Kristina Köhler
im Parteibuch Lexikon, dem parteiischen Wiki mit wertenden Informationen in deutlicher Sprache
Inhaltsverzeichnis |
[bearbeiten] Person
Kristina Köhler, geboren am 03.08.1977 in Wiesbaden, ist eine deutsche Politikerin (CDU). Am 30. November 2009 soll sie zur Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ernannt werden.
[bearbeiten] Leben und Beruf
Nach dem Abitur 1997 an der Diltheyschule in Wiesbaden studierte Kristina Köhler Soziologie, Mittlere und Neue Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. 2002 schloss sie ihr Studium als Diplom-Soziologin ab. Während ihres Studiums war sie von 1997 bis 2002 als Mitarbeiterin bei der hessischen CDU-Landtagsabgeordneten Birgit Zeimetz-Lorz und von 1998 bis 2002 als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Soziologie der Universität Mainz tätig. Parallel zur Abgeordnetentätigkeit im Bundestag ab 2002 hat sie bis zum April 2009 am Institut für Politikwissenschaft promoviert. Ihre Dissertation schrieb sie bei Jürgen Falter über das Thema „Gerechtigkeit als Gleichheit?: eine empirische Analyse der objektiven und subjektiven Responsivität von Bundestagsabgeordneten im Hinblick auf egalitäre Wertvorstellungen“. [1]
Köhler gehört der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche an. Sie ist ledig und kinderlos.
[bearbeiten] Partei
Kristina Köhler trat als Schülerin 1991 in die Junge Union (JU) und 1994 auch in die CDU ein. Sie gehört seit 1992 dem JU-Kreisvorstand in Wiesbaden an und war von 1997 bis 2003 JU-Kreisvorsitzende. Sie gehört seit 1995 dem CDU-Bezirksvorstand Westhessen und seit 2002 dem CDU-Landesvorstand in Hessen an.
[bearbeiten] Abgeordnete
Von 2000 bis 2001 gehörte Kristina Köhler der Stadtverordnetenversammlung von Wiesbaden an.
Seit 2002 ist sie Mitglied des Deutschen Bundestages. Dort ist sie ordentliches Mitglied im Innenausschuss und Berichterstatterin der CDU/CSU-Fraktion für Islam, Integration und Extremismus. Ab November 2008 war sie Obfrau der CDU/CSU-Fraktion in dem 2006 eingesetzten und im Juni 2009 beendeten BND-Untersuchungsausschuss.
Kristina Köhler ist 2002 und 2005 über die Landesliste Hessen in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2009 gewann sie den Wahlkreis Wiesbaden mit 40,8 % gegen Heidemarie Wieczorek-Zeul (32,6 %). Sie ist in der 17. Wahlperiode Mitglied des Bundestags-Innenausschusses.
[bearbeiten] Positionen
Kristina Köhler gilt unter Neonazis als „liberal“ und wirkte an der Grundsatzprogrammkommission für eine Umgestaltung der CDU-Familienpolitik mit. Ihre Überzeugung als Antikommunistin, "Islamkritikerin" und Fan von Politically Incorrect machte sie lange ihrer Homepage deutlich[2].
[bearbeiten] "Islamkritikerin"
In ihrer Funktion als Berichterstatterin setze Kristina Köhler sich zwar für eine Öffnung der Partei für Muslime ein, warnte aber vor Islamismus sowie Extremismus jeder Art. In der Debatte um einen theologischen Aufsatz Mustafa Cerićs für eine CDU-nahe Publikation warnte sie vor einem „europäischen Kalifat“. [3] Zudem fordert sie ein Aussteiger- und Beratungsprogramm für Islamisten. [4]
[bearbeiten] "Antikommunistin"
Kristina Köhler gilt als vehemente Kritikerin der Linkspartei und halte ihre Überwachung durch den Verfassungsschutz für „absolut richtig“. [5]
[bearbeiten] Achse des Guten
Als Experte für Extremismus gilt Kristina Köhler der von der Achse des Guten bekannte rechtsradikale Pöbler Henryk M. Broder[6].
[bearbeiten] Wissenschaftsfälschung
Als Bock im extremistischen Garten lässt sich Kristina Köhler durch Fakten nicht von Hetze gegen ihre Mitmenschen abhalten[7]. In einer Sendung des Politmagazins Panorama im Januar 2008 sah Köhler eine Zunahme „deutschenfeindlicher Gewalt“ von Ausländern und berief sich dabei unter anderem auf Forschungsergebnisse des Kriminologen Christian Pfeiffer. Dieser wies Köhlers Aussagen als „Missbrauch“ seiner wissenschaftlichen Befunde zurück.[8] Köhler erklärte daraufhin in einer Stellungnahme auf ihrer Homepage, dass sie sich auf „Erfahrungswerte“ Einzelner aus Staatsanwaltschaft und Polizei stützte.[9]
[bearbeiten] Seilschaften
[bearbeiten] Europäische Bewegung Deutschland
Kristina Köhler ist seit Juni 2008 Vizepräsidentin des zivilgesellschaftlichen Netzwerks Europäische Bewegung Deutschland[10].
[bearbeiten] Pizza-Connection
Kristina Köhler ist außerdem Mitglied der sogenannten Pizza-Connection.[11]
[bearbeiten] Quellen
- ↑ Die neue Familienministerin – jung, ledig, kinderlos, Die Welt vom 27. November 2009
- ↑ Antinazi am 27.11.2009: Schöne Bescherung zum Bayramfest: „Islamkritikerin“ Köhler wird Bundesfamilienministerin
- ↑ Als der Obermufti einmal Scharia sagte, Spiegel Online vom 14. Mai 2008
- ↑ Ehrenkodex versperrt den Weg zurück, taz vom 16. August 2009
- ↑ "Bild" in Angst vor Linke taz vom 14. Mai 2008
- ↑ Ulla Jelpke 2008: Islam-Bashing als politisch korrekter Rassismus
- ↑ Antinazi am 27.11.2009: „Ein Garten voller Böcke“ – Kristina Köhler und die „Extremismuspolitik“
- ↑ Wer Deutsche beschimpft, fliegt raus – abenteuerliche Thesen in der Hessen-CDU (PDF), Panorama Nr. 692, NDR, 24. Januar 2008.
- ↑ Stellungnahme zur Panorama-Sendung vom 24. Januar 2008 Stand: 21. April 2008
- ↑ Darstellung des Verbandes
- ↑ Die Traumfrauen der Kanzlerin Spiegel Online vom 27. November 2009
Dieser Artikel basiert auf Wikipedia Kristina Köhler und steht insoweit unter GNU-FDL.