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John Jay McCloy

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John McCloy im Cabinet Room (1966)
John McCloy im Cabinet Room (1966)

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Person

John Jay McCloy, geboren am 31.03.1895 in Philadelphia, Pennsylvania, gestorben am 11.03.1989 in Stamford, Connecticut, war ein US-amerikanischer, Politiker und wie seine Position als Direktor des Bananenkonzerns United Fruit zeigt, auch ein Manager.

Als langjähriger Vorsitzender des Council on Foreign Relations (CFR) und des American Council on Germany war John McCloy einer der mächtigsten Männer der Welt.

[bearbeiten] I.G. Farben

Bis 1940 war John McCloy Mitglied der Anwaltsfirma Cravath, de Gersdorff, Swaine and Wood, wo er die I.G. Farben und ihre Partner vertrat[1]. Seine Frau Ellen war nicht nur Großcousine von Konrad Adenauers Frau Gussie, sondern auch Großcousine von Peggy Zinsser Douglas, deren Mann Lew Douglas offenbar ehemaliger Vize-Präsident und Director der Firma American Cyanamid war, die einer Quelle zufolge zusammen mit einer I.G. Farben Firma Produzent und Weltvermarkter von Zyklon B war[2]. Als stellvertretender Kriegsminister sorgte John McCloy dafür, dass Auschwitz, dessen Bombardierung vermutlich viele Insaßen hätte befreien können, was aber für die I.G. Farben von großer Wichtigkeit war, von den Alliierten nicht bombardiert wurde[3]. Aber das alles ist bestimmt falsch und nicht weiter relevant.

[bearbeiten] Hoher Kommissar in Deutschland

John J. McCloy war von 1949 bis 1952 amerikanischer Hoher Kommissar und residierte nahe bei Konrad Adenauer auf dem Petersberg in Königswinter.

[bearbeiten] Leben und Politik

John McCloy studierte, unterbrochen vom Ersten Weltkrieg, an der Harvard Law School, die er 1921 abschloss.

Von 1941 bis 1945 war er Staatssekretär (engl. Under Secretary of State) im amerikanischen Verteidigungsministerium (engl. United States Department of Defense) und hier mit einer Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben befasst. In Nordafrika wirkte er bei der Gründung des französischen Komitees für die nationale Befreiung mit. Er war verantwortlich für die Internierung von 110.000 US-Amerikanern japanischer Herkunft. 1944 befürwortete er die Bombardierung von kriegswichtigen deutschen Rüstungsbetrieben statt der Bombardierung der Bahnlinien, die nach Auschwitz führten. (Dem lagen keine antisemitischen Überlegungen zu Grunde, sondern Einschätzungen über die militärische Umsetzbarkeit und psychologische Wirkungen.) Die Bombardierung Japans mit Atomwaffen lehnte er ab. McCloy setzte sich für Strafprozesse gegen die deutschen Hauptkriegsverbrecher (statt Standgerichten) ein und wurde so ein Wegbereiter der Nürnberger Prozesse. Als Hochkommissar setzte er später viele Urteile in ihrem Strafmaß erheblich herab. McCloy nahm an den Konferenzen von Casablanca, Kairo, Potsdam und San Francisco teil.

1945 war er als Leiter der Abteilung für Zivilangelegenheiten (engl. Civil Affairs Division) im Verteidigungsministerium an der Besetzung Deutschlands beteiligt. Von 1947 bis 1949 war er Präsident der 1946 gegründeten Weltbank. 1949 wurde er amerikanischer Hochkommissar in Deutschland und damit Nachfolger des Militärgouverneurs General Lucius D. Clay.

John McCloy förderte die Umsetzung des Marshallplans und die Integration der Bundesrepublik in den Westen. Am 31. Januar 1951 gab er zudem die endgültigen Entscheidungen für die Gnadengesuche der in Nürnberg verurteilten Kriegsverbrecher bekannt. Nach Beratungen mit einem sachkundigen beratenden Ausschuss entschied sich McCloy in mehreren Fällen für eine Verkürzung der Haftstrafen der Kriegsverbrecher. Das Strafmaß wurde überwiegend von lebenslänglich in eine mehrjährige Haftstrafe verkürzt. McCloy übte sein Amt als Hochkommissar bis 1952 aus; sein Nachfolger wurde James Bryant Conant.

Von 1952 bis 1965 war John McCloy zunächst Berater, dann ab 1953 Vorsitzender der CIA-Tarnorganisation Ford-Foundation. Er war von 1953 bis 1960 Vorstandsvorsitzender der Chase National Bank. 1961 wurde er von John F. Kennedy als Sonderberater für Abrüstungsfragen berufen. Mit dem sowjetischen Unterhändler und ehemaligen Botschafter in der Bundesrepublik Valerian A. Sorin kam es zum Abschluss des sog. McCloy-Sorin-Abkommens (McCloy-Zorin Accords), das im Dezember 1961 von der UNO-Vollversamlung einstimmig angenommen wurde und das Kennedy zuvor, am 25. September, mit folgenden, berühmt gewordenen Worten vorgestellt hatte: "Heute müssen alle Bewohner dieses Planeten auf den Tag gefasst sein, an dem er nicht mehr bewohnbar ist. Jeder Mann, jede Frau, jedes Kind lebt unter der Drohung eines nuklearen Damokles-Schwertes, das an einem Faden hängt, der jeden Augenblick durch ein Unglück, eine falsche Rechnung oder einen Wahnsinnsakt durchschnitten werden kann. Die Kriegswaffen müssen zerstört werden, bevor sie uns zerstören." Das von Kennedy und Chruschtschow initiierte Abkommen sah vor, sämtliche "bewaffneten Streitkräfte aufzulösen, militärische Einrichtungen und Gebäude einschließlich aller Stützpunkte" zu demontieren, die "Fabrikation von Rüstungsgütern einzustellen", Rüstungen zu beseitigen bzw. ihre Konversion sowie die "Beseitigung sämtlicher Vorräte von Kern-, chemischen, bakteriologischen oder anderen, zur Massenvernichtung geeigneten Waffen", ferner die "Einstellung ihrer Fabrikation" und die "Beseitigung aller, zum Transport von Massenvernichtungswaffen geeigneten Beförderungsmittel" in Gang zu bringen. Außerdem sollten "Einrichtungen, die dazu bestimmt sind, die militärischen Anstrengungen der Staaten zu organisieren" allmählich aufgegeben, die "Abschaffung der militärischen Ausbildung und die Schließung aller militärischen Ausbildungsstätten" veranlasst und "sämtliche, für militärische Zwecke bestimmte Haushaltsmittel" gestrichen werden. Das Abkommen wurde in der Folge im Artikel VI des Atomwaffensperrvertrags kodifiziert.

Den Berlinbesuch Kennedys 1963 initiierte McCloy, nachdem er mit Chruschtschow Gespräche geführt hatte. Während der Kuba-Krise war er Mitglied des entsprechenden Koordinationskomitees. Nach der Ermordung John F. Kennedys wurde er Mitglied der Warren-Kommission zur Verschleierung der Hintergründe des Attentats.

[bearbeiten] Seilschaften

John McCloy war Mitglied des Georgetown Set, in dem sich führende Leute der CIA nach dem zweiten Weltkrieg in einem lockeren Partykreis zusammenkamen und die Geschicke der USA und der Welt besprachen.

[bearbeiten] Ehrungen

[bearbeiten] Werke

[bearbeiten] Literatur

[bearbeiten] Quellen

  1. The White Rose: A Pledge Betrayed - Part 9: John McCloy
  2. Clifford Shack bei Free here now: Did An American Extermination Expert Consult Hitler?
  3. Gerd Gründler: Warum wurde Auschwitz nicht bombardiert

Artikel basiert auf Wikipedia John Jay McCloy unter GNU-FDL

Von „http://www.mein-parteibuch.com/wiki/John_Jay_McCloy

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