Kai Diekmann
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[bearbeiten] Person
Kai Diekmann, geboren 1964 in Ravensburg, ist ein deutscher Journalist, der in Bielefeld aufgewachsen ist.
1995 bis 1997 war er mit der Journalistin Jonica Jahr, einer Tochter des Hamburger Pressezaren John Jahr verheiratet. Seit dem 28. Januar 2002 ist er mit der Bild-Kolumnistin Katja Kessler verheiratet, wobei der mit Kai Diekmann befreundete Bimbeskanzler Helmut Kohl Trauzeuge war, und hat mit ihr drei Kinder.
[bearbeiten] Penisgröße
Kai Diekmann klagte gegen die tageszeitung, als taz-Autor Gerhard Henschel am 8. Mai 2002 auf der Satire-Seite Die Wahrheit behauptete, Kai Diekmann habe sich in Miami seinen Penis mit Leichenteilen vergeblich operativ verlängern lassen wollen. Diekmann verklagte die taz daraufhin auf 30.000 Euro Schmerzensgeld wegen unzulässigen Eingriffs in seine Persönlichkeitsrechte, Verleumdung und Beleidigung.
Das Berliner Kammergericht entschied in zweiter Instanz, dass Kai Diekmann als Chefredakteur der Bild „bewusst seinen wirtschaftlichen Vorteil aus der Persönlichkeitsrechtsverletzung Anderer sucht“ und daher „weniger schwer durch die Verletzung seines eigenen Persönlichkeitsrechtes belastet wird“. Er müsse „davon ausgehen, dass diejenigen Maßstäbe, die er anderen gegenüber anlegt, auch für ihn selbst von Belang sind“.
[bearbeiten] Ausbildung
Bereits als Schüler der Bielefelder Marienschule gab er mit zwei Freunden eine Schülerzeitung ("Passepartout") heraus, die eine – für Schülerzeitungen außergewöhnlich hohe – Auflage von 15.000 Stück erreichte. Er begann nach seinem Abitur und dem Wehrdienst, den er in der Redaktion einer Bundeswehrzeitung absolvierte, ein Studium an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Sein Studium brach er ab, als seine berufliche Tätigkeit 1985 beim Axel-Springer-Verlag als Volontär der Journalistenschule Axel Springer begann. Dort machte er schnell Karriere und war für den Verlag zunächst Korrespondent in Bonn.
[bearbeiten] Karriere
Von 1989 bis 1991 war er Chefreporter bei der Illustrierten Bunte. Nach einem kurzen Abstecher zur B.Z. wechselte er 1992 zur Bild.
1998 wurde Diekmann Chefredakteur der Welt am Sonntag, von wo er am 1. Januar 2001 auf den Chefredakteursposten der Bild-Zeitung wechselte. Seit 2004 ist er außerdem ihr Herausgeber und zurzeit auch Herausgeber der Bild am Sonntag. Im März 2004 erschien der erste Band der maßgeblich von ihm geschriebenen Memoiren des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl.
[bearbeiten] Leistungen
Häufig wird geäußert, dass Bild unter Kai Diekmann wieder stärker zum Kampagnenjournalismus zurückgekehrt sei, dabei Partei für die CDU ergreife, und dass nun auch wieder häufiger Lügen verbreitet würden. Journalisten verschiedener Tageszeitungen haben daher das Blog BILDblog gegründet, der täglich falsche oder tendenziöse Berichterstattung der Bild-Zeitung thematisiert.
[bearbeiten] Seilschaften
Diekmann ist (Stand: 2005) im Vorstand des Vereins Atlantik Brücke e.V.. Während seiner Militärzeit in Münster wurde Kai Diekmann Mitglied der Burschenschaft Franconia und ist es seit einiger Zeit wieder.
[bearbeiten] Motto
Diekmanns Leitspruch soll sein „In meiner Redaktion kann jeder machen, was ich will“.
[bearbeiten] Veröffentlichungen
Helmut Kohl, Kai Diekmann, Ralf G. Reuth: Ich wollte Deutschlands Einheit. ISBN 3548362648
Kai Diekmann: Hat die christliche Botschaft keinen Platz mehr in den Medien? - Referate und Stellungnahmen bei einer Medientagung zum 25jährigen Jubiläum der Nachrichtenagentur Idea / [Hrsg.: Idea e.V., Evangelische Nachrichtenagentur], 1995, 20. ISSN 1614-502X
[bearbeiten] Auszeichnungen
2000: Goldene Feder für seine Tätigkeit als Chefredakteur der Welt am Sonntag
[bearbeiten] Weblinks
Bildblog am 8.5.2006: Wie kurz ist Deiner?
FAZ: Interview mit Kai Diekmann
Egon Bahr, Erhard Eppler und Hans-Jochen Vogel: Offener Brief an Kai Diekmann zum Thema Willy Brandt