Martin Lindner
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[bearbeiten] Person
Martin Lindner, geboren am 22.03.1964 in Grünwald, ist ein Politiker der deutschen Putschistenpartei[1] FDP. Martin Lindner ist seit 2002 Vorsitzender der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin und wird dank Platz 1 auf der Berliner Landesliste der FDP nach der Bundestagswahl 2009 Mitglied des Bundestages werden.
[bearbeiten] Familie
Martin Lindner ist nach seiner Scheidung im Sommer 2007 in zweiter Ehe verheiratet mit Caroline Lindner-Endres, die ehedem als Caroline Gräfin Kerssenbrock bekannt war. Er hat zwei Kinder aus der ersten Ehe und eine Tochter aus der zweiten Ehe.[2] [3]
[bearbeiten] Karriere
Nach dem Abitur machte Martin Lindner zunächst Kriegsdeinst und anschließend eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Danach absolvierte er ein Studium der Rechtswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München, welches er 1993 mit dem ersten juristischen Staatsexamen beendete. Nach Ableistung des Referendariats bestand er 1995 auch die Große juristische Staatsprüfung. Seit 1996 ist er als selbständiger Rechtsanwalt in Berlin tätig. 1999 erfolgte seine Promotion an der Universität der Bundeswehr München mit der Arbeit „Rechtsverhältnisse wehrdienstleistender Reservisten in der Europäischen Union".
[bearbeiten] Partei
Seit 1998 ist er Mitglied der FDP. Seit 2005 gehört er dem FDP-Bundesvorstand an. Er ist stellvertretender Sprecher der Konferenz der Vorsitzenden der FDP-Fraktionen in den Landtagen, dem Deutschen Bundestag und dem Europaparlament, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Medienkommission und Vorsitzender der AG Medien der FDP-Fraktionsvorsitzendenkonferenz.
Auf dem Landesparteitag der Berliner FDP wurde Lindner am 25. März 2006 als Spitzenkandidat der FDP für die Abgeordnetenhauswahl im September 2006 nominiert, bei welcher die FDP sich mit 7,6 % der Stimmen behaupten konnte.
Im November 2007 gab Lindner öffentlich bekannt, auf dem Landesparteitag der FDP Berlin im April 2008 gegen den Amtsinhaber Markus Löning als Landesvorsitzender kandidieren zu wollen.[4] Im März 2008 präsentierte er neben einer Liste mit teilweise prominenten Unterstützern[5] eine Streitschrift,[6] in der er die bestehende Parteiarbeit und den Landesvorsitzenden hart attackierte.[7] Auf dem Landesparteitag der FDP Berlin am 11. April 2008 unterliegt Lindner mit 163 Stimmen, Löning siegt mit 180 Stimmen.[8]
Am 28.März 2009 gewann dagegen Martin Linder die Spitzenkandidatur der Berliner FDP für den Bundestag gegen den Landesvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Markus Löning mit 214 zu 133 Stimmen.[9]
[bearbeiten] Abgeordneter
Seit 2001 ist Lindner Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin. Hier war er von November 2001 bis Februar 2002 stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion. Seit Februar 2002 ist er Vorsitzender der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus. Er ist außerdem deren medienpolitischer Sprecher.
Seit April 2008 ist Lindner stellvertretendes Mitglied der Kommission von Bundestag und Bundesrat zur Modernisierung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen („Föderalismuskommission II).
[bearbeiten] Leistungen
[bearbeiten] Kirche für Kirchensteuerzahler
Im Dezember 2008 erreichte Lindner bundesweite Medienpräsenz im Zusammenhang mit der Forderung des Baden-Württembergischen CDU-Politikers Thomas Volk, ein „Sitzrecht“ für Kirchensteuerzahler in Weihnachtsgottesdiensten zu gewähren. Der Vorschlag wurde auch von kirchlicher Seite kritisiert, da er dem Wesen des Weihnachtsfestes widerspricht.[10]. Er wurde kommentiert als kuriose Idee der „Hinterbänkler [die] ein bisschen Rampenlicht genießen“ wollen.[11] Martin Lindner hingegen hatte gefordert, Gemeindemitgliedern z.B. über Platzkarten vorrangiges Platzrecht einzuräumen. [3]
[bearbeiten] Hartz IV Kürzungen und Zwangsarbeit
Neben dem von der CDU geforderten Zwangsarbeitsdienst für Hartz IV-Empfänger fordert Martin Lindner die Kürzung der Regelleistung auf 250 Euro[12].
[bearbeiten] Ablehnung von psychiatrischer Hilfe für Bundeswehrsoldaten
Im April 2010 während einer Rede von Gregor Gysi, welcher mehr Fachärzte für Psychiatrie forderte, kommentierte Lindner mit einem Zwischenruf, Herr Gysi benötige ebenfalls einen. [4]
[bearbeiten] Quellen
- ↑ Duckhome am 03.07.2009: Honduras - Die FDP zeigt ihr wahres Gesicht
- ↑ Berliner Kurier vom 13. April 2008[1]
- ↑ [2]
- ↑ Berliner Morgenpost, Lindner will als FDP-Chef antreten - Machtkampf mit Amtsinhaber Löning, 20. November 2007
- ↑ www.martin-lindner.info, Flagge zeigen für Martin Lindner, 15. März 2008
- ↑ www.martin-lindner.info, Wir können mehr!, 15. März 2008
- ↑ Berliner Morgenpost, Lindner zeigt Flagge: FDP braucht Profil, 15. März 2008
- ↑ Berliner Zeitung, Löning bleibt FDP-Landesvorsitzender, 12. April 2008
- ↑ Berliner Morgenpost, Martin_Lindner_gewinnt_Machtkampf_in_der_FDP, 29. März 2009
- ↑ WDR Aktuell: Eintrittskarte für den Kirchenbesuch an Heilig Abend?
- ↑ Spiegel Online: Politiker wollen Christmesse nur für Kirchenmitglieder
- ↑ Gegen Hartz am 03.07.2009: FDP fordert extreme Hartz IV Kürzungen
Dieser Artikel basiert auf Wikipedia Martin Lindner und steht insoweit unter GNU-FDL.