehaltenes Gebiet im Norden Afghanistans die Kontrolle über Afghanistan übernehmen. In der Folgezeit führte der damalige Chef des pakistanischen Geheimdienstes ISI, Hamid Gul, die von ihm besoldeten Mudschaheddin nach und nach den Taliban zu.
[bearbeiten] Bosnien
Im Bosnienkrieg kämpften ausländische Freiwillige, größtenteils ehemalige Afghanistankämpfer, als so genannte Mudschahedin ab 1992 auf Seiten der bosnisch-muslimischen Streitkräfte und verübten schwere Kriegsverbrechen an Kroaten und Serben.
[bearbeiten] Iran
Die Mitglieder der iranischen Modjahedin-e Khalq (PMOI, auch als MEK und MKO abgekürzt) nennen sich Volksmudschaheddin.
[bearbeiten] al-Qaida
Die Organisation al-Qaida ist ein Spin-Off der Mudschaheddin, die nach dem Rückzug der roten Armee aus Afghanistan entstand, wobei die Ideologen der al-Qaida das Feindbild der Sowjetunion durch das der USA und aller anderen Ungläubigen Besatzer als neues strategisches Feindbild ersetzten.
[bearbeiten] Bücher
Mohammed Yousaf 1991 (Referenziert über die Uni Halle: Silent Soldier: The Man behind the Afghan Jehad
[bearbeiten] Weblinks
Najum Mushtaq am 07.08.2006 bei Foreign Policy In Focus: Islamic Blowback Part Two?
Joe Stephens und David B. Ottaway am 23.03.2002 in der Washington Post: From U.S., the ABC's of Jihad