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Lee Harvey Oswald

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Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Person

Lee Harvey Oswald, geboren am 18.10.1939 in New Orleans, ermordet am 24.11.1963 in Dallas, war ein US-amerikanischer Agent. Die offizielle westliche Geschichtsschreibung schiebt Lee Harvey Oswald den Mord an US-Präsident John F. Kennedy in die Schuhe.

[bearbeiten] Ausbildung

Lee Harvey Oswald absolvierte im US Marine Corps eine Ausbildung als Elitesoldat und trat der Civil Air Patrol in New Orleans bei, die von dem Piloten und späteren Privatdetektiv David Ferrie geleitet wurde, der in diesen Jahren an von der CIA gedeckten Geheimoperationen gegen Kuba beteiligt gewesen war.

[bearbeiten] "Kommunist"

Während seiner Zeit als Elitesoldat der USA mutierte Lee Harvey Oswald öffentlich zum Kommunisten. Trotz der damals in den USA üblichen Kommunistenhatz hat keiner seiner Vorgesetzten irgendwelche Maßnahmen gegen ihn ergriffen. Lee Harvey Oswald konnte nach Ableistung seines Militärdienstes seelenruhig in die UdSSR emigrieren und bekam auch bei seiner Wiedereinreise in die USA keinerlei Probleme. Nach seiner Rückkehr in die USA arbeitete er für die Firma Jagger-Stovall-Chiles, die unter anderem militärische Landkarten für die United States Army, das Pentagon und andere Behörden herstellte. 1963 stellte sich Lee Harvey Oswald dann in den USA öffentlich als Kommunist dar, in dem er sich als Sekretär einer nicht-existenten Organisation Fair Play for Cuba Committee bezeichntete und entsprechende pro-kubanische Flugblätter verteilte.

[bearbeiten] Aufbau zum Sündenbock

US-Politik.ch stellt den Aufbau von Lee Harvey Oswald zum Sündenbock wie folgt dar[1]:

An einer Party im Februar stellte George DeMohrenschildt seinen Freund Lee Harvey Oswald dem Faschisten Volkmar Schmidt vor, wonach dieser unbedingt wollte, dass Oswald auch Michael Paine kennenlernt. Schmidt führte mit Wilhelm Kuetemeyer Versuche an Psychiatriepatienten durch, war am Plot "20. Juli" dabei und arbeitet nach seiner Flucht in die USA bei Ölfirma Magnolia. DeMohrenschildt schenkte Oswald Hitlers "Mein Kampf", das dieser angeblich während seiner Marinezeit bereits gelesen hatte. An der Party waren noch andere Magnolia-Mitarbeiter mit Kontakten zur CIA anwesend. Oswald machte Bekanntschaft mit Everett Glover, dem Sohn des Direktors von Radio Free Europe, und mit dem Admiral der Naval Intelligence H. E. Bruton.

Am 12. März bestellte Oswald als A. J. Hidell bei Klein's Sporting Goods Company in Chicago das Mannlicher-Carcano Gewehr und wurde daraufhin damit und dem 38-Smith & Wesson Revolver von George Rose and Company auf Schiessplätzen gesehen. Gerry Hemming besass ebenfalls zwei Mannlicher-Carcano Gewehre, die er 1962 einem Saul Sagué gab, von dem Hugh C. McDonald behauptet, er sei einer der Mörder Kennedys. Ein Mario Tauler Sague war im Sommer 1960 zusammen mit Armando Cubria Ramos an einem CIA-Attentatsversuch gegen Castro beteiligt. CIA-Agent Robert D. Morrow, der mit Gerry Hemming und Mario Kohly zusammenarbeitet, behauptet, er hätte David Ferrie vor dem Kennedy-Attentat zwei Mannlicher Gewehre verkauft.

Marina Oswald schrieb der russischen Botschaft am 27.2.63, dass sie in die Sowjetunion zurückkehren möchte, ohne ihren Mann. Oswald schlägt seine Frau, weil sie mit anderen Männern schläft. Sie zieht am 24.4.63 mit dem Kind zu Michaels Frau Ruth Paine, die eine aktive "Betreuungsaufgabe" übernimmt. Ruth Paines Vater, William Avery Hyde, ist ein Geschäftspartner von DeMohrenschildt und an Kommunisteninfiltrationen beteiligt. Er arbeitet hauptsächlich für eine Versicherungsgesellschaft und die CIA dominierte Agency for International Development. Ruth Paine ist eine Quäkerin und beim Friends World Committee beteiligt, das Austauschstudenten, von denen etwa 25% CIA-Agenten sind, in die UdSSR schickt. Ihre Schwester Sylvia Ludlow Hyde Hoke arbeitet seit 1954 für die CIA und später ebenfalls für die AID. Sie ist befreundet mit Talbot Bielefeldt, Chef der UdSSR-Dokumentationsabteilung der CIA. Ruths Schwager John Lindsey Hoke war in Zusammenhang mit der International Cooperation Administration, der Vorläuferorganisation der AID, bei der er später ebenfalls arbeitet, im Geheimdienstbereich für die US-Botschaft in Panama tätig.

Ruths Ehemann, Michael Ralph Paine, von dem sie getrennt lebt, aber in häufigem Kontakt steht, arbeitet in der Carswell Air Force Base in Fort Worth in der Bewaffnungs- und Elektronikabteilung, die Unterhaltsarbeiten für B-52-Atombomber ausführen. Paines Militärgeheimdienstname lautet auf Charles Melvin Coffey. Seine Familie hat Beziehungen zur United Fruit, zu Rockefeller und zur Gibraltar Steamship, die der CIA Schiffe für die Schweinebuchtoperation offerierte. Paine ist ein Cousin des United Fruit-Direktors Alexander Cochrane Forbes und des United Fruit-Präsidenten Thomas Dudley Cabot.

Vater George Lyman Paine heiratete nach seiner Scheidung die Trotzkistin Frances Drake, wodurch er enge Kontakte zu dieser Szene bekommt und vermutlich als CIA-Informant arbeitet. George Paine war mit der Liebhaberin von Allen Dulles, Mary Bancroft, befreundet. Ruth Forbes war zuvor mit Arthur Young, der mit Dulles in Korrespondenz steht, verheiratet. Young war einer der Mitbegründer der Bell Helicopter, wo der Nazi Walter R. Dornberger Vizepräsident ist. Dornberger war für die Einsätze der V2-Raketen auf London verantwortlich und hätte wegen Massenmord in Nürnberg hängen sollen. 1950 wurde er entgegen den Protesten und Warnungen der Engländer von der Joint Intelligence Objectives Agency in die USA gebracht. Michael Paine arbeitete ebenfalls sieben Jahre für Bell Aircraft.

George DeMohrenschildt zügelt nach einer Überprüfung der Domestic Operations Division der CIA im April und Mai nach Haiti. Die CIA schickt Oswald nach New Orleans, wo er Guy Banister unterstellt sein wird. Am 6.4.63 gibt Oswald seine Stelle in Dallas auf und zieht zu Lilian und Charles Murret. Offiziell verliert er seine Stelle bei Jaggars, Chiles & Stovall am 5.4.63, weil er russische Zeitungen las. Obwohl er laut Warren-Bericht erst Ende April nach New Orleans kommt, wurde er dort schon im März im Gefängnis von einem Beamten der Einwanderungsbehörde interviewt. Marina Oswald kommt mit dem Kind ebenfalls nach New Orleans, als er am 9.5. eine Wohung mietet.

Charles Murret arbeitet als Buchmacher im Glückspielgeschäft der Marcellos unter Sam Saia. Oswalds Mutter Marguerite war jahrelang mit Sam Termine, dem Chauffeur und Leibwächter Marcellos, mit Raoul Sere und mit Clem Sehrt, Anwalt und Geschäftsfreund von Marcello, befreundet. Oswald arbeitete auch als Laufbursche und Kassierer für seinen Onkel.

FBI-Informant Gene Sumner beobachtet während eines Essens im Town & Country-Restaurant, wie Marcello-Mitarbeiter und Restaurantmanager Joseph Poretto Oswald ein Bündel Geldscheine zusteckt. Eugene DeLaparra, Angehöriger des Marine Corps und ebenfalls FBI-Informant, der halbtags in der "Tregles Bar" vom Lounnor Restaurant arbeitet, hört eine Unterhaltung zwischen Marcellos Geschäftsfreund Bernard Tregle, Norman Le Blanc und David Ferrie, in der es um das Gewehr für die Ermordung Kennedys geht.

Um 21 Uhr des 10.4.63 schiesst Gerry Hemming mit "Oswalds" Mannlicher-Carcano auf General Edwin Walker, der an seinem Schreibtisch arbeitet. Hemming schiesst absichtlich daneben und Walker bleibt unverletzt. Zur Vorbereitung des vermeintlichen Attentats photographierte Lee Harvey Oswald Walkers Haus, und dessen Adresse und Telephonnummer stehen in Oswalds Adressbuch. Mit diesem vermeintlichen Mordversuch eines konservativen Exponenten wird die Legende von Oswalds Gewalttätigkeit aufgebaut. Zudem macht Hemming, für dessen INTERPEN Walker Geld auftreibt, den rechtsextremen General zu einem Märtyrer. DeMohrenschildt ‚bestätigt' nach dem Kennedymord, dass Oswald ihm das Gewehr gezeigt habe, mit dem er auf Walker geschossen habe, und auch Michel und Ruth Paine tragen mit ihren Zeugenaussagen, Oswald habe Walker mit Hitler verglichen und ihn deshalb beseitigen wollen, zur "Beweisführung" des kommunistischen Gewalttäters bei.

Walker befehligte in Deutschland die 24. Division der U.S.Army und benutzte seine Stellung, um seinen Soldaten faschistische Proagandaliteratur zu verteilen. Angewiesen, dies sofort zu stoppen, quittierte er seinen Dienst und kam 1961 in die USA zurück, um politisch tätig zu werden. Walker wurde einer der Sprecher der ultrarechten John-Birch Society, kandidierte 1962 für das Amt des Gouverneurs von Texas gegen John Connally und begab sich im Februar 1962 zusammen mit dem rechtsextremen Prediger Billy James Hargis auf eine nationale Propagandatournee. Nach der Schweinebuchtmisere stellte die CIA Walker ein, um die Exilkubaner wieder zu bewaffnen und zu trainieren. Walker wurde am 1.10.62 verhaftet, weil er einen Aufstand an der Mississippi-Universität angeführt hatte, um die Immatrikulation des Afroamerikaners James Meredith zu verhindern. Kennedy schickte 3000 Soldaten zur Niederschlagung des Aufstandes, und Walker wurde auf Initiave von Robert Kennedy von Psychiatern untersucht, als paranoid dignostiziert und in eine geschlossene Abteilung verfrachtet. Robert Morris und Dr. Stubblefield vom Parkland Hospital gelang es schliesslich, Walker wieder frei zu bekommen.

Walkers rechte Hand Robert Allan Surrey ist befreundet mit FBI-Agent James P. Hosty, der Oswald im Herbst beschattet/betreut. Surrey liefert zusätzliche Informationen über das angebliche Attentat Oswalds aud den General und produziert die "Kennedy - Wanted for Treason"-Flugblätter, die entlang der Parade am 22.11.63 von Mitgliedern der JBS verteilt werden. Der Bruder von Walkers Fahrer, Larrie Schmidt, schreibt mit Bernard Weissman das schwarzumrandete "Todes"-Inserat, das am 22.11.63 in der Dallas Morning News erscheint.

Walker kennt Jack Ruby und ist mit Warren Reynolds befreundet, der den Mörder Tippits verfolgt. Augenzeuge Reynolds ist zuerst unfähig, Oswald als den Mörder zu identifizieren, kann es aber, nachdem ihm in den Kopf geschossen wird, was er überlebt, und nachdem er sich mit Walker getroffen hat. Am 23.11.63 ruft Walker den Herausgeber Gerhard Frey der faschistischen Deutsche National Zeitung an und beschuldigt Oswald, er habe auf ihn geschossen. Frey ist Mitglied der Neonazi-Organisationen Witiko Liga, deren Präsident Walter Becher 1950 in den USA ein Büro eröffnete, über das Kontakte zu Joe McCarthy, Charles Willoughby, Edwin Walker, Robert Morris, Douglas MacArthur und FBI-Agent Dan Smooth laufen. Marina Oswald bestätigt Walkers Geschichte und beschuldigt ihren Mann im Januar 1964 auch, dass er auch Richard Nixon habe umbringen wollen. Sie habe es verhindert, da sie die Badezimmertüre abgeschlossen und ihn drei Stunden eingesperrt habe. Weder die Warren-Kommission noch das FBI können mit dieser Geschichte etwas anfangen. Die Geschichte, die vermutlich von Isaac Don Levine kommt, zielt ebenfalls darauf ab, Oswald als Killer von Politikern des rechten Lagers zu profilieren. Nixon hätte laut Maurice Carlson, dem Präsidenten der Reliance Life and Accident Insurance Company, Ende April angeblich am Southeast Dallas Chamber of Commerce sein sollen. Don Levine ist an der CIA-Aktion zur Expatriierung der Töchter von Alexander Ziger, Oswalds Boss in der Radiofabrik in Minsk, nach Argentinien beteiligt.

Oswald arbeitet vom 9.5. bis 19.7.63 in der Nähe von Banisters Büro im Kaffee-en-gros-Geschäft William B. Reilly Company als Kellerwart. William Reilly finanziert das Crusade to Free Cuba Committee von Arcacha und das Information Council of the Americas von Alton Ochsner und Edward Scannel Butler. Gleichzeitig mit Oswald beginnt dort auch der ehemalige FBI-Agent William I. Monaghan, der vorher bei Standard Fruit gearbeitet hat und Mitglied des INCA ist. Das INCA spielt eine wichtige Rolle bei der Verleumdung Oswalds als "kommunistischem Propagandisten". Carlos Bringuier, ebenfalls ein Mitglied der INCA, propagiert die "Kommunistenzugehörigkeit" Oswalds über das Directorio Revolucionario Estudiantil. Butler veröffentlicht zu Beginn der Garrison-Untersuchung die "kommunistischen" Vernetzungen Oswalds. Monaghan verlässt die Firma ebenfalls, als Oswald gefeuert wird

Daneben ist Oswald für William Guy Banister aktiv. Oswald ist laut Banisters Sekretärin und Liebhaberin Delphine Points Roberts ein Undercoveragent Banisters. Roberts ist wie ihre Ehemänner in rechtesextremen Kreisen aktiv. Oswald arbeitet einerseits als Kommunist getarnter Spitzel/Provokateur für die CIA unter Banister, wofür er $200 pro Monat erhält, und andererseits FBI-Informant. Seine FBI-Informantennummer lautet S-172 oder S-179. FBI-Agent Warren DeBrueys, der Sergio Arcacha Smith kennt, geht davon aus, dass Oswald ein Undercoveragent für das Cuban Revolutionary Council ist. Im Juli 1963 versucht sich Oswald in ein Trainingslager der Exilkubaner in Lacombe nördlich von New Orleans einzuschmuggeln. Das Trainingslager befindet sich auf einem Grundstück von Mike McLaney, einem ehemaligen Casinobesitzer aus Havanna mit Verbindungen zu Santos Trafficante und Meyer Lansky.

Sieben FBI-Beamte sind in den eineinhalb Jahren bis zu seinem Tod in Kontakt mit Oswald. William Torbitt schliesst daraus, dass Hoover über die FBI-Division Five und die Defense Industrial Security Command hinter der Manipulation Oswalds stecke. Oswald erledigt aber nicht nur Aufträge des FBI, sondern auch der bundesstaatlichen Social Security, des Secret Service und der Alcohol, Tobacco, and Firearms-Einheit der U.S.Treasury, weshalb er bei einem Privatdetektivbüro angestellt ist und nicht beim FBI. Im Auftrag der AFT bestellte Oswald als "A. J. Hidell" am 27.1.63 den Smith & Wesson-Revolver bei George Rose and Company, mit der Hemming geschäftet. Bis heute haben sich die Behörden geweigert, Oswalds Steuerunterlagen zu veröffentlichen, die die genauen Auftragsverhältnisse klarstellen würden.

Banister war Polizist und arbeitete ab 1934 bei der Untersuchungsabteilung des Justizministeriums. Als SAC des FBI in Chicago war er an der legendären Schiesserei beteiligt, in der Amerikas Staatsfeind Nummer Eins, John Dillinger, getötet wurde. Einer seiner Mitarbeiter war Robert Maheu, der das FBI in den 50er Jahren verliess. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete Banister auch für das ONI, zu dem er über Anwalt und ONI-Reserveoffizier Guy Johnson weiterhin Kontakt. Aufgrund des lausigen Handlings eines Mordfalles in Minnesota wurde Banister vom FBI gefeuert, worauf er nach Louisiana zurückkehrte, für Gatlin arbeitete und zu trinken begann.

Maurice Gatlin war Chefankläger beim Steueramt von Louisiana und arbeitete für Huey Long an Verleumdungskampagnen gegen Kritiker des Senators. Gatlin stand in Kontakt mit den Kommandanten der Militärakademie Guatemalas, Roberto Barrios Pena und Carlos Castillo Armas, und belieferte die CIA 1954 mit Informationen für den Putsch gegen Arbenz. Zudem war er ein Lobbyist des dominikanischen Diktators Trujillo. Gatlin stellte Spitzel ein, um Kommunistenorganisationen zu infiltrieren und gründete 1954 das Anti-Communist Committee of the Americas, Caribbean Division, das zur Inter-American Confederation for the Defense of the Continent gehört. Vizepräsident dieser Organisation wird der ehemalige Polizei- und Militärgeheimdienstchef Batistas, Salvador Diaz Verson, der ebenfalls Präsident der Anti-Communist League of Cuba ist. Guy Banister, der das Naziblatt Thunderbolt abonniert und den Führer der Nazipartei George Lincoln Rockwell kennt, gehört ebenfalls dieser Organisation an. Rockwells Name steht auch in Oswalds Adressbuch. Ein anderer Verbündeter von Banister ist der korrupte Bürgermeister von New Orleans DeLesseps Story Morrison, der zusammen mit dem Warren-Kommissionsmitglied Hale Boggs eine Anwaltkanzlei führte. Nach vier Amtszeiten wurde er im Juli 1963 zum Botschafter der Organization of the American States ernannt. Er trat 1962 wegen Korruptionsvorwürfen zurück und wird Gouverneur von Louisiana.

Banister war Untersuchungsbeamter im Louisiana's Committee on Un-American Activities und wurde stellvertretender Polizeichef, aber 1957 entlassen, weil er einen Kellner mit der Pistole schlug. Daraufhin gründete Banister sein eigenes Privatdetektivbüro, trat der John Birch Society und der ultrarechten, paramilitärischen Untergrundorganisation der Minutemen bei. Zudem gibt er den rassistischen Louisiana Intelligence Digest heraus. 1960 wollte ihn Bürgermeister Richard Daley als Polizeichef nach Chicago berufen, was verhindert wurde, weil die CIA im August begann, Banisters Detektivbüro als Cover für verdeckte Operationen zu benutzen. Für oder mit Banister arbeiten Joseph Oster, Grady Durham, John Sullivan, Edward Stuart Suggs (=Jack Martin), Major Stewart, David Ferrie, George Singleton, Alvin Cobb, Joseph Newbrough und Thomas Edward Beckham. Über FBI-Agent Regis Kennedy, der oft in Banisters Büro auftaucht, laufen Kontakte zu Marcello. Spätestens ab Ende 1962 steht Banister auf der Gehaltsliste von Carlos Marcello.

Am 6.1.61 gründete Banister die Friends of Democratic Cuba, die die Cuban Revolutionary Front von Sergio Arcacha Smith unterstützen soll. Dabei arbeitet Banister mit E. Howard Hunt und Frank Sturgis zusammen. Banisters Büro ist die Operationsbasis für die CIA-Operation MUNGO, bei der Exilkubaner in Trainingslagern für die Eroberung Kubas vorbereitet werden. Neben seinem Detektivbüro an der 531 Lafayette Street/544 Camp Street befand sich bis 1962 das CRC von Arcacha, wo oft Waffen und Sprengstoff für die Arcachas Kampftruppen gelagert wurden. Arcacha musste New Orleans 1962 wegen seine Betrügereien verlassen und ging nach Dallas. Diese Adresse ist die Drehscheibe der exilkubanischen Aktivitäten und befindet sich in unmittelbarer Nähe der lokalen FBI- und CIA-Büros. Auch für die Schweinebuchtinvasion lagerte Banister Waffen in seinem Büro. Banisters Waffendepot in Houma, Louisiana, gehört der Schlumberger Corporation, die auch rechtsextreme Terroristen in Algerien beliefert. Aus diesem Waffendepot organisieren Banister, Ferrie, Andrew Blackman, Sergio Arcacha Smith, Gordon Novel und Layton Martens einen Scheindiebstahl, wonach sie behaupten, das Justizministerium und damit Robert Kennedy stehe hinter dem Diebstahl. Laut Novels Frau ist Gordon einer der Doppelgänger Oswalds, der wie Seymour belastende Spuren legt.

Zusammen mit William Wayne Dalzell gründete Banister Ende 1961 das Radio Free Cuba. Banister wurde Ende der 50er Jahre der Kopf der Anti-Communism League of the Caribbean in New Orleans. Die ACLC wurde ursprünglich von der CIA aufgebaut mit dem Ziel, Arbenz in Guatemala zu stürzen und gehört zur World Anti-Communist League. Bei einer Reise nach Europa trifft sich Banister auch mit französischen Terroristen. Über die Permindex von Clay Shaw spendet die ACLC der Organisation de l'Armée Secrète $200'000 für die Ermordung Charles de Gaulles. Als Folge des missglückten Attentats wird die schweizerische Niederlassung der Permindex geschlossen und das mit der Permindex verhängte Centro Mondiale Comerciale muss seinen Sitz von Rom nach Johannesburg verlegen. De Gaulle ist überzeugt, dass auch NATO-Kreise hinter den Attentatsversuchen stecken, da General Maurice Challe Kontakte zum Pentagon und zur DIA hat.

An den angeblich kommunismusgefährdeten Tulane- und Louisiana State-Universtäten baute Banister ein Netz von Informanten auf, deren Berichte von Jerry Milton Brooks regelmässig ins FBI-Büro von New Orleans gebracht werden, wo man sie ins Archiv integriert. An der Tulane-Universität ist auch H. Warner Kloepfer, der mit seiner Frau Ruth in Oswalds Adressbuch steht. Oswald soll an einer Party an der Tulane-Universtät bei Robert Hoffman gewesen sein. Banister ist zusammen mit seinen Mitarbeitern auch an COINTELPRO-Aktionen des FBI beteiligt.

Guy Banister baut Oswald gezielt als Sündenbock auf und plant mit David Ferrie Oswalds Aktivitäten, die Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erregen sollen: Oswald gibt sich bei seinen Aufträgen als fanatischen Kommunisten, Waffennarr und Einzelgänger aus. Er bewirbt sich am 26.5.63 bei Direktor Ted Lee am Hauptsitz des Fair Play for Cuba Committee in New York, um eine Zweigstelle in New Orleans zu gründen, deren einziges Mitglied er selbst bleibt. Ab dem 28.5.63 führt Oswald eine intensive Korrespondenz mit Lee, der offenbar ebenfalls Mitglied der Progressive Labor Movement ist und von der CIA und dem FBI intensiv überwacht wird. Die CIA-Operation gegen das FPCC unterstehen James McCord und David Atlee Phillips, der eng mit E. Howard Hunt zusammenarbeitet und laut James Files Oswalds Kontrollagent ist. Auf Wunsch der CIA bricht das FBI unter Leitung von SAC John Malone im April und im Oktober 1963 im Hauptquartier des FPCC und im Mai ins Büro des PLM ein, wobei auch Oswalds Korrespondenz fotografiert wird. Nachdem Hoover am 7.12.63 die Morduntersuchung bereits abschliessen will, veröffentlicht die Presse 6 Briefkopien Oswalds, die Ted Lee nach dem Attentat dem FBI übergab. In der New Yorker Ausgabe des Journal-American schreibt Guy Richards, ein Freund von John Malone, das Attentat könnte eine vom FPCC gesteuerte Verschwörung sein. Lee wird vom Senatsausschuss von Julien Sourwine, der von Trujillo, Somoza und Pawley unterstützt wird, und Senator James Eastland, der zusammen mit Pawley 1963 eine Kubainvasion plant, in Hearings in die Mangel genommen. Der CIA-Verbündete William Pawley ist der Botschafterin Claire Booth Luce befreundet, die seine Kubaaktionen unterstützt, an einer auch Oswald 1962 einmal mit Justin McCarthy beteiligt war.

Oswald druckt "Hands Off Cuba"-Pamphlete und Mitgliedskarten des "N.O.F.P.C.C." Unter den Namen Osborne und Hidell verteilt Oswald Mitte Juni Flugblätter mit politischer Agitation für Castro. Banister bekommt einen Wutanfall, als er entdeckt, dass Oswald die Adresse 544 Camp Street als Sitz des FPCC auf die Flugblätter gedruckt hat. Einige der Zeugen, die Oswald in New Orleans beobachten, beschreiben ihn als sauber und geplegt, andere als fluchenden und dreckigen Säufer, was bedeutet, das ein Doppelgänger auftritt. Banister stellt andere junge Männer wie die beiden Ex-Marines Allen und Daniel Campbell ein, die Pro-Kuba-Studentengruppen infiltrieren.

Als Oswald bei Reilly gefeuert wird, freut er sich, weil er erwartet, bald bei der NASA im neu eröffneten Space Center in Michoud bei New Orleans zu arbeiten. Tatsächlich wechseln 5 seiner Arbeitskollegen der Kaffeefirma kurz danach zur NASA. Einer davon ist Dante Marachini, der am selben Tag wie Oswald dort zu arbeiten begann und ein Freund von Davis Ferrie ist. Zur selben Zeit beginnen 2 weitere Freunde Ferries bei der NASA zu arbeiten: James Lewallen und, unter seinem Militärpseudonym Charles Melvin Coffey, Michael Paine.

[bearbeiten] Patsy

Nachdem Lee Harvey Oswald verhaftet wurde und ihm erklärt wurde, er würde wegen Mordes an John F. Kennedy angeklagt, rief Lee Harvey Oswald, er sei nur ein Patsy - also Sündenbock. Bevor Lee Harvey Oswald genauer erläutern konnte, was er damit meinte, wurde er von Jack Ruby erschossen.

[bearbeiten] Cover up

Alle John F. Kennedy nachfolgenden US-Regierungen bemühten sich mit viel Aufwand darum, nachzuweisen, dass Lee Harvey Oswald ein Einzeltäter war. Nachdem der CIA-Agent E. Howard Hunt kurz vor seinem Tod 2007 den Mord an John F. Kennedy gestanden hat[2], hat Wilfried Huismann einen Film gemacht, der entgegen dem Geständnis der Mörder mithilfe früher zur Ablenkung gelegter falscher Spuren versucht hat, sein Publikum glauben zu machen, dass Lee Harvey Oswald John F. Kennedy umbrachte, und dies im Auftrag von Fidel Castro tat[3].

[bearbeiten] Quellen

  1. Mafia, Geheimdienste und Politik der USA - Teil 7: Oswald
  2. Erik Hedegaard am 05.04.2007 im RollingStone: The Last Confessions of E. Howard Hunt
  3. Harald Neuber am 06.01.2006 bei Telepolis: Rendezvous mit der Quote

[bearbeiten] Weblinks

Spartacus Educational: Biographie of Lee Harvey Oswald (engl.)

Wikipedia: Lee Harvey Oswald

Mafia, Geheimdienste und Politik der USA

Von „http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Lee_Harvey_Oswald

Diese Seite wurde bisher 1.022-mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt am 26. August 2008 um 10:27 Uhr geändert.


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