John Edgar Hoover
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[bearbeiten] Person
John Edgar Hoover, besser bekannt als J. Edgar Hoover, geboren am 01.01.1895 in Washington D.C., gestorben am 02.05.1972 ebenda, war ein US-amerikanischer Jurist und von 1924 bis zu seinem Tod Chef des Federal Bureau of Investigation (FBI). Seine mächtige Polizeibehörde machte J. Edgar Hoover zu einem ihm persönlich dienenden Geheimdienst.
[bearbeiten] "Grösster Erpresser aller Zeiten"
Als wichtigstes Machterhaltungsinstrument J. Edgar Hoovers gelten umfangreiche Dossiers über zahllose ranghohe Politiker der beiden großen Parteien. Seit 1945 wurde auch über jeden Oberrichter, deren Wahl Hoover oft entscheidend beeinflusste, eine Akte geführt. Die Transkripts der Telefonüberwachungen dieser Richter umfassten allein 20'000 Seiten. Die Dossiers, in denen Hoover insbesondere moralisch pikante Verfehlungen und halb- oder vollkriminelle Verstrickungen der betreffenden Personen festhielt, systematisierte er mit Hilfe eines von ihm selbst entworfenen, chiffrierten Ordnungssystems, das auf speziellen Aktenzeichen basierte. Diese Aktenzeichen - eigentümliche Zahlen- und Buchstabencodes - waren so designt, dass sie nur für ihn selbst einen Sinn ergaben, auf andere Personen hingegen nur als kryptische "Buchstabensalate" wirkten und dementsprechend für diese undurchschaubar waren. Zweck dieser Spezialchiffrierung war es, sicherzustellen, dass nur er selbst und wenige Vertraute wussten, an welcher Systemstelle in den Millionen von Akten umfassenden Archivbeständen des FBIs die Akte zu einer bestimmten Person aufzufinden war, den Zugang zu diesen damit also praktisch für ihn "exklusiv" machten. Seine Macht beruhte auf diesen - zum Teil intimen - privaten Daten, mit denen er die Politiker erpressen konnte. Im "Official and Confidential"-Archiv wurden 1973 833 Dossiers von Senatoren und 722 von Repräsentanten entdeckt. Ein Teil der Akten war da aber schon vernichtet oder versteckt worden.
Kein Präsident wagte es, Hoover zu entlassen. Dank dieser Unterlagen blieb Hoover bis zu seinem Tod 1972 Direktor des FBI und überlebte acht Präsidenten und 16 Justizminister. Sein Stellvertreter William Sullivan bezeichnete Hoover als den grössten Erpresser aller Zeiten.
[bearbeiten] Stationen
[bearbeiten] General Intelligence Division
J. Edgar Hoovers Vater war ein Drucker und verbrachte aufgrund psychischer Probleme seine letzten acht Jahre in einem entsprechenden Heim. Dies reduzierte das Familieneinkommen dramatisch, weshalb Hooover die Schule verlassen und arbeiten musste. Er arbeitete als Bote in der Library of Congress und war so ehrgeizig, dass er seine Abende damit verbrachte, für einen Jura-Abschluss in der Washington University zu verbringen. Nach dem Abschluss 1917 half ihm ein Onkel, der Richter war, eine Anstellung im Justizministerium zu finden. Nach zwei Jahren wurde Hoover Assistent von Justizminister Alexander M. Palmer. Seine Aufgabe war es, eine neue Einheit "General Intelligence Division" zu leiten, die Beweise gegen "revolutionäre und ultra-revolutionäre Gruppen" suchte.
[bearbeiten] Bureau of Investigation
Das Bureau of Investigation wurde 1909 vom rassistischen und schwachsinnigen Präsidenten Theodore Roosevelt gegründet, der seine Karriere als Polizeikommissär in New York begann. Charles Bonaparte, der Grossneffe Napoleons, ging mit 9 Agenten gegen die Arbeiter-Bewegung vor. Die Syndikalismus-Bewegung mobilisierte 4 Mio. Streikende in 2665 Streiks in einem Jahr. Zur Bekämpfung der Gewerkschaften wurden Bürgervereine und Freiwilligenverbände wie die American Protective League gegründet und von der Industrie finanziert. Innenminister A. Mitchell Palmer liess am 2.1.19 ganze Stadtviertel abriegeln und durchsuchen, um Linke zu finden. J. Edgar Hoover beurteilte die vorgenommenen Razzien, Verhaftungen, Verurteilungen und Ausweisungen als "zu lasch". In seinem Eifer umging er die Grundrechte im Kampf gegen die Anarchisten und Kommunisten, indem er diese ohne Gerichtsurteile ausschaffen liess (am 21.12.19 249 Personen und am 2.1.20 556). Das Vorgehen Hoovers kostete Palmer seine Karriere, im Gegensatz zu Hoover, der zu seiner Verteidigung begann, nicht nur Informationen über Radikale und Schwarze zu sammeln, sondern auch über gewählte Politiker, Richter und Wissenschaftler. Im Jahre 1920 verhaftete die Polizei 4000 "subversive Elemente" in 33 Städten. Bekannt wurden die beiden Anarchisten Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti, die dem Rachewillen der Politiker und der Polizei zum Opfer fielen. Die Mafiosi Joe und Butsey Morelli aus Providence, Rhode Island, waren für die den Anarchisten zugeschobenen Überfälle und Morde verantwortlich.
[bearbeiten] Anfangstage als Chef des FBI
Am 22.08.1921 wurde Hoover von Justizminister Harry Daugherty zum Vizedirektor des Bureau of Investigation, das bereits Dossiers über 500'000 Personen besitzt, ernannt. Generalstaatsanwalt Harlan Fiske Stone ernennt John Edgar Hoover im Mai 1924 zum vorläufigen Chef des Bureau of Investigation. Er verbietet dem neuen Bundespolizeichef Untersuchungen in politischen Prozessen und ordnet eine Reform der Abteilung an. Deshalb säubert Hoover das korrupte Netz seiner 657 Agenten, baut eine Elitetruppe auf und führt eine autoritäre Hierarchie ein. Die Agenten des streng presbyterianisch erzogenen Juristen dürfen nicht trinken, keine Schnurrbärte tragen, werden bei Ehebruch sofort gefeuert, permanent kontrolliert und in Akten erfasst. Hoover und seine Agenten legen trotz des Verbots nicht nur über Linke, Bürgerrechtler und Kriminelle, sondern auch über Politiker Dossiers an. Am 25.3.25 eröffnet John Edgar Hoover sein "Obscene File". 1925 wird zur Stärkung des umstrittenen FBI die private National Crime Commission geschaffen, allerdings nicht um den Alkoholschmuggel und das Gangstertum zu bekämpfen, sondern um die Macht der Polizei im Kampf gegen die Gewerkschaften zu stärken. Die Gründungsversammlung findet bezeichnenderweise in den Räumen der United States Steel Corporation statt. 1928 erklärt der Oberste Gerichtshof das Abhören von Telefongesprächen für verfassungsmässig. Am 2.4.28 stellt Hoover seinen Lebenspartner Clyde Tolson ein, der Guy Hottel mitbringt. Die beiden werden seine Vertrauensmänner an der Spitze des Federal Bureau of Investigation. Nebenbei war Hoover Direktor einer Versicherungsgesellschaft.
[bearbeiten] Aufbau einer eigenen PR-Maschine
Im Juli 1933 konnte Hoover nur mit viel Lobbying, indem er diffamierende Informationen über andere Kandidaten streute, und dem "glücklichen Zufall" in im Mafialand, dass der ihm feindlich gesinnte Staatsanwalt Thomas Walsh zwei Tage vor Amtsantritt als Justizminister an einem Infarkt starb, seine Stelle behalten: Der neue Justizminister Homer Cummings startete einen Anti-Gangster-Kriegszug, zusammen mit einer vom Journalisten Henry Suydam geleiteten, breit angelegten PR-Kampagne. Die Erfolge der Jagd auf Einzelgänger-Banditen wie "Machine Gun" Kelly, "Baby Face" Nelson oder John Dillinger wurden vor allem Hoover zugeschrieben, der Louis B. Nichols als Leiter der Crime Records Division für die Public Relation einstellte. Mit der Förderung der G-Man-Unterhaltungskultur (Filme, Groschenhefte, Comics) kann sich Hoover zum Volkshelden stilisieren. John Edgar Hoover baute eine Zentralkartei für Fingerabdrücke und eine Nationale Polizeiakademie auf und stellte den Polizeidienststellen FBI-Akten zur Verfügung, worauf sich die Beziehungen zu den lokalen Ordnungshütern etwas verbesserte.
[bearbeiten] Arrangement mit der Mafia
J. Edgar Hoover bekämpfte bisher die Prostitution und die Erpressungsgeschäfte der Mafia, aber nicht die verbotenen Wetten der Pferderennbahnen, die nach dem Ende der Prohibition das meiste Geld einbringen. Hoover liebt die Pferdewetten.
Während sich die Mafia als "Organisation" etabliert, gibt Hoover deren Bekämpfung 1937 ziemlich abrupt auf und behauptet, es gebe keine nationale Verbrecherorganisation. Laut Boss Carmine Lambordazzi hat die Mafia Hoover in der Tasche. Hoover fährt gelegentlich nach Manhattan und trifft den Boss Frank Costello. Der Mafiosi hatte Hoover in den frühen 30er Jahren auf der 5th Avenue in New York angesprochen und ihn seither "kultiviert". Hoover und Costello sind Freunde und treffen sich in Washington, im Central Park, in der Lobby des Waldorf-Astoria, an den Pferderennen oder bei einem gemeinsamen Freund. Hoover mag es nicht, mit einem monatlichen Geldcouvert geschmiert zu werden, weshalb Costello Pferderennen manipulieren lässt, um Hoover bei der Stange zu halten. Frank Erikson, der grösste und mächtigste Buchmacher, informiert Costello über ein bevorstehendes abgekartetes Rennen, der dann den mit Hoover befreundeten Journalisten Walter Winchell benachrichtigte, welcher wiederum Hoover ins Bild setzte. Der FBI-Direktor konnte so selbst entscheiden, wieviel er gewinnen will. Hoover selbst setzte immer nur die legalen $2, aber einer seiner Agenten oder sein Lebenspartner Clyde Tolson setzten große Summen, im Schnitt $200, und gewinnen immer. Hoover lässt sich auch in Mafiakreisen sehen wie im Stork Club von Sherman Billingsley in New York, in Joe's Stone Crab Restaurant von Jesse Weiss in Miami oder bei Del Webb, Casinobesitzer in Las Vegas, der ihn gratis einquartiert.
Hoover hat Kontakt mit Ed Levinson, John Drew, Ray Ryan, Art Samish, Dub McCanahan, Johnny Roselli und Irving Davidson. Die Mafia hilft Hoover, solange es nicht um ihr eigenes Geschäft geht, dafür lässt Hoover die Mafiosi in Ruhe. Als der Mafiaboss Costello in den frühen 50er Jahren von einem fleissigen FBI-Agenten überwacht wird, versetzt Hoover diesen nach einem Telephonanruf Costellos nach Alaska. Dasselbe passiert einem anderen FBI-Agenten, der Lansky bewacht und nach Georgia versetzt wird. Costello ist der wichtiste Kontaktmann der Mafia mit der Oberwelt in den 40er und 50er Jahren, bis er von Gigante angeschossen wird. Danach zieht er sich dann eine Art Halbpension zurück, wobei er immer noch Deals arrangiert und Streit zwischen Mobstern schlichtet.
Der Journalist Walter Winchell, Hoovers Freund, kennt auch Owney "the Killer" Madden, Meyer Lansky, der in New York im selben Haus wohnt, und den Bgründer der Kennedy-Dynastie Joe Kennedy persönlich. Als Kennedy 1933 eine Affäre hatte mit dem Broadway Showgirl Evelyn Crowell, der Witwe des New Yorker Gansters Larry Fay, und im New York Journal-American darüber berichtet wurde, besuchte Kennedy Winchell. Die beiden befreundeten sich, die Story konnte unterdrückt werden und Kennedy wurde zu einer der Schlüsselquellen für seine Boulevardgeschichten.
Meyer Lansky ist im Besitz von kompromittierenden Photos, auf denen Hoover gut erkennbar seinem Freund Clyde Tolson einen bläst. Lansky schmiert auch Nahestehende Hoovers und bekommt sogar FBI-Reports von den FBI-Agenten, die ihn "überwachen" sollen. Der Stillhaltepakt dauert bis zum Tode Hoovers. Manchmal behindert Hoover aktiv und bewusst ein Vorgehen gegen die Mafia, zum Beispiel als der Pferderennservicebesitzer James Ragen dem FBI über seine neuen Konkurrenten alles berichtet, was er weiss. Das FBI startet zwar eine Operation, verweigert Ragen aber Begleitschutz. Nachdem dieser von Lenny Patrick und Dave Yaras auf Befehl von Jake Guzik umgebracht wird, weist Hoover seine Agenten an, die Untersuchung abzubrechen.
Fords rechte Hand Harry Bennett trifft sich als Informant mit J. Edgar Hoover. Bennett ist der Verbindungsmann zu Chester LaMare, Boss des Detroiter Mafia, der eine Privatarmee gegen Gewerkschaftsaktivitäten aufgebaute, womit Henry Ford keine Gewerkschaftsprobleme mehr hat. Im Gegenzug erhalten Gangster wie Joe Tocco, Leo Cellura, Joe Adonis und Tony D'Anna Beteiligungen bei Ford. Bennett versorgt Hoover mit Informationen über Linke, wobei sich später herausstellt, dass viele Namen vom lokalen Faschistenführer Gerald Smith stammen.
[bearbeiten] Umgang mit seiner Homosexualität
Der FBI-Direktor, der Homosexuelle in der Öffentlichkeit als pervers bezeichnet, hat auch fetischistische und pädophile Tendenzen. Er verkleidet sich bei Sexparties als Frau, und die Sittenpolizei von New Orleans verhaftete ihn Ende der 20er Jahre einmal mit einem minderjährigen Strichjungen. Da Henry G. C. Corcoran damals intervenierte und eine Strafverfolgung verhinderte, kann sich dieser im Gegenzug illegale Geschäfte erlauben, ohne mit Strafverfolgung rechnen zu müssen. Der Ex-Agent und Freund seines Lebenspartners Guy Hottel erzählt, wenn er betrunken ist, von Sex-Parties ohne Mädchen bei Hoover, weshalb Hoover ihn jeweils in Polizeigewahrsam nehmen lässt. Da Hottel aber zuviel weiss, entlässt Hoover ihn nicht. Hoover lässt jedes Gerücht über seine eigene Homosexualität unterdrücken und seine Agenten während 23 Jahren gegen die "homosexuals right groups" vorgehen, um davon abzulenken. Offenbar macht Hoover das Risiko der möglichen Entdeckung seiner Homosexualität paranoid. Hoover befindet sich von 1941-71 in psychiatrischer Behandlung, und oft verhält er sich sehr brutal gegenüber Homosexuellen (wie gegen Sumner Welles) und benutzt Gerüchte angeblicher Homosexualität als politische Waffe (wie gegen Adlai Stevenson). John Edgar Hoover besteht darauf, beschlagnahmtes pornographisches Material selbst zu sichten.
[bearbeiten] Interpol
1934 erhielt J. Edgar Hoover von US-Präsident Franklin D. Roosevelt den geheimen Auftrag, Nazis und deren Sympathisanten zu überwachen, wobei alle anderen Aktivitäten gegen Radikale ausdrücklich verboten bleiben. Aber Hoover arbeitet eng mit der 1923 in Berlin gegründeten Interpol zusammen, in der Heinrich Himmler, Reinhard Heydrich, Arthur Nebe und andere fanatische Nazis aktiv sind. Auch nach dem Überfall der Tschechoslowakei und dem Fall Frankreichs tauscht Hoover noch immer Fahndungslisten mit Interpol aus. Erst drei Tage vor Pearl Harbor stoppt er die Zusammenarbeit. Nach dem Krieg verlegt Interpol seinen Sitz nach Paris, ernennt Hoover zum Vizepräsidenten und weigert sich hartnäckig, Nazi-Kriegsverbrecher zu suchen. In den 70er Jahren wird der ehemalige SS-Offizier Paul Dickopf Präsident der Interpol.
[bearbeiten] Notverhaftungsliste "aller Feinde der USA"
Am 24.8.36 ersuchte US-Präsident Roosevelt J. Edgar Hoover wiederum geheim, neben den Faschisten auch die Kommunisten zu überwachen, was Hoover schon lange machte. Wegen Spionage- und Sabotagegefahr bewilligte Roosevelt $150'000. Die Abteilung für Spionage heisst Division Five, die bereits seit 1919 existieren soll, aber erst zu diesem Zeitpunkt offiziell wurde. Nach einer cleveren Intrige seitens Hoovers beschliesst Roosevelt am 26.6.39, dem FBI die Leitung bei Spionage- und Sabotagefällen zu übertragen, und nicht der Military Intelligence Division oder dem Office of Naval Intelligence. Das FBI expandiert von 898 Agenten 1940 auf 4886 Agenten 1945. Hoover eröffnet am 2.9.39 eine präventive Notverhaftungsliste "aller Feinde der USA". Justizminister Briddle verbietet diese Auflistung als sinnlos, wonach sie Hoover unter "Security Matter" geheim weiterführt. Eine weitere geheime Archivierung veranlasst Hoover mit Informationen, die durch illegale Aktionen des FBI wie Einbrüche bei politischen Organisationen, um beispielsweise Mitgliederlisten zu stehlen, zustande kommen. Obwohl offiziell seit 1934 durch den Kongress verboten, hat Hoover das Telephonabhören permanent eingesetzt. Am 21.5.41 legitimiert Roosevelt das geheime Abhören von Subversiven.
[bearbeiten] Inga Arvad
John F. Kennedy, dem sein Vater wegen seiner Rückenprobleme einen Büroplatz beim ONI in Washington organisierte, hat seit 1941 eine Affäre mit der Journalistin und ehemaligen Miss Dänemark Inga Arvad. J. Edgar Hoover lässt seit 1939 Material über JFK sammeln, interessiert sich laut DeLoach für die Akte aber erst, als Kennedy Präsidentschaftskandidat wird. Die schöne "Inga-Binga" steht unter Spionageverdacht, weil sie mit Rudolf Hess befreundet ist, die Nazigrößen Himmler und Goebbels kennt, an Görings Hochzeit teilnahm und nach der Trauung den Führer interviewte, als sie während der Olympiade 1936 in Deutschland war. Hoover gab Informationen über das Verhältnis an den mit ihm befreundeten Journalisten Walter Winchell weiter, was dieser in seiner Kolumne publizierte. Um die Karriere seines Sohnes zu retten, organisierte Joe Kennedy dessen Versetzung nach Charleston in South Carolina. John F. Kennedy traf sich jedoch weiter mit seiner Geliebten, beobachtet vom FBI, worauf Hoover den Vater telefonisch warnte. Inga Arvad erwartete ein Kind von John F. Kennedy, aber sie heiratete 1942 sechs Monate vor der Geburt den Schauspieler Tim McCoy.
[bearbeiten] Pearl Harbor
Vier Monate vor dem Angriff Japans auf Pearl Harbor informiert der deutsch-englische Doppelagent Dušan Popov (Tricycle) J. Edgar Hoover über die bevorstehende Attacke der Japaner. Obwohl das MI-6 Popov nach New York schickt, reagiert Hoover unkooperativ mit Vorwürfen über dessen Lebensstil. Der britische MI-6 übermittelt Hoover noch andere Informationen über die japanischen Vorbereitungen und Pläne. Am 25.11.41 notiert US-Verteidigungsminister Henry Stimson nach einer Unterhaltung mit Präsident Roosevelt über die Japaner in sein Tagebuch: "Die Frage war, wie man sie in eine Position manövrieren könnte, in der sie den ersten Schuss abgeben würden, ohne dass uns allzuviel passiert... es war wünschenswert, sicherzustellen, dass die Japaner dies wären, ..., so dass niemand auch nur den geringsten Zweifel haben könnte, wer der Aggressor war."
[bearbeiten] Beziehung zum OSS
Nach dem Pearl Harbour-Angriff am 7.12.41 gründet US-Präsident Roosevelt das Office of Coordinator of Information, das ihm direkt untersteht und setzt seinen ehemaligen Klassenkameraden William Donovan als dessen Direktor ein. Im Juni 1942 wird daraus das Office of Strategic Services (OSS) mit erweiterten Kompetenzen. "Wild Bill" Donovan, Wallstreet-Anwalt, Millionär und Republikaner stellt die unterschiedlichsten Leute ein, wie die späteren Vertreter der Neuen Linken Norman O. Brown und Herbert Marcuse, Liberale wie Arthur M. Schlesinger, Jr. und selbst Kommunisten, die im Spanischen Bürgerkrieg in der Abraham Lincoln Brigade gekämpft hatten. Hoover verlangt, dass die Kommunisten gefeuert werden, worauf Donovan meint, er würde selbst Stalin einstellen, um Hitler zu bekämpfen. J. Edgar Hoover überwacht das OSS und sabotiert dessen Arbeit aus Eifersucht. Während einem Einbruch in die Spanische Botschaft in Washington fahren zwei FBI-Autos mit heulenden Sirenen vor und die OSS-Agenten werden von der alarmierten Polizei verhaftet. Aber Roosevelt unternimmt weder etwas gegen Hoover noch gegen Donovan. Hoover, der bis zu seinem 43 Jahr bei seiner Mutter wohnt, waltet nach dem Kriegseintritt der USA als Medien-Zensor und macht die Zeitungen mundtot. 1942 werden auf Hoovers Initiative 120'000 Amerikaner japanischer Herkunft in Konzentrationslager interniert. Im Herbst 1944 schlägt Donovan dem Präsidenten vor, das dem Generalstab unterstellte OSS in einen eigenen Geheimdienst umzuwandeln, was Hoover sofort an die Öffentlichkeit bringt, um die Idee zu sabotieren. J. Edgar Hoover versuchte am Ende des Krieges, das OSS in das FBI zu integrieren, um auch den Auslandgeheimdienst unter sich zu haben. Er organisierte eine Pressekampagne gegen die noch geheimen Pläne Donovans, eine Central Intelligence Authority zu gründen, allerdings ohne Erfolg. Hoovers SIS-Abteilung wie auch das OSS wurden im September 1945 durch den demokratischen Präsidenten Harry Truman aufgelöst.
[bearbeiten] Eleanor Roosevelt
FBI-Chef John Edgar Hoover hasst die First Lady Eleanor Roosevelt, da sie politisch aktiv, liberal und den Schwarzen gegenüber aufgeschlossen ist. Der FBI-Chef lässt ihr Privatleben akribisch ausspionieren, so dass ihre im Geheimarchiv untergebrachte Fiche 449 Seiten umfasst. Im Januar 1942 brechen FBI-Agenten in New York im Hauptquartier des American Youth Congress ein, dessen Leiter, Joseph Lash, ein vermuteter Liebhaber der First Lady ist, und photographieren dessen Korrespondenz. Lash wird aufgrund dieses weitergegebenen Materials abgelehnt, als er sich um eine Stelle bei der Navy bewirbt. Mit gleichem Ziel bricht das FBI im Dezember im Büro des International Student Service ein. Auch das Army Counter-Intelligence Corps überwacht die First Lady: es verwanzt 1943 das Blackstone Hotel in Chicago, in dem Lash und Roosevelt absteigen und geben das Material Roosevelt weiter. Lash wird daraufhin in den Pazifik geschickt. Hoover ist ebenfalls im Besitz dieser Infos.
[bearbeiten] Sumner Welles
Hoover startet auch eine Kampagne wegen angeblicher Homosexualität gegen Vizeaussenminister Sumner Welles, worauf Roosevelt seinen Freund entlassen muss und plant, Hoover nach dem Krieg abzusetzen.
[bearbeiten] Francis Spellman
Mit Hoover arbeitet auch Francis Spellman, der nach der Nomination seines Freundes Eugenio Pacelli zum Papst Pius XII. 1939 zum Erzbischof von New York ernannt wurde. Spellman durchreist als Geistlicher problemlos die Kriegszonen und amtet als Geheimagent für Roosevelt. Nach dem Krieg unterstützt Spellman seine Freunde Roy Cohn und Joseph McCarthy bei der Kommunistenjagd, wird einer der zentralen Figuren im Machtgefüge New Yorks, nimmt an Pentagon-Sitzungen teil, diskutiert Militärstrategien mit dem Generalstab, sammelt Informationen für die CIA und das Aussenministerium und macht Geschäfte mit Joe Kennedy und John Reynolds.
[bearbeiten] John J. Rooney
Mit der Hilfe von Hugh Clegg des House Appropriations Committee startet Hoover 1943 ein wirksames Kongress-Lobbying-Programm, mit dem er die Operationen anderer Agenturen überwachen und sein eigenes Budget beeinflussen kann. Hoover ordnet drei FBI-Beamte als permanente Assistenten für Clegg ab, und von 1943 bis 1970 dienen 28 FBI-Agenten dem Vorsitzenden des Budget-Komitees, John Rooney. Rooney wird von Hoover geschützt, da er von der Mafia geschmiert wird. Laut einem FBI-Report erhält er allein 1967 $100'000.
[bearbeiten] Joe Kennedy
Joe Kennedy spendet große Summen an die J. Edgar Hoover Foundation und meldet sich im September 1943 als "Special Service Contact" für das FBI. Obwohl dieses Programm nach dem Krieg ausläuft, setzt Hoover ihn 1950 wieder ein, und ab 1951 ordnet er sogar 4 Agenten als persönliche Hilfe Kennedys ab. Das FBI wird insgesamt 343 Akten über Kennedy-Fälle anlegen.
Joe Kennedy wird 1956 von Präsident Eisenhower in das President's Board of Consultants on Foreign Intelligence Activities berufen. Hoover's FBI-Check unterschlägt Joe Kennedys Rolle als Alkoholschmuggler und beschönigt diejenige als Botschafter. Möglicherweise versichert Joe Kennedy Hoover, dass er trotz seines Alters das FBI weiterführen könne bei der Wahl seines Sohnes zum Präsidenten.
Joe Kennedy sorgt für Unruhe, als er bei einem Besuch der CIA-Station in Rom die Namen der geheimen Undercoveragenten in der italienischen Regierung und im Vatikan verlangt - und auch einiges an Informationen bekommt. Möglich ist, dass Joe Kennedy die Informationen auch an Hoover weitergab.
[bearbeiten] Wahlkampfwanzen für Roosevelt
US-Präsident Roosevelt beauftragt Hoover, Informationen über seine Gegner bei der Präsidentenwahl zu sammeln. Alle US-Präsidenten benutzten fortan Hoovers Wanzen auch für eigene politische Zwecke, was Hoovers Position sichert.
[bearbeiten] Reinhard Gehlen
Der bekannteste der geretteten Nazis dürfte Generalleutnant Reinhard Gehlen sein. Seit 1920 Mitglied der Reichswehr, wurde er unter Hitler 1942 als Chef des Generalsstabs, Abteilung Fremde Heere Ost, der höchste Geheimdienstoffizier an der Ostfront und damit mitverantwortlich für der Tod Hunderttausender. Im März 1945 hatten er und seine Offiziere ihr umfangreiches Spionagematerial über die Sowjetunion und die sowjetische Armee auf Mikrofilm aufgenommen und diese auf einsamen Wiesen in den bayrischen und österreichischen Alpen vergraben. Im August wird Gehlen in einer US-Uniform, während die Russen den Kriegsverbrecher suchen, in die USA geflogen und von OSS-Chef William Donovan persönlich verhört. Gehlen verhandelt mit führenden Geheimdienstlern wie Allen Dulles und J. Edgar Hoover und entgeht dank seinem Material einer Verurteilung als Kriegsverbrecher. Die Aquirierung durch die erfolgt so geheim, dass der militärische Geheimdienst Counter Intelligence Corps den späteren Leiter der Organisation Gehlen und ersten Präsidenten des deutschen Bundesnachrichtendienstes offiziell bis 1949 sucht. Hoover ist jedoch informiert.
[bearbeiten] Truman
Mithilfe einer grossangelegten Verschwörungs- und Verleumdungskampagne beweisen John Edgar Hoover, John Cronin von der National Catholic Welfare Conference und Generalstaatsanwalt Tom Clark der bestürzten Öffentlichkeit, dass die USA die kommunistische Weltverschwörung bereits im eigenen Land haben. Der demokratische Präsident Harry S. Truman versucht daraufhin, die Republikaner rechts zu überholen und forciert innen- wie aussenpolitisch den Kampf gegen den internationalen Kommunismus. Hoover unterstützte 1948 den republikanischen Präsidentschaftskandidaten und ehemaligen Mafiajäger Thomas Dewey mit geheimen Informationen über Truman und arbeitete somit gegen seinen Chef.
[bearbeiten] CIA-Gründung
J. Edgar Hoover verweigert die Zusammenarbeit mit dem vom demokratischen Präsidenten Harry S. Truman ins Leben gerufenen und mit dem FBI konkurrierenden Auslandsgeheimdienst CIA. Der Chef der CIA-Gegenspionage James Jesus Angleton ist wie der Mafioso Meyer Lansky im Besitz von kompromittierenden Photos Hoovers, die ihn bei homosexuellen Aktivitäten zeigen. Offenbar bekam er sie von der Naval Intelligence, die mit der Mafia beim Hafenschutz, bei Einbrüchen und Drogenexperimenten zusammenarbeite. Hoover führt "unlabeled blind memos" ein, wenn er dem Weissen Haus Geheiminformationen zukommen lässt, damit die Quelle nicht festgestellt werden kann.
[bearbeiten] Mexico
J. Edgar Hoover baute während dem 2. Weltkrieg das Special Intelligence Service-Spionagenetzwerk in Lateinamerika mit Basis in Mexico auf. E. Howard Hunt übernahm 1950 die CIA-Station von Lateinamerika in Mexico City. Ehemalige FBI-Agenten in Mexico wie Winston MacKinley Scott, William King Harvey und Raymod Leddy wechselten zur CIA, nachdem sie die Dokumente verbrannten, damit sie Hoover nicht in die Hände fielen.
[bearbeiten] Max Lowenthal
Max Lowenthal, ein Freund von Ex-Präsident Roosevelt, schreibt ein Buch über das FBI (ISBN 0837157552), wovon Hoover, obwohl Lowenthals Telephon seit längerem abgehört wird, erst kurz vor der Publikation erfährt. Bei Lowenthal wird daraufhin eingebrochen. FBI-Agenten klappern die Buchläden ab, was zeitaufwendig und teuer ist, und versuchen, die Buchhändler zu überzeugen, das Buch nicht zu verkaufen. George Dondero startet eine Schmutzkampagne im Kongress und behauptet, Lowenthal habe Beziehungen zu Kommunisten, weshalb dieser vom House of Un-American Activities Committee verhört wird.
[bearbeiten] Frank Sinatra
1950 bot sich Sänger Frank Sinatra über einen ‚J. P. Moore' dem FBI-Vizedirektor und Lebenspartner Hoovers, Clyde Tolson, als Spitzel bei den Kommunisten in Hollywood an, was Hoover ablehnte. 1955 startete Hoover aufgrund von Kommunismusvorwürfen des Faschistenführers Gerald Smith aus dem Jahre 1946 eine grossangelegte Untersuchung, die trotz 400 Seiten Akten nicht beweisen konnte, dass Sinatra ein Kommunist sei. Obwohl FBI-Chef Hoover ein Foto von Sinatra mit den drei Fischetti-Brüdern, den Cousins von Al Capone, aus dem Jahr 1946 besaß und dessen Beziehung zu Willie Moretti kannte, waren Frank Sinatras Verbindungen zur Mafia für das FBI kein Thema. Entsprechende Vorwürfe kamen erst viel später aus dem Justizministerium von Robert Kennedy.
[bearbeiten] Kefauver-Komitee
Der Senats-Ausschuss unter dem Voritz von Senator Estes Kefauver untersuchte 1951 erstmals die Mafiaverbrechen auf nationaler Ebene. J. Edgar Hoover versuchte, das Kefauver-Komitee zu verhindern und sammelte "Dreckmaterial" über den Senator. Hoover untersagte seinen Beamten jede Kooperation mit dem Ausschuss und verbot ihnen sogar, das Wort Mafia zu brauchen. Er verweigerte, selbst nachdem zwei Augenzeugen umgebracht werden, jeden Begleitschutz für die Aussagewilligen. Das FBI hatte keine Abteilung zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens, da Hoover behauptete, es gebe kein nationales Verbrechersyndikat. Wurden Zeugen zu Mafia-Verbrechen oder beschuldigte Mafiosi vernommen, ließ FBI-Direktor Hoover die Protokolle unter fehlleitenden Begriffen archivieren.
[bearbeiten] House of Un-American Activities Committee
Obwohl die Kommunistische Partei der USA nur 80'000 Mitglieder hat (0,053% der Bevölkerung), von denen etwa 25'000 Industriearbeiter sind, schürt John Edgar Hoover die Kommunismusangst und erreicht, dass alle neuen Staatsangestellten auf ihre Loyalität überprüft werden. Hinter dem Angriff des "House of Un-American Activities Committee" (HUAC) auf Hollywood steht ebenfalls Hoover, dessen Agenten im Untersuchungsteam unter der Leitung von Ex-FBI-Agent Allen Smith dabei sind. Die Angriffe des HUAC auf die Filmindustrie wegen kommunistischer Unterwanderung bricht die Macht der jüdischen Filmmogule endgültig. Die Mitarbeiter der Filmindustrie und andere Künstler und Schriftsteller werden in den nächsten sieben Jahren am Telephon abgehört, ihre Post wird geöffnet und man klagt sie oft wegen Lächerlichkeiten an. FBI-Spitzel Ronald Reagan profiliert sich als Denunziant für das HUAC in Hollywood besonders. Der Präsident der Screen Actors Guild schliesst 1952 ein Spezialabkommen mit der Music Corporation of America MCA, die das Monopol über die Buchungen der Künstler und damit über die Unterhaltungsindustrie besitzt.
Prominenteste Opfer des HUAC werden der State Departement-Beamte Alger Hiss, der in einem Verleumdungsprozess mittels gefälschten "Beweisen" zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wird, worauf Nixon eine vierstündige Siegesrede im Parlament hält, sowie Julius und Ethel Rosenberg, die im Sommer 1950 verhaftet werden, weil sie gegen Ende des 2. Weltkriegs Informationen über die Atombombe an die UdSSR weitergegeben haben sollen. Aufgrund gefälschter Beweise durch das FBI verurteilt sie das Gericht im März 1951 zum Tode, was am 19.6.53 trotz internationaler Proteste vollstreckt wird. Ein weiteres prominentes Opfer der Repressionswelle ist der schwarze Footballstar, Schauspieler und Sänger Paul Robeson, der als Pazifist und Bürgerrechtler die Wut des Ku-Klux-Klan, des FBI und der Medien auf sich zieht. Berufs- und Reiseverbot, Verleumdungen und physische Angriffe gegen ihn und seine Anhänger zerstören seine Karriere und sein Leben.
Im Komitee hat Hoover andere Verbündete gefunden: die Repräsentanten Karl Mundt und Richard Nixon. Richard Nixon hatte sich 1937 als junger Jurist beim FBI als Agent beworben, wurde aber wegen seinem Einbruch in das Dekanat der Jura-Fakultät abgelehnt. Hoover spannt Nixon ein und schiebt ihm über Priester John Cronin und die FBI-Mitarbeiter Ed Hummer, Louis Nichols und Lou Russell Dokumente und Informationen zu.
[bearbeiten] Van Deman
Hoover gab auch Informationen an den früheren Chef des Armeegeheimdienstes, Generalmajor Van Deman, weiter, der ein privates Archiv über 125'000 subversive Personen und Organisationen verwaltete.
[bearbeiten] Joseph McCarthy
Joseph McCarthy, Senator und Vorsitzender des Subcommittee on Investigation, kommt mit seinen Anschuldigungen gegen angebliche Kommunisten in die Presse. Seine Hearings kann McCarthy nur dank dem Material seines Freundes Hoover, der ihn seit 1947 unterstützt, durchführen. Hoover und Colonel John V. Grombach, der seine Geheimdienstaktivitäten 1947 an die CIA abtreten musste und diese danach in Rosenstiels "Universal Service Corporation" kaschiert weiterführt, benutzen McCarthy, um vermeintliche Linke wie William Bundy innerhalb der CIA oder John Service im Aussenministerium zu attackieren. Die Dokumente werden so präpariert, dass die Herkunft nicht ersichtlich ist. Hoover nutzt viele Kanäle für seine antikommunistische Propaganda: Neben einem Dutzend Kongresskomitees sind dies Vereinigungen wie die National Catholic Welfare Conference (Generalsekretär Howard Carroll, Vizedirektor Pater John Cronin), die US Chamber of Commerce (Vorsitzender Francis Matthews) oder die American Bar Association (Vorsitz Austin Canfield). Einige von McCarthys Untersuchungsbeamte sind ehemalige FBI-Agenten. Auch John Kennedy sitzt zeitweilig in McCarthys berüchtigtem Ausschuss, und Robert Kennedy schnüffelt im Auftrag von McCarthys rechter Hand, dem Homosexuellen Roy Cohn, nach Homosexuellen im Aussenministerium. Cohn arbeitet eng mit Louis B. Nichols vom FBI zusammen, und Hoover bestraft seine Agenten Donald Jones, Russell Sullivan und Jack Knox mit Versetzungen, weil sie den New Yorker Staatsanwalt Robert Morgenthau in einem Verfahren gegen Cohn unterstützten. die Kommunistenhysterie von McCarthy, der behauptet, 205 Mitglieder der Kommunistischen Partei würden im Aussenministerium arbeiten, erlaubt FBI-Direktor Hoover die breitangelegte Überwachung der Bevölkerung: Allein 1952 werden 6,6 Mio. Bürger überprüft. Loyalitätsschwüre werden nicht nur von Regierungsangestellten, sondern auch von Lehrern, Schauspielern und Akademiker verlangt. In den 50er und 60er Jahren werden an über 50 Universtitäten und Colleges die Professoren vom FBI überwacht. Besonders genau observiert werden Medienstars wie Albert Einstein, der sich gegen den Bau der Wasserstoffbombe ausgesprochen hat und sich mit Opfern der McCarthy-Hysterie soliodarisiert. Die FBI-Akte über den Freidenker und Pazifisten, der zu Unrecht verdächtigt wird, den Sowjets Geheimnisse zum Bau der Atombombe verraten zu haben, umfasst bei seinem Tod 1800 Seiten.
Im Sommer 1953 wurde Joseph McCarthy für Hoover wegen der CIA-Leute von Richard Helms und Frank Wisner im Office of Special Operations, die sich unter Ausnutzung der Strukturen der Operation Mockingbird gegen ihre Verfolgung durch McCarthy wehren, zu heiß, und als McCarthy im Oktober einen FBI-Agenten in sein Komitee beruft, stellt Hoover die Unterstützung von Joseph McCarthy ein. Auch Vizepräsident Nixon distanziert sich auf Druck Eisenhowers daraufhin von seinem Mentor. Am 2.12.54 wird McCarthy vom Senat mit 67 gegen 22 Stimmen gerügt. John F. Kennedy war der einzige Demokrat, der in dieser Frage nicht seine Stimme abgab. Er war glücklicherweise im Spital und hatte eine Entschuldigung, um den Freund der Familie zu schonen. McCarthy wurde nach seinem Fall schwer depressiv, seine Morphinsucht verstärkte sich massiv, und er stirbt am 2.5.57 nur 48jährig. 1967 wurden die HUAC-Dokumente für weitere 50 Jahre versiegelt.
[bearbeiten] Murchison Oil
FBI-Direktor J. Edgar Hoover betrachtete Öl-Tycoon Clint Murchison und Sid Richardson als seine besten Freunde. Murchison finanzierte Lincoln Rockwell, den Führer der amerikanischen Nazi-Partei. 20% der Murchison Oil Lease Company gehörten der Mafia der Genovese-Familie, Handridge Oil teilte Murchison mit der Mafia von Las Vegas. Murchison besitzt nicht nur Ölfirmen, sondern auch Hotels, den Henry Holt and Company-Verlag und die Pferderennbahn Del Mar, wo Hoover immer mit glücklicher Hand wettet. Eine Verbindung zur Mafia besteht zudem in der Boys Inc von Murchison, Connally und Hoover, die zur Steuerhinterziehung der Pferderennbahn dient. Auch mit der International Brotherhood of Teamsters Union liefen Deals, und Clint Murchison jr. unterhielt Geschäftsbeziehungen mit Carlos Marcello. Hoovers Assistent Tom Webb wechselte auf Rat Hoovers nach siebzehn Jahren Dienst beim FBI zu Murchison und schmierte für ihn zusammen mit Bobby Baker Politiker, vor allem Johnson. Von 1953 bis zu seinem Tod war Hoover zusammen mit seinem Liebhaber Clyde Tolson jeden Sommer während mindestens einem Monat Gast in Murchisons Hotel La Jolle, ohne je eine Rechnung zu bezahlen. Auch Myer Schine finanzierte Hoovers Ferien, und dank Börseninsidertips mit den Ölmultis kassierten der Direktor und der Vizedirektor Börsengewinne. Hoovers Liebhaber Tolson besaß bei seinem Tod Aktien im Wert von mindestens $750'000.
[bearbeiten] Eisenhower
J. Edgar Hoover interessierte sich zwar für die Seitensprünge von US-Präsident Dwight D. Eisenhower, unterstützte den Günstling seiner Ölfreunde Clint Murchison und Sid Richardson jedoch politisch. Kay Summerby, Eisenhowers Chauffeurin und Liebhaberin während des 2. Weltkriegs schrieb 1948 das Buch "Eisenhower was my Boss" (ISBN 1406765244), das Hoover aus den Buchläden verschwinden ließ. Eisenhowers demokratischer Gegenkandidat Adlai Stevenson wurde von Donald Surine, McCarthys Verbindungsmann zu Hoover, im Fernsehen attackiert und als Homosexueller und Kommunistenfreund diffamiert.
[bearbeiten] Arthur Miller
Ab 1955 liess FBI-Chef Hoover Arthur Miller überwachen und gab Informationen über dessen aussereheliche Beziehung mit seiner späteren Frau Marilyn Monroe an seinen Journalisten-Spezi Walter Winchell weiter.
[bearbeiten] COINTELPRO
1956 startete FBI-Direktor J. Edgar Hoover mit der Einwilligung Präsident Eisenhowers das streng geheime "Counter Intelligence Program" COINTELPRO, mit dem er versuchte, Bürgerbewegungen unter dem Deckmantel der Kommunistenbekämpfung zu zerstören. Insgesamt gehören zu COINTELPRO bis 1971 über 2000 verdeckte Operationen, die von Infiltration und Unterwanderung über psychologische Kriegsführung mit gefälschten Veröffentlichungen und Diskreditierungen bis zu direkter Gewalt, Einschüchterung und inszenierten Anschlägen reichen. US-Präsident Richard Nixon genügte Hoovers Radikalenbekämpfung jedoch nicht. 1969 gab es im Schnitt jeden Tag 80 Bombendrohungen und -explosionen, von insgesamt 40'000 Vorfällen blieben 64% im Dunkeln. An einem Tag gab es in New York City 400 Bombendrohungen, und Bürogebäude der IBM, General Telephone und Mobil Oil flogen in die Luft, was 43 Tote und Schäden von $21 Mio. hinterließ. Trotzdem weigerte sich Hoover unter Nixon wieder zunehmend, mit der CIA zusammenzuarbeiten.
[bearbeiten] La Cosa Nostra von Maranzano
Das aufgeflogene Apalachin-Meeting der Mafia am 14.11.1957, bei dem es der Polizei gelang, die Personalien von 62 Mafiosi festzustellen, bewies dem McClellan-Ausschuss, dass ein nationales Verbrecher-Syndikat existierte. Diese Bestätigung war für J. Edgar Hoover äusserst peinlich, hat er doch immer behauptet, es gebe keine interstaatlich tätige Mafia, und sich über Kefauver, Kennedy und McClellan lustig gemacht. Da es nun aber offensichtlich nicht nur lokal aktive Gangster gab, konnte er die Zuständigkeit des FBI nicht mehr bestreiten. Am 27.11.57 startete er das Programm TOP HOODLUM gegen das organisierte Verbrechen und benutzt den Begriff LCN, La Cosa Nostra von Maranzano, um den Eindruck zu erwecken, er sei besser informiert als alle anderen. LCN tönt weit weniger gefährlich als "Organisiertes Verbrechen" oder "Mafia". Die Mobster bezeichnen ihre Organisation oft anders: "the Office" in New England, "the Arm" in Buffalo oder "the Outfit" in Chicago. Während zwei Jahren sammelt das FBI nun Informationen über das organisierte Verbrechen. Der von Vizedirektor William Sullivan und seinem Assistenten Charles Peck geschriebene Report wird in 25 nummerierten Exemplaren gedruckt und an Spitzenbeamte verteilt. Nachdem Hoover sein Exemplar gelesen hat, ordnet er den Rückzug aller Kopien an und lässt sie vernichten. Zudem behindert er massiv die Arbeit der Special Group on Organized Crime, geleitet von Richard Ogilvie und Milton Wessel, welche auf Initiative Eisenhowers als Reaktion auf das Apalachin-Treffen gebildet wird. Schliesslich werden 27 Teilnehmer des Treffens wegen Behinderung der Justiz angeklagt und 20 verurteilt.
[bearbeiten] Lewis Rosenstiel
Louis B. Nichols wechselt vom FBI zu Lewis Solon Rosenstiel, Costello-Verbündeter aus dem Alkoholgeschäft mit Beziehungen zu Mafioso Meyer Lansky, Angelo Bruno und J. Edgar Hoover, der ab und zu in Rosenstiels Flugzeug fliegt. Rosenstiel kaufte 25'000 Exemplare von Hoovers Buch "Masters of Deceit" und verschenkte sie an Schulen, zahlt in den 60er Jahren mehr als $1 Mio. an die J. Edgar Hoover Foundation, zu der auch nahmhafte Mafiosi beisteuern, und begleicht Hoovers Wetteinsätze an Pferderennen. Als Gegenleistung hilft Hoover bei verhafteten Verbündeten. Rosenstiel entwickelt sich zum wichtigsten Verbindungsmann zwischen Hoover und Lansky. Rosenstiel ist bisexuell und hat ein Verhältnis mit Roy Cohn, dem ehemaligen Assistenten Joe McCarthys. Die beiden organisieren seit 1948 Sexparties für Hoover, der sich als Frau verkleidet mit jungen Männern im Plaza Hotel oder in Rosenstiels Haus, in dem Zimmer abgehört werden können, trifft. Mithilfe von Nichols und Cohn schmiert Rosenstiel Lyndon Johnson und den Vorsitzenden der Justizkommission Emanuel Celler und macht Druck auf den Kongress, der daraufhin die geplante Steuer auf gelagerten Alkohol aufhebt. Vermutlich hätte er ohne diese Einsparung von $40-50 Mio. Konkurs gemacht. Rosenstiel finanziert ebenfalls Alfred Kohlbergs American Jewish League Against Communism.
[bearbeiten] Joe Bonanno
Johnson ist ein gemeinsamer Freund von Edwin Weisl, dem Rechtsberater des Senate Space Committee, und von General John B. Medaris, dem Chef des Army Space Programms. Medaris arbeitet mit Wernher von Braun und gehört mit Roy Cohn und Mafiaboss Joe Bonanno zur Spitze der Lionel Corporation, die 90% ihres Umsatzes mit Elektronik für Raumfahrt und Rüstung macht. Medaris ist zudem Direktor einer Bodenspekulationsfirma von Bobby Baker und George Smathers. Von Braun wird nach dem Sputnick-Schock zu einem Rocket-Star der Technokraten, wozu ein Film gedreht wird, der seine Nazivergangenheit und das V2-Raketenprogramm auf sein Technikinteresse reduziert. Bonanno ist während Jahren ein persönlicher Informant Hoovers und arbeitet eng mit Louis Mortimer Bloomfield und der Bank of World Commerce zusammen. Die BWC gehört der Allied Empire, den Gamblern Irving Devine, Clifford Jones, Edward Levinson, M.A. Riddle, B.E. Seigelbaum, der Sav-Way Investment Company und dem Präsidenten John Pullman. Devine, Seigelbaum und Pullman arbeiten mit dem Schweizer Sylvain Ferdmann, um Gelder für Meyer Lanksy zu waschen, unter anderem bei der Schweizerischen Kreditanstalt (heute CS). Ferdmann gründet die Atlas Bank auf den Bahamas für die SKAndalbank.
[bearbeiten] William D. Pawley
Einer der aktivsten Castrogegener ist der frühere US-Botschafter William D. Pawley, der direkten Zugang zu Eisenhower und Nixon besitzt, deren Wahlkämpfe er unterstützte. Der Rechtsrepublikaner ist mit J. Edgar Hoover und Allen Dulles befreundet und war an der Desinformationskampagne beteiligt, die den Putsch in Guatemala 1954 begleitete. Pawley machte eine Vermögen mit Grundstückhandel in Florida und der Luftfahrt in Kuba und China, besass das Busnetz und die Gasfirma in Havanna und unterstützte Batista und Trujillo. Nach Rücksprache mit J. C. King, dem CIA-Chef der westlichen Hemisphäre, empfahl er Batista anfangs Dezember 1958, zugunsten einer militärischen Interimsregierung zurückzutreten, was dieser aber ablehnte.
[bearbeiten] Sam Giancana
Mafiaboss Sam Giancana wurde 1959 vom FBI auf Schritt und Tritt verfolgt. Dem FBI-Beamten Bill Roemer gelang es, Giancana abzuhören und so die Namen des nationalen Syndikats herauszufinden. FBI-Chef Hoover bezeichnet diesen Erfolg seiner Leute als "Quatsch" und lässt die Untersuchung einstellen. Da das FBI die Wanzen ohne richterliche Bewilligung setzte, kann man die Resultate sowieso nicht veröffentlichen.
[bearbeiten] LBJ Vizepräsidentschaft
Lyndon B. Johnson kannte FBI-Chef Hoover seit den 30er Jahren und war sein Nachbar seit den 40er Jahren. Lyndon B. Johnson verpflichtete John F. Kennedy 1959 mit Hoovers Unterlagen über seine Frauengeschichten, ihn zum Vizepräsidentenkandidaten zu ernennen. Der Kongressabgeordnete Bill Cramer plante 1961 ein Impeachmentverfahren gegen Vizepräsident Lyndon B. Johnson wegen dessen Beziehung zu Billie Sol Estes, nachdem eine Wochenzeitung von Texas behauptete, Johnson habe Estes $5 Mio. geliehen. CBS veröffentlichte, dass Johnson in einem Militärflugzeug zu einem Geheimtreffen mit Estes und dessen Anwälten nach Dallas flog, worauf Hoover seine Erpressungsmittel gegen Cramer und die Presse einsetzte und den aufkommenden Skandal verhindern konnte. Hoover gelingt es später mithilfe seiner Berichte an Präsident Johnson, selbst die Ernennungen der Richter in den Supreme Court mitzubestimmen.
[bearbeiten] Wahl von JFK
John F. Kennedy sah sich wegen dem belastendem Material über seine Frauengeschichten und die Vergangenheit seines Vaters auch gezwungen, Hoover weiterhin als FBI-Chef zu behalten, obwohl Hoover im Wahlkampf Nixon unterstützte. Nixons Freund William Rogers bat Hoover um Sexmaterial über Kennedy, worauf dieser Informationen über Durie Malcolm weitergab. FBI-Direktor J. Edgar Hoover wusste, dass die Wahl Kennedys zum Präsidenten 1960 nicht nur in Illinois und Texas gefälscht wurde, sondern auch in New Jersey und Missouri. Ein FBI-Bericht über den Wahlbetrug von Chicago wurde kurz nach dem Regierungswechsel dem Justizministerium weitergeleitet, auf den Justizminister Robert Kennedy natürlich nicht reagiert, da nur der Justizminister rechtliche Schritte wegen des Wahlbtrugs veranlassen kann.
[bearbeiten] RFK gegen die Mafia
Die Wahl von Robert Kennedy zum Justizminister von JFK irritierte Mafiaboss Sam Giancana, der daraufhin Frank Sinatra, Murray Humphreys, John Roselli, Lewis McWillie und Richard Daley zur Abklärung schickte. Trotz der Loyalitätsbezeugungen von Joe Kennedy und John F. Kennedy gegenüber der Mafia erklärte Justizminister Robert Kennedy den Kampf gegen das Organisierte Verbrechen zur obersten Priorität. FBI-Chef Hoover verbot daraufhin seinen Agenten, dem Justizministerium gegen die Mafia behilflich zu sein. Allerdings konnte auch Hoover nicht nichts tun und ließ verschiedene Mafiosi auf Robert Kennedys Befehl hin beschatten. Die Mafia war enttäuscht, dass Hoover laufend an Einfluss verlor und seine Leute auf die Mafia ansetzen musste. Die Beziehung von Robert Kennedy und Hoover war ein permanenter Konflikt. Hoover stoppte Robert Kennedys Antimafia-Programme kurz nach dem Mord an JFK, da dieser ohne den Präsidenten keinen Rückhalt mehr hat.
[bearbeiten] Angie Dickinson
John F. Kennedy hatte auch mit der Schauspielerin Angie Dickinson ein Verhältnis. Ein Pilot von Lockheed verwanzte ein Flugzeug, das mit einem Bett ausgestattet ist und von JFK und Dickinson benutzt wird, und versuchte danach, vom Präsidenten eine grosse Summe zu erpressen. Das FBI brach in die Wohnung des Piloten ein und das Tonband landete so schliesslich bei FBI-Chef Hoover.
[bearbeiten] Richard Helms
Im Februar 1962 vereinbarten Richard Helms, der nach der Pleite in der Schweinebucht Richard Bissells Job als stellvertretender Planungsdirektor in der CIA übernahm und die Mordpläne gegen Castro weiterführte, und FBI-Chef Hoover vermutlich, ihre jeweiligen Geheimaktionen gegenseitig zu decken.
[bearbeiten] Frederick Vanderbilt Field
Marilyn Monroe flog, mit einem Zwischenstop in Florida, wo sie ihren Liebhaber John F. Kennedy im Hotel Fountainbleu traf, nach Mexico City in die Ferien. Über ihre Haushälterin Eunice Murray knüpfte sie Kontakt mit dem Schwager Churchill Murray, der einen kommunistischen Sender in Mexico betrieb und in Verbindung zur sowjetischen und kubanischen Botschaft stand. Marilyn Monroe traf auch Frederick Vanderbilt Field, der ebenfalls vor seiner Verhaftung wegen kommunistischer Aktivitäten ins Exil floh. Marilyn Monroe begann eine Affäre mit dem mexikanischen Drehbuchautor José Bolaños, der im Kreis der kommunistischen Exilamerikaner verkehrte. Bolaños, der ein Spitzel mit Kontakt zum Chef der CIA-Station in Mexico E. Howard Hunt war, war beleidigt wegen der kurzen Dauer der Affäre mit Marilyn. Da Frederick Vanderbilt Field vom FBI scharf überwacht wurde, lag bei FBI-Direktor J. Edgar Hoover am 6.3.62 ein brisantes Dossier auf dem Tisch, in dem vermerkt war, dass die Liebhaberin des Präsidenten JFK mit Kommunisten in Kontakt stand. Marilyn Monroe ließ der Präsident später ohne eine persönliche Erklärung fallen. Dafür hatte dann sein Bruder Robert Kennedy eine Affäre mit ihr. Datiert vom 13.7.62 lag ein Report des Informanten José Bolaños auf dem Tisch von FBI-Direktor Hoover, der bestätigte, dass Robert Kennedy Geheiminformationen an Marilyn Monroe weitergab und sie mit Frederick Vanderbilt Field befreundet war. Field kam am 10.7. nach New York und wohnte für mehrere Wochen in Marilyns Wohnung an der 444 East Fifty-Seven Street.
[bearbeiten] Judy Campbell
FBI-Chef J. Edgar Hoover und US-Präsident John F. Kennedy lunchten am 22.3.62 zusammen, zum zweiten Mal seit der Inauguration, wobei der FBI-Chef den Präsidenten darüber informierte, dass er seine Beziehung zu Judith Campbell kennt und dass das FBI auf die Kontakte von Marilyn Monroe mit Frederick Vanderbilt Field gestossen war. Hoover schickte Robert Kennedy am 27.2.62 ein Memorandum, dass festhielt, dass Judith Campbell, die mit den Mafiosi Giancana und Roselli in Kontakt stand, bereits siebzig Mal ins Weisse Haus telefoniert habe. Robert Kennedy informierte seinen Bruder nicht über das Memorandum, sondern wandte sich an seinen Vertrauten und Vize-Justizminister Joseph Dolan, der John F. Kennedys Sekretärin Evelyn Lincoln verbot, weiterhin die Anrufe von Campbell anzunehmen. Hoover sagt dem Präsidenten jedoch vermutlich nicht, dass er die Beziehung seit 1960 überwachen ließ, dass er Campbells Funktion als Informationskanal für das Anti-Castro-Plot kannte und von der Zusammenarbeit der Mafioso Giancana und Roselli mit der CIA wusste. John F. Kennedy war zwar wütend über Hoover, brach aber seine Verhältnisse weder zu Marilyn Monroe noch zu Judith Campbell deswegen ab. J. Edgar Hoover traf John F. Kennedy am 24.5.62 erneut, um ihn vor den Folgen einer Veröffentlichung seiner Affären zu warnen. Judith Campbells Verhältnis mit der Mafia muss von Hoover nochmals aufgebracht worden sein, denn JFK rief seine Liebhaberin an, um ihr zu sagen, dass sie ihre Beziehung beenden müssen.
[bearbeiten] Marilyn Monroe
J. Edgar Hoover unterstützte die Vertuschung der Ermordung von Marilyn Monroe. 14 Tage nach der Ermordung nahm das FBI Telephongespräche von Mafioso auf, die über die Publikation der Affäre von Robert Kennedy und Marilyn Monroe diskutierten. Sie wurden kurz darauf wegen Erpressung verhaftet und verurteilt. Der rechtsextreme ehemalige FBI-Agent Frank Capell veröffentlichte 1964 als erster in seinem Buch "The Strange Death of Marilyn Monroe" ([1]) die Mordthese, beschrieb ihre Beziehung mit Robert Kennedy und seine Präsenz bei Marilyn am 4.8.62. Hoover verteilte 25 Exemplare dieses Buches an FBI-Agenten, während der Justizminister Robert F. Kennedy Capells Telefon abhören ließ.
[bearbeiten] Paul Raigorodsky
Paul Raigorodsky, Kopf einer weißrussischen Exilantengruppe, in der auch Lee Harvey Oswald tätig war, war mit William F. Buckley und J. Edgar Hoover befreundet und Direktor der Tolstoy Foundation, die von der US-Regierung $400'000 erhielt.
[bearbeiten] Stork Club
Die CIA-Agenten Frank Sturgis und Alexander Rorke gründeten die Freedom Fighters, weil die Anti-Castro Brigade ineffektiv war. Edith Kermit Roosevelt unterstützte die Freedom Fighters mit $75'000. Rorke trat als 17jähriger der Armee bei und diente als Militärgeheimdienstspezialist im 2.Weltkrieg. 1952 heiratete er Jacqueline Billingsley, deren Vater der ehemalige Alkoholschmuggler Sherman Billingsley ist, dem der Stork Club gehörte, wo sich die Mobster treffen und FBI-Chef Hoover ein Stammgast war.
[bearbeiten] Bruno & Bufalino
Laut Gesetz musste das FBI Drohungen gegenüber Staatsbeamten dem für die Leibwache des Präsidenten zuständigen Secret Service melden, was J. Edgar Hoover bei missliebigen Politikern wie den Kennedys jedoch gerne mal unterließ. Bereits am 17.7.62 nahm das FBI ein Gespräch auf zwischen Angelo Bruno, Boss von Philadelphia, und Russell Bufalino, Capo in Pittston, in dem sie über Marcellos Schwierigkeiten mit Robert Kennedy sprachen. In den 6 Monaten vor dem Kennedy-Attentat werden 400 Todesdrohungen registriert, wovon drei so gravierend sind, dass das Sicherheitskonzept verstärkt werden müsste. Beispielsweise hört das FBI in Buffalo am 31.10. eindeutige Morddrohungen von Mafialeuten gegen den Präsidenten ab, die Hoover weder an das Justizministerium noch an den Secret Service weiterleitet. Am 4.11. schrieb Byron Selton, Mitglied des Democratic National Committee von Texas, an Robert Kennedy und empfahl aufgrund der Attentatsgefahr, die Reise nach Texas oder wenigstens den Dallas-Besuch abzusagen.
[bearbeiten] Teddy Kennedy
Die Demokraten schneiden bei den Zwischenwahlen vom November 1963 erstaunlich gut ab. Zu den Gewinnern gehörte auch Teddy Kennedy, der einen Senatssitz in Massachusetts gewann, obwohl FBI-Chef Hoover dafür sorgte, dass in der Presse veröffentlicht wurde, dass Teddy von der Harvard suspendiert wurde, weil einer seiner Freunde sein Spanisch-Examen schrieb.
[bearbeiten] H. L. Hunt
J. Edgar Hoover war ein Pokerfreund von H. L. Hunt, der eine direkte Telefonleitung zu Hoover hatte. 1955 orderte der FBI-Chef den Agenten Paul Rothermel zum Schutz Hunts ab. Der frühere FBI-Agent Booth Mooney war Hunts Verbindungsmann zu Präsident Johnson und schrieb etwa die Hälfte von Hunts rechtsextremen Radiosendungen Lifeline. Hunt iniziierte und finanziert einen eigenen Geheimdienst, den Foreign Intelligence Digest. Beteiligt daran waren unter anderem General Willoughby, Frank Capell, Billy James Hargis, José Ignacio Rasco, Austin J. App, Raymond de Jaegher und Philip J. Corso. Der FID stand in Kontakt zur Organisation Gehlen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gewannen solche Netzwerke zunehmend an Bedeutung und waren in fast alle Skandale verwickelt. Die H.L.H. Productions Inc. diente zur Finanzierung verdeckter Operationen, auch zusammen mit der Mafia. Hunt stand in Verbindung mit Frank Erickson, Ray Ryan, Frank Costello, Carlos Marcello und Joe Civello.
[bearbeiten] Regis Kennedy
FBI-Direktor Hoover verstärkte, nachdem Robert Kennedy ihn wegen Untätigkeit gerügt hat, die Überwachung von Mafiaboss Carlos Marcello. Zuständig dafür war FBI-Agent Regis Kennedy, der während Jahren berichtete, Marcello sei ein einfacher Tomatenhändler, wofür er von Marcello bezahlt wurde. Trotz der Anweisung zur erhöhten Anstrengung schaffte es das lokale FBI nicht, in New Orleans und Dallas weiterzukommen. Dabei hatte das Imperium von Marcello einen geschätzten Wert von $1,6 Mrd. Die New Orleans Crime Commission schätzte, dass 1963 Gewinne von $500 Mio. aus dem Spielgeschäft, $100 Mio. von Bars und Saloons, $8 Mio. durch Einbrüche und Hold-ups, $6 Mio. aus der Prostitution und $400 Mio. aus Geldwasch-Investitionen im Transportwesen, in Finanzgeschäften und Liegenschaften heraussprangen. Nachdem Robert Kennedy von J. Edgar Hoover eine effektivere Überwachung von Mafia-Boss Sam Giancana verlangte, führte Hoover die "Manndeckung" ein. FBI-Agenten folgen dem Mafiaboss offen und immer überall hin. Dies brachte natürlich keine neuen Erkenntnisse, sondern provozierte Giancana so weit, dass er zum Gegenangriff überging. Er klagte am 28.6. auf Rat des Advokaten Tony Tisci gegen das Justizministerium wegen fortwährender Belästigung und Einschränkung der Privatsphäre.
[bearbeiten] Martin Luther King
FBI-Chef Hoover ließ den schwarzen Bürgerrechtler Martin Luther King im Rahmen der COINTELPRO-Aktivitäten seit Oktober 1962 unter dem FBI-Code ZORRO überwachen, obwohl ihm Justizminister Robert Kennedy keine Bewilligung dazu erteilte. Im Oktober 1963 erhielt Hoover in einem Kuhhandel zur Unterdrückung von John F. Kennedys Affäre mit Ellen Rometsch von Robert Kennedy die Erlaubnis, Martin Luther Kings Telephon abhören zu lassen. Aber nicht nur das Telefon, sondern die Hotelzimmer und selbst die Altäre wurden verwanzt und King wurde auf Schritt und Tritt beschattet. Hoover begann dann, King als Lügner, Sexpathologen, Trinker und Kommunisten öffentlich zu diffamieren. Nach Kennedys Ermordung trafen sich sich Beamte des FBI und diskutierten darüber, wie man "King als Schwarzenführer neutralisieren könne". "Nach intensiver Fahndung" fand man nach dem Mord vom 04.04.1968 an Martin Luther King James Earl Ray am 7.6.68 in London und verhaftete ihn am folgenden Tag. Hoover und Justizminister Ramsey Clark, der bereits eine erfolglose Nachuntersuchung zu Kennedys Autopsie leitete, entschieden kurz darauf, dass Ray der alleinige Mörder Kings wäre, obwohl das Gewehr und die Kugel, die King traf, nicht zusammenpassten. Die angebliche Mordwaffe versagte beim Zielgenauigkeitstest, weil das Zielfernrohr nie genau eingestellt wurde. Der einzige Augenzeuge, der Ray am Tatort beobachtet haben will, war Charles Quitman Stephens. Er war so stark betrunken, dass er kaum stehen konnte, identifizierte den Täter anfänglich als einen Schwarzen und Ray erst, nachdem er vom FBI $30'000 erhalten hat.
[bearbeiten] Lee Harvey Oswald
Sieben FBI-Beamte waren in den eineinhalb Jahren bis zu seinem Tod in Kontakt mit Lee Harvey Oswald. William Torbitt schliesst daraus, dass FBI-Chef Hoover über die FBI-Division Five und die Defense Industrial Security Command hinter der Manipulation Oswalds steckte. Oswald erledigte aber nicht nur Aufträge des FBI, sondern auch der bundesstaatlichen Social Security, des Secret Service und der Alcohol, Tobacco, and Firearms-Einheit (ATF) der U.S.Treasury, weshalb er bei einem Privatdetektivbüro angestellt war und nicht beim FBI. Im Auftrag der ATF bestellte Oswald als "A. J. Hidell" am 27.1.63 den Smith & Wesson-Revolver bei George Rose and Company, mit der Hemming Geschäfte machte. Bis heute haben sich die Behörden geweigert, Oswalds Steuerunterlagen zu veröffentlichen, die die genauen Auftragsverhältnisse klarstellen würden.
[bearbeiten] Richard Berlin
FBI-Chef Hoover konnte lange auf die Mithilfe der Hearst-Zeitungen von Richard Berlin zurückgreifen, um die Kommunistenangst im Land zu fördern.
[bearbeiten] Kenneth O'Donnell
Die Kennedys wiesen 1963 Kenneth O'Donnell an, ein Schmutz-Dossier über Hoover zu eröffnen, um etwas gegen ihn in der Hand zu haben.
[bearbeiten] Ellen Rometsch
Am 03.07.1963 informiert J. Edgar Hoover Robert Kennedy, dass er einen Bericht erhalten habe, aus dem hervorgehe, dass der Präsident mit Ellen Rometsch, die früher für Walter Ulbricht gearbeitet habe und eine Spionin sein könnte, ungesetzliche Beziehungen habe. Die Gegespionageabteilung des FBI eröffnet daraufhin eine Untersuchung. Auf offizielles Ersuchen des Aussenministeriums hin wird Ellen Rometsch am 21.8. in einem Air Force Transporter deportiert
[bearbeiten] Martello & Quigley
Die Aussagen von Lee Harvey Oswald zum angeblichen Streit mit CIA-Informant Carlos Bringuier am 10.8.63 gegenüber Geheimpolizist Francis Martello passen nicht zu denen bei FBI-Agenten John Lester Quigley. Interessant am Konflikt mit Bringuier ist auch, dass Oswald Bringuiers Verbindung zur "Cosa Nostra" erwähnt, obschon dieser Begriff erst nach der spektakulären Zeugenaussage Valachis vom 25.9.63 gebräuchlich wird. Martellos Bericht geht an die 112. Armeegeheimdienststelle weiter, während der von Quigley an das Marinegeheimdienstbüro in Algiers, Louisiana, weitergeleitet wird. Dabei handelt es sich möglicherweise um eine von Hoovers Techniken, mit kompromittierenden Daten umzugehen, indem diese in Militärgeheimdienstarchive ausgelagert werden.
[bearbeiten] Richard Case Nagell
ONI-Agent Richard Case Nagell schrieb Hoover, dass Lee Harvey Oswald, den er persönlich kenne, John F. Kennedy am 23.9.63 umbringen wolle. Ein Attentatsort könne Ashland in Wisconsin sein, wo Kennedy am 24.9. eine Rede halte.
[bearbeiten] Baker & Jones
J. Edgar Hoover übte im Oktober 1963 auf das Justizministerium Druck aus, um die Prozesse gegen seine Freunde Bobby Baker und Clifford Jones zu verzögern und zu erschweren. Jones wurde erst fünf Jahre nach der Anklage vor Gericht gestellt. Schliesslich saß Baker, in 9 Punkten schuldig gesprochen, 18 Monate in einem Gefängnis.
[bearbeiten] Ted Lee
Nachdem FBI-Chef Hoover am 7.12.63 die Untersuchung zur Ermordung von John F. Kennedy bereits abschliessen wollte, veröffentlicht die Presse 6 Briefkopien Oswalds, die FPCC-Chef Ted Lee nach dem Attentat dem FBI übergab. In der New Yorker Ausgabe des Journal-American schrieb Guy Richards, ein Freund von John Malone, das Attentat könnte eine vom FPCC gesteuerte Verschwörung sein.
[bearbeiten] Schutz für die Birmingham Bomber
J. Edgar Hoover verhinderte 1963 trotz von seinen Untergebenen als gut eingeschätzter Erfolgschancen eine Anklage der im Ku Klux Klan organisierten Südstaaten-Rassisten mit Verbindungen Thomas E. Blanton Jr., Bobby Frank Cherry, Robert Chambliss und Herman Cash wegen eines Bombenattentats auf die Schwarzen-Kirche in Birmingham, Alabama, bei dem vier dunkelhäutige Mädchen starben.
[bearbeiten] Madeleine Brown
Am Vorabend des Attentats auf John F. Kennedy nahm die Geliebte des damaligen Vizepräsidenten Lyndon B. Johnson, Madeleine Brown, nach eigenen späteren Angaben an einem abendlichen Treffen zu Ehren von J. Edgar Hoover bei Clint Murchison teil. Zu den Gästen gehörten unter anderem J. Edgar Hoover, Clyde Tolson, der Präsident der Chase Manhattan Bank John J. McCloy, Richard Nixon, der Rechtsextremist Harvey Bright und Haroldson L. Hunt. Johnson taucht am Ende der Party auf und verschwindet mit der Gruppe im Arbeitszimmer von Murchison. Nach der Unterredung flüsterte Johnson ihr angeblich zu: "Nach dem morgigen Tag werden mich diese gottverdammten Kennedys nie mehr in Verlegenheit bringen - das ist keine Drohung, sondern ein Versprechen."
[bearbeiten] JFK Attentat
Noch keine zwei Stunden nach dem Attentat auf John F. Kennedy, als die Polizei in Dallas noch daran war, die Identität von Oswald abzuklären, rief J. Edgar Hoover Justizminister Robert Kennedy an und sagte, sie hätten den mutmasslichen Präsidentenmörder gefasst: ein prokommunistischer Ex-Marine, der in die UdSSR übergelaufen sei, ein niederträchtiger Verrückter aus dem extremistischen Castro-freundlichen Lager. J. Edgar Hoover gab bald darauf ein internes Memorandum heraus, dass "der extreme Linksradikale Oswald" Kennedy erschossen habe. Nachdem Lyndon Johnson selbst Captain Will Fritz von der Polizei in Dallas angerufen hat, resignierte das Polizeidepartement von Dallas und übergab dem FBI die Beweismittel, die FBI-Agent Warren DeBrueys nach Washington abtransportierte. Hoover beauftragte ihn mit der Koordination der Datensammlung für die Warren-Kommission.
[bearbeiten] Warrenkommission
Schon an der ersten Sitzung der Warrenkommission zur Aufklärung des JFK-Mordes ist klar, dass es zu einem Machtkampf mit J. Edgar Hoover kommen wird, der über jedes der sieben Mitglieder ein Geheimdossier anlegen lässt. Keines der Kommissionsmitglieder hat aber auch ein Interesse daran, eine Verschwörung aufzudecken, zumal sie von den Informationen Hoovers abhängig sind. Der FBI-Direktor versucht zu verhindern, dass die Kommission ein eigenes Untersuchungsteam engagiert, was Warren an der ersten Kommissionssitzung auch vergeblich vorschlägt. Die Kommission bekommt von Kongress sogar das Recht, Straffreiheit für Zeugenaussagen zu gewähren, ein Recht, von dem die Kommission nicht einmal Gebrauch macht. Das Justizministerium lässt die Kommission bewusst in Abhängigkeit vom FBI. Der am 9.12.63 fertig gedruckte fünfbändige zusammenfassende FBI-Bericht vertritt die Einzeltätertheorie, obwohl in Texas Ermittlungsergebnisse zusammengetragen werden, die das Gegenteil beweisen. Mit der dringenden Bitte um sofortige Veröffentlichung des Resultats zwingt Hoover die erst vier Tage arbeitende Kommission, dieser Theorie zu folgen. Mit der Angst vor Enthüllungen und Skandalen im Rücken unterschlägt und manipuliert Hoover die Informationen, lässt Beweismittel und Zeugenaussagen verschwinden und fälschen, Zeugen einschüchtern und bedrohen. Die New York Times berichtete am 5.12.63, dass viele Augenzeugen nicht mehr bereit seien, der Presse Auskunft zu geben, nachdem sie vom FBI verhört wurden. Hoover verhinderte damit trotz den 25'000 Interviews und den 2300 Untersuchungsberichten eine eigentliche Untersuchung.
[bearbeiten] George De Mohrenschildt
J. Edgar Hoover verschwieg gegenüber der Warren-Kommission die Nazi-Verbindungen von George De Mohrenschildt, der aus seiner Bewunderung für Heinrich Himmler zeit seines Lebens keinen Hehl machte.
[bearbeiten] Barry Goldwater
Da der Republikaner Barry Goldwater in einem privaten Gespräch mit einem ehemaligen FBI-Agenten sagte, er würde Hoover entlassen, lässt Hoover den Präsidentschaftskandidaten 1964 abhören und versorgt Präsident Johnson mit Material über seine politischen Gegner, welches Johnson auch explizit anfordert. Johnson leidet an einer Kommunismusphobie und lässt sogar seinen Vizepräsidentschaftskandidaten Hubert Humphrey vom FBI überprüfen. Als Gegenleistung setzt Johnson für Hoover das Gesetz, dass Staatsangestellte spätestens mit 70 pensioniert werden müssen, für unbestimmte Zeit ausser Kraft.
[bearbeiten] Billy Byars
Billy Byars Jr. fragte Hoover ein Jahr nach dem JFK-Attentat, ob er denke, dass Oswald der Täter gewesen sei. Hoover meinte ihm zufolge, dass es sehr gefährlich wäre für das Land, wenn er erzählen würde, was er wisse. Das ganze politische System könnte auseinanderbrechen. Hoover bestimmte Alan Belmont und William Branigan von der Gegenspionage-Abteilung zu den Verantwortlichen des Dossiers über das Attentat. Dasselbe Team war verantwortlich für die Untersuchung und Anklage von Ethel Rosenberg mithilfe gefälschter Beweise, um ihren Mann Julius zu kriegen.
[bearbeiten] Edward Becker
Privatdetektiv Edward Becker lernte Mafiaboss Carlos Marcello über Carlo Roppolo, der einen Öl-Deal abschliessen wollte, kennen. Auf seine Schwierigkeiten mit den Kennedys angesprochen, reagierte Marcello heftig: "Livarsi na pietri di la scarpa" (Nehmt den Stein aus meinem Schuh) und äusserte ihm gegenüber, er wolle John F. Kennedy töten lassen und einen Spinner vorschieben, der die Schuld auf sich nehme. Weshalb er den Präsidenten und nicht den Justizminister umbringen wolle, erläuterte er mit einem sizilianischen Sprichwort: "Wenn du einen Hund töten willst, hack ihm nicht den Schwanz ab, sondern den Kopf." Becker, der den Eindruck hatte, dass Marcello seine Mordpläne bereits mit anderen Leuten abgesprochen hatte, wurde am 20.11.62 vom FBI im Ermittlungsfall Billie Sol Estes interviewt. Er erwähnte dabei sein Treffen mit Marcello, aber da der Agent daran nicht interessiert war, erzählte Becker nichts von den Morddrohungen. Becker gab 1965 diese Information an Ed Reid weiter, der ein Buch darüber schrieb (The Grim Reapers, 1970). Vor der Veröffentlichung verlangte das FBI, die Passage, dass das FBI bereits vor dem Attentat vom Treffen Beckers mit Marcello gewusst habe, zu streichen. Becker wurde 1967 von Hoover in den Dreck gezogen, wozu Sidney Korshak die Informationen lieferte.
[bearbeiten] Louis Mortimer Bloomfield
Der Mehrheitsaktionär der mit der CIA-Tarnfirma Centro Mondiale Commerciale verbundenen Firma Permindex, OSS-Veteran Louis Mortimer Bloomfield, ist sowohl mit FBI-Chef Hoover als auch mit Mafiaboss Bonanno befreundet.
[bearbeiten] Subcommittee on Invasion on Privacy
William Loeb, Herausgeber der Manchester Union Leader in New Hampshire, bietet $100'000 Belohnung für Beweise, dass das Telefon des zu acht Jahren verurteilten Gewerkschaftsbosses Hoffa vom FBI angezapft wurde und versucht so, dem FBI einen Rechtsbruch nachzuweisen. Dank seiner Akten kann J. Edgar Hoover Ende der sechziger Jahre ein Hearing vor dem "Subcommittee on Invasion on Privacy" unter Vorsitz von Senator Edward Vaughan Long mit Erpressung verhindern. Obwohl Long die Untersuchung über die Missachtung der Freiheitsrechte durch das FBI einstellt, zerstört eine Kampagne im Life Magazine, die behauptet, er habe von Morris Shenker von der Teamsters Union Schmiergelder angenommen, ein Jahr darauf seine politische Karriere. Auch über Cornelius E. Gallagher, der sich Hoovers Forderung, Robert Kennedy vor dieses Subcommittee zu bringen, widersetzt, wird von Sandy Smith im Life Magazine behauptet, er habe Beziehungen zur Mafia. Die erfundenen Beweise bekam Smith von Cartha DeLoach. Das FBI brach bei Gallagher ein und hörte sein Telephon ab.
[bearbeiten] David Ferrie
CIA-Pilot David Ferrie geriet nach dem Mord an JFK durch die Ermittlungen der Polizei kurzfristig in das Licht der Öffentlichkeit. Mafiaboss Carlos Marcello schenkte Ferrie eine Markentankstelle und ließ ihn bis 1966 für verschiedene seiner Firmen arbeiten. New Orleans Bezirksstaatsanwalt Jim Garrison, der David Ferrie nach dem Attentat verhört hatte, griff den Fall Ende 1966 erneut auf und erfuhr von Jack Martin von der Verbindung Ferries und des inzwischen verstorbene Banister zu militanten Exilkubanern. Garrison verdächtigte eine Gruppe um Ferrie, Banister, Bringuier und den CIA-Residenten Clay Shaw, in einen Plot zur Ermordung Kennedys verwickelt gewesen zu sein, da Kennedy die Feindseligkeiten mit Kuba und die CIA-Operationen in Vietnam hatte beenden wollen. Ferrie wurde Garrisons wichtigster Zeuge bei dessen Ermittlungen gegen den als angesehenen Geschäftsmann geltenden Shaw. Zu einer Zeugenaussage kam es jedoch nicht mehr. Am 22. Februar 1967 wurde Ferrie, der um sein Leben gefürchtet hatte, tot neben zwei nicht unterschriebenen auf einer Schreibmaschine gefertigten Abschiedsbriefen aufgefunden. Die Autopsie ergab als Todesursache ein Beeren-Aneurysma. Im Haus wurde eine angebrochene Flasche Proloid gefunden, die bei Ferrie dieses Symptom hätte herbeiführen können. Der Prozess von Jim Garrison war damit gescheitert. Einen Tag später wurde der eng mit Ferrie befreundete Exilkubaner Eladio de Valle mit eingeschlagenem Kopf und Schuss ins Herz tot aufgefunden. Drei Monate später fand man Ferries engste Freundin Mary Stults Sherman ermordet auf. Nachdem FBI-Chef J. Edgar Hoover die Akte von David Ferrie als geheim klassifizierte, wurde 1976 bekannt, dass sie verschwunden ist.
[bearbeiten] Black Panthers
1968 beschloss J. Edgar Hoover in Zusammenarbeit mit CIA und Polizeikräften, die Black Panther Party durch eine Reihe von Aktionen zu zerstören, wobei bis Ende 1969 mindestens 28 Mitglieder getötet werden. Unter CIA-Offizier E. Howard Hunt arbeiten Roy Hargraves offiziell und Gerry Hemming inoffiziell als Trainer der Black Panthers. Roy Hargraves gelingt es, sich als Bodyguard von Black Panther-Propagandist Eldridge Cleaver einzuschleusen, der unschuldig wegen Mordes angeklagt wird. Cleaver stirbt nur 40jährig im Exil. William O'Neil, der zuständige FBI-Agent und "Bodyguard" der Black Panther-Führer Fred Hampton und Mark Clark erhielt eine Belohnung von $10'000, nachdem die beiden bei einer Razzia am 03.12.69 im Schlaf erschossen wurden.
[bearbeiten] Robert F. Kennedy
J. Edgar Hoovers Lebenspartner und rechte Hand im FBI Clyde Tolson äusserte gegenüber William Sullivan, er hoffe, jemand schiesse auf Robert Kennedy und töte diesen Hurenson. Sirhan Bishara Sirhan feuert am 6.6.58 um 0.15 Uhr im Hotel Ambassador in Los Angeles von vorne aus zwei Meter Distanz auf Robert F. Kennedy. Möglicherweise hätte Sirhan vom Sicherheitsbeamten Thane Eugene Cesar erschossen werden sollen. Der Zeuge Don Schulman beobachtete, wie Cesar in Richtung Sirhan schoss. Der von der privaten Wachgesellschaft Ace Guard Services angestellte Cesar schoss von hinten aus kürzester Entfernung auf Kennedy, und dies waren vielleicht die tödlichen Schüsse. Cesar hatte eine geheime Zulassung für die Lockheed Aircraft in Burbank und die Hughes Aircraft. Laut John Meyer, ehemaliger Schmiergeldverteiler von Howard Hughes, kannten sich Cesar und Robert Maheu, der direkte Verbindungen zum Los Angeles Police Departement hatte. Die Domestic Contacts Division der CIA rekrutierte seit 1948 etwa 250 Personen der Hughes Aircraft und etwa 100 der Hughes Tool Company. Meyer informierte J. Edgar Hoover über diese Zusammenhänge, der meinte, er wisse, dass Kennedys Ermordung eine Operation von Maheu gewesen sei. Aber wenn es sich um eine CIA-Sache handle, könne er nichts tun. Für Bobbys Erzfeind J. Edgar Hoover war Sirhan ein weiterer Einzeltäter. Das FBI und das LAPD zerstörten Beweismittel, noch bevor Sirhans Prozess, der am 7.1.69 begann, abgeschlossen war.
[bearbeiten] Anna Chennault
US-Präsident Lyndon B. Johnson erfuhr von Alexander Sachs, dass Präsidentschaftskandidat Richard Nixon während des US-Präsidentschaftswahlkampfs 1968 Anna Chennault einsetzte, um die nach langen Anstrengungen angesetzten Friedensgespräche mit Vietnam zu verzögern. Ebenfalls beteiligt an der Sabotage der Gespräche waren John Mitchell, John Tower, Robert Hill, Henry Kissinger und der südvietnamesische Botschafter Bui Diem. Johnson beauftragte deshalb J. Edgar Hoover, Nixons Flugzeug und Hotelzimmer aus "nationalen Sicherheitsgründen" zu verwanzen. Nixon war jedoch seit Ende der 40er Jahre ebenfalls ein Freund Hoovers, dem er schon früh versicherte, dass er ihn als FBI-Direktor behalten wolle. Hoover führt die Überwachung durch, informierte Nixon und Chennault aber darüber.
[bearbeiten] Bebe
Charles Gregory Rebozo war bei den Finanzierungen von allen wichtigen Ereignissen von Nixons Karriere dabei: bei der Ernennung zum Vizepräsidentschaftskandidat 1952, bei den Wahlkämpfen 1960, 1962 und 1968. Zusammen mit dem Industriellen Robert Abplanalp verschaffte Rebozo seinem Freund eine Luxusvilla in Key Biscayne, ein Haus in San Clemente und eines in einem Nobelvorort Washingtons. Obwohl Rebozo auch mit Frauen verkehrt - unter anderem JFKs Liebhaberin Joan Hitchcock und Mafia-Princess Antoinette Giancana - und Jane Lucke heiratet, hatte er vermutlich auch eine sexuelle Beziehung mit Nixon. Rebozo war ein enger Freund des FBI-Agenten Kenneth Whittaker von Miami und kannte auch Hoover näher, da er seine Korrespondenz mit dem FBI-Direktor mit "Bebe" unterschrieb.
[bearbeiten] John Mitchell
Der 1969 vom frisch gewählten US-Präsidenten Richard Nixon im Amt bestätigte FBI-Chef J. Edgar Hoover verzichtete auf Bitte von Nixon bei Justizminister John Newton Mitchell auf die übliche Leumundprüfung. Nach Watergate gab es für Justizminister Mitchell 19 Monate Gefängnis wegen Verschwörung, Justizbehinderung und Meineid.
[bearbeiten] Richard Nixon
Als der spätere Präsident Richard Nixon Mitte der 60er Jahre im Anwaltsbüro von Mitchell arbeitete, unternahm er mit seinem Freund Bebe Rebozo zwei Reisen nach Hong Kong, wo Nixon 1958 eine Beziehung mit Marianna Liu begann, die vom britischen Geheimdienst für die CIA überwacht wurde. Nixon sah sie auf seiner jährlichen Reise in die britische Kolonie und nach ihrem Umzug in die USA auch zweimal im Weissen Haus. Dabei sollen die beiden mit Infrarotkameras durch das Bettzimmerfenster fotographiert worden sein, was Hoover möglicherweise einsetzte, um Druck auszuüben.
[bearbeiten] Morton Halperin
Nachdem die New York Times im April 1969 berichtete, das National Security Council prüfe die Konsequenzen des Rückzugs aus Vietnam und plane geheime Abrüstungsgespräche mit der Sowjetunion, war klar, dass ein hoher Regierungsbeamter Informationen weitergab. John Ehrlichman stellte deswegen im Mai den ehemaligen New Yorker Geheimpolizist Anthony Ulasewicz als Privatschnüffler an. FBI-Chef Hoover schlug seinem Freund, Präsident Nixon, den Einsatz von Wanzen vor, um herauszufinden, ob der verdächtigte Morton Halperin, Chef der Planungsgruppe des NSC, die NYT informierte. Während der nächsten 21 Monate wurden sechs Mitarbeiter Kissingers, einer von Nixons Redeschreibern und sieben andere Beamte sowie vier prominente Journalisten überwacht. Die Zusammenfassungen der Transkripts wurden Stabschef H. Robert Haldeman persönlich in versiegelten Umschlägen überreicht, da Nixon wusste, dass das Bekanntwerden der Überwachung der Medienleute eine Wiederwahl verunmöglichen würde. FBI-Chef Hoover nutzte diese Tapes 1971, um Nixon zu erpressen.
[bearbeiten] Jack Anderson
Der Journalist und ehemalige OSS-Agent Jack Andersons Assistent Charles Elliott begann 1970 mit FBI-Methoden gegen FBI-Chef J. Edgar Hoover zu ermitteln. 1971 veröffentlichte die Washington Post die von seinen Millionärsfreunden bezahlten Ferien und die Tantiemenzahlungen von $750'000, die Hoover für sein Buch "Masters of Deceit" und zwei Bücher über den Kommunismus, die er noch gar nicht geschrieben hatte, bezog. Ein weiterer Artikel enthüllte Hoovers Konsultationen bei seinem Arzt Dr. Ruffin wegen nächtlichen Albträumen. Hoover sprach mit Justizminister John Mitchell und Vize Richard Kleindienst über das Vorgehen gegen Anderson.
[bearbeiten] Citizens' Commission to Investigate the FBI
Im FBI-Büro von Media, Pennsylvania wurde am 8.3.71 eingebrochen und fast 1000 Dokumente werden gestohlen. Eine Gruppe, die sich "Citizens' Commission to Investigate the FBI" nannte, schickt Kopien der Dokumente an Politiker und die Presse. Diese Unterlagen bewiesen, dass "das FBI potenziell gefährlicher als seine Gegner und zu einer gesetzlosen politischen Polizei geworden ist", wie ein Publizist meinte. Da es sich um COINTELPRO-Unterlagen handelte, musste Hoover das Programm aufgeben, das sich auch gegen die Feminismusbewegung richtet. Senatoren wie George McGovern, Edmund Muskie, Henry Reuss und Mehrheitsführer Hale Boggs forderten den Rücktritt des FBI-Direktors, was dieser nur mithilfe einer Erpressung mit den Überwachungsbändern gegen die Kissingerleute verhindern konnte.
[bearbeiten] Daniel Ellsberg
Präsident Nixon ordnete 1971 nach dem Bekanntwerden der Pentagon-Papers eine verdeckte Aktion gegen Analyst Ellsberg an, aber FBI-Chef J. Edgar Hoover weigerte sich, weil Ellsberg mit der Tochter seines Freundes Louis Marx verheiratet war. Charles Brennan interpretierte jedoch die Anweisung Hoovers falsch und interviewte Marx, wofür er kurzerhand nach Ohio versetzt wurde. Dies wiederum brachte bei Brennans Freund William Sullivan das Fass zum Überlaufen: er überwarf sich mit Hoover und musste zurücktreten. Im August trafen sich Kissingers Assistent David Young, CIA-Verbindungsoffizier John Paisley und Howard Bowen vom Office of Security in Langley, worauf die "Klempner" E. Howard Hunt, Gordon Liddy, Felipe DeDiego, Eugenio Martinez und Bernard Barker einen Einbruch in die Praxis von Ellsberg Psychiater Lewis Fielding organisieren. Fielding ist enger Freund von Ralph Greenson und von Norman Leites, der bei der Rand arbeitet. Der Einbruch ist erfolglos, man findet kein Belastungsmaterial, das für ein Hearing gegen Ellsberg verwendet werden könnte, weshalb ein zweiter Einbruch beim Psychoanalytiker von Ellsbergs Frau in New York durchgeführt wird. Weitere politisch motivierte Einbrüche erfolgen beim NAACP Legal Defense Fund, bei Potomac Associates, drei Mal bei Lou Harris und zwei Mal bei Mortimer Caplin. FBI-Chef Hoover war auf dem Laufenden, weil er die Kopien der Bänder kriegt, die Nixon von seinen Sitzungen aufnehmen lässt. Zudem hat er mit Fred La Rue, dem Sohnes seines Freundes Ike La Rue, und Joseph Woods, dem Bruder von Nixons Sekretärin Rose Mary Woods, seine Spitzel im Weissen Haus. Sullivan übergab Vize-Justizminister Robert Mardian die Transkripts der Abhörbänder, damit Hoover Nixon nicht mehr erpressen kann. Während einem Jahr wurde im Weissen Haus diskutiert, wie der neurotische FBI-Direktor Hoover gefeuert werden kann. Trotz mehrerer Versuchen gelang dies Nixon nicht.
[bearbeiten] Nixon Wiederwahl 1972
H. Robert Haldeman instruierte John Dean im Dezember 1971, ein Geheimdienst-Programm für die Sicherung von Nixons Wiederwahl zusammenzustellen, weil dessen Wahlkampagnen immer wieder sabotiert wurden. Richard Nixon will auch verhindern, dass Leute an seiner Wahlkampagne beteiligt sind, die auch für andere Republikaner arbeiten. Dean wählt Gordon Liddy, der das "Committee to Re-elect the President" CREEP aufbaut und einen Plan zur Elimination von FBI-Recht J. Edgar Hoover entwickelt. Liddy arbeitet zusammen mit James McCord, der Sicherheitskoordinator der CREEP (oder CRP) wird, und Fred LaRue, dessen Vater Ike mit Clint Murchison und Hoover befreundet ist.
[bearbeiten] John Alessio
Im Life Magazine wurde im Detail nachgewiesen, wie das Weisse Haus dem Bankier Arnholt Smith, einem von Nixons besten Freunden, und dem kalifornischen Mafiaboss John Alessio half, Korruptionsaffären und Steuerforderungen zu umgehen. Alessio unterstützte Nixons Wahl 1968 mit $26'000. FBI-Chef J. Edgar Hoover durchkreuzte Nixons Strategie, wollte Alessio vor Gericht bringen und plante zudem, vor dem Kongress über die FBI-Überwachung der chilenischen Botschaft im Auftrag der CIA auszusagen, worauf Nixon alles daransetzte, den FBI-Direktor zu beseitigen. Nixon befürchtete, dass auch die Verwanzung von Pressehäusern, vom National Security Council-Personal und von Ellsberg herauskommen könnte. Ein erster erfolgloser Einbruch wurde bei Hoover durchgeführt, um das Weisse Haus belastende Dokumente zu finden. Hoover verriet aber nichts davon bei seinen Aussagen am 2.3.72. Jack Anderson veröffentlichte am 1.5.72 Informationen über FBI-Dossiers, die das Ausspionieren des Privatlebens von Politikern, Journalisten und Prominenten betreffen. Das FBI verhaftete daraufhin Andersons Assistent Leslie Whitten. Zudem war J. Edgar Hoover bereits im Besitz von Vorkopien der Bücher von Jay Robert Nash, der die Überwachungstechniken des FBI enthüllte, und Hank Messick, der die Beziehung Hoovers mit der Mafia untersuchte. Richard Nixon ließ einen zweiten Einbruch bei Hoover durchführen.
[bearbeiten] Tod
Unter der Leitung von Gordon Liddy gelang es E. Howard Hunt, Bernard Barker, Frank Sturgis und Felipe DeDiego Thiophosphat, das einen Herzinfarkt bewirkt und nur nachgewiesen werden kann, wenn die Autospsie innerhalb weniger Stunden nach dem Tod durchgeführt wird, in Hoovers Toilettenartikeln zu plazieren. Nixon rief Hoover zwischen 22 und 24 Uhr an, um ihm mitzuteilen, dass er ihn entlasse, woraufhin Hoover seinem Partner Clyde Tolson telefonierte. Wahrscheinlich schluckte Hoover dann die tödlichen Beruhigungspillen. Hoover wurde am 2.5. um 8.30 Uhr von seiner Haushälterin Annie Fields tot aufgefunden. Die Ärzte verzichteten auf eine Autopsie Hoovers.
[bearbeiten] Beerdigung
Bei der Beerdigung Hoovers am 3.5.72 versuchten Frank Sturgis, Bernard Barker, Humberto Lopez, Pablo Fernandez, Angel Ferrer, Reinaldo Pico, Virgilio Gonzalez und Felipe De Diego Krawalle anzuzetteln, während Pazifisten die Namen von 40'000 Gefallenen in Vietnam vorlasen. Zwei der exilkubanischen Provokateure, die den Befehl hatten, dem anwesenden Daniel Ellsberg die Nase einzuschlagen, wurden vor ihrer Aktion von der Polizei verhaftet, aber gleich wieder entlassen, nachdem ein Mann in Zivil mit dem Kommandanten sprach.
[bearbeiten] Erbe
Hoovers Chauffeur James Crawford telefonierte mit dem Arzt Robert Choisser und Hoovers Freund Tolson, der das Weisse Haus sowie Helen Gandy, Hoovers Sekretärin seit 1919, informierte. Gandy begann daraufhin, den Aktenvernichter mit den "Personal and Confidental"-Akten zu füttern. Eine beträchtliche Menge von Dokumenten wurde einige Wochen zuvor zu Hoovers Haus transportiert. Als der Leichenwagen um 12.30 Uhr kam, wurde Hoovers Haus von 18 Regierungsagenten akribisch durchsucht, wobei Tolson präsent war. Angeblich wurde schon am Morgen früh etwas Grosses aus dem Haus getragen. Der neue Justizminister Richard Kleindienst ordnete die Versiegelung von Hoovers Büro an, um die Akten zu sichern, aber diese befinden sich in den anderen neun Büros der Chefabteilung. Nixon setzte den ehemaligen Navy-Offizier Louis Patrick Gray III. als provisorischen FBI-Direktor ein. Gray bewies seine Loyalität bei Nixons Wahlkämpfen 1960 und 1968 und war bei der Zerstörung von FBI-Dokumenten, vermutlich Akten über Nixon, behilflich. Beim Tod von Clyde Tolson 1975 zerstörte Grays Sekretärin Dorothy Skillman die Korrespondenz und das FBI entfernte eine Reihe Dokumente.
[bearbeiten] Seilschaften
Hoover sicherte seine Macht auch durch die Mitgliedschaft in vielen Organisationen wie American Bar Association, Boy Scouts, United States Chambres of Commerce, Kiwanis International, Knights of Columbus, Optimists International, Rotary International, Veterans of Foreign Wars und American Legion. Zudem baute Hoover über seinen Freund Carl McIntire die Cover-Institution American Council of Christian Churches auf.
[bearbeiten] Weblinks & Quellen
us-politik.ch: Mafia, Geheimdienste und Politik der USA
spartacus schoolnet uk: John Edgar Hoover