Michael Czupalla
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[bearbeiten] Person
Michael Czupalla ist ein Politiker der Partei CDU und Landrat von Delitzsch in Sachsen.
[bearbeiten] Bankwesen
Michael Czupalla ist Vorsitzender des Verbandsvorstandes des Ostdeutschen Sparkassenverbandes und Mitglied im Verwaltungsrat der Sachsen LB.
[bearbeiten] Aballwirtschaft
Michael Czupalla ist Vorsitzender des Aufsichtsrates der ENEBA Delitzsch GmbH (Entsorgungs-, Entwicklungs- und Baugesellschaft mbH Delitzsch), einer Art Holding, díe die Töchter KWD (Kreiswerke Delitzsch GmbH, eine Müllentsorgungsfirma), GKW (Gesellschaft für Kreisentwicklung & Wohnungsbau im Landkreis Delitzsch mbH) und ABU (Anlagenbau Umweltprojekt GmbH) besitz. Die ABU verschmolz mit der ehemaligen Tochter der ENEBA, der ECD (Energie - Centrum + Dienstleistungs GmbH). Die ABU wiederum gründete die Tochter CARBO light GmbH, über welche ursprünglich die Lieferungen des sogenannten Ersatzbrennstoffes CARBO light an die Endabnehmer erfolgen sollte.
Zum 01.01.2006 wurden die Anteile des privaten Gesellschafters IKW an die Firma RGM aus Wiesbaden verkauft. Geschäftführer ist Klaus Kögel, der Sohn des Firmenchefs von Kögel fahrzeugwerke GmbH ist.
In die Schlagzeilen gerieten die Kreiswerke Anfang 2007, als offenkundig wurde, dass Tschense offenbar einen Beratervertrag bei den Kreiswerken hat.
Insider berichten, dass die Kreiswerke weitere Beraterverträge mit z.T. hochrangigen Persönlichkeiten abgeschlossen hätten.
[bearbeiten] Korruptionsvorwürfe
Gegen Michael Czupalla wurden im Jahr 2003 schwere Korruptionsvorwürfe in Zusammenhang mit der Planung von Müllverbrenungsanlagen erhoben. Nach Angaben der Zeit vom 20.11.2003 bestreitet Michael Czupalla, von der Schweizer Firma Ecoling AG Geld erhalten zu haben.
[bearbeiten] Ermittlungsverlauf
Nachdem die Staatsanwaltschaft Leipzig die Ermittlungen zügig eingestellt hat, bezeichnete es die LVZ vom 11.04.2004 es bei der Wiederaufnahme der Ermittlungen durch die sächsische Antikorruptionseinheit INES beispielsweise als zu klärende Frage, ob den 330 000 Euro Jahreshonorar, die Haupts Firma IKW von den Kreiswerken bekam, adäquate Beratungsleistungen entgegenstanden und ob es bedenklich sei, dass Czupallas Lebensgefährtin und Haupts Frau ein gemeinsames Konto hätten.
Im Jahr 2007 wurden die Ermittlungen wegen Bestechlichkeit und Untreue jedoch, wie einer dürren Mitteilung vom 20.04.2007 zu entnehmen ist, wegen mangelndem Tatverdacht überraschend eingestellt.
[bearbeiten] Wahlkampffinanzierung
Klaus-Jürgen Haupt, Unternehmer aus der Müllentsorgungsbranche und Kompagnon des rechtskräftig verurteilten kriminellen Müllunternehmers Hellmut Trienekens, erklärte am 17.09.2003 in der LVZ, er habe Michael Czupalla in seinem Wahlkampf, selbstverständlich ohne Gegenleistungen, eine Plakataktion gesponsort.
[bearbeiten] Sächsischer Sumpf
Ende Juni 2007 forderte Michael Czupalla angesichts der Disziplinlosigkeit der SPD im sächsischen Sumpf das Ende der Koalition in Sachsen, sorgte damit für Panik in der CDU und wurde daraufhin vom sächsischen CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer zurechtgewiesen.
[bearbeiten] Weblinks
LVZ am 28.06.2007 (via Karl Nolle): CDU-General weist Czupalla zurecht
Mephisto 97.6 am 20.04.2007: Ermittlungen gegen Czupalla eingestellt
Kristian Teetz und Frank Pfütze am 11.01.2007 in der LVZ: Vereinbarung mit Tschense ausgesetzt
LVZ am 11.06.2004 (via Karl Nolle): Müll-Lawine holt Landrat ein
dpa am 11.06.2004 (via Karl Nolle): Anti-Korruptionseinheit INES ermittelt im Fall Czupalla
KStA am 06.04.2004 (via Bürgerverein Sauberes Delitzscher Land e.V.): Strippenzieher des Herrn Trienekens
Rechtsanwalt Lothar Hermes am 05.02.2004: Strafanzeige gegen Czupalla u.a. - 605 Js 86712/03
Delitzsch-online am 21.11.2003: Korruptionsvorwürfe gegen Landrat Czupalla
Die Zeit am 20.11.2003: Der Beifang
Associated Press 08.11.2003: Dresdner Rechtsanwalt erstattet Strafanzeige wegen Untreue (pdf)
Klaus-Jürgen Haupt im Interview mit Ulrich Milde am 17.09.2003 in der LVZ: "Kreiswerke sind überhaupt nicht betroffen"