INSM
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[bearbeiten] Wesen
Die INSM, eigentlich Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, ist eine in erster Linie vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall finanzierte Lobby-Organisation, die politische und mediale Landschaftspflege und Manipulation mit dem Ziel betreibt, die Gewinne von Unternehmen und Unternehmern auf Kosten von Arbeitnehmern und Verbrauchern erhöhen.
[bearbeiten] Budget
Gesamtmetall finanziert die Grundausstattung langfristig mit 8,8 Mio Euro jährlich, was sich durch die feste Zusage bis 2010 dann auf mehr als 100 Mio Euro addiert. Mit Hilfe von Spenden der Industrieunternehmen kommt die INSM schätzungsweise auf ein Jahresbudget von mehr als 50 Mio Euro. Nach eigenen Angaben wird die INSM außerdem von weiteren "führenden Wirtschaftververbänden" unterstützt.
[bearbeiten] Wirtschaftskraft
Einen noch größeren Einfluß erreicht die INSM über die Wirtschaftskraft der mit ihr durch die Verbände verbundenen Unternehmen. Dadurch, dass die Mitgliedsunternehmen der Verbände ihr Marketing-Budget einsetzen, um willfährige Medien zu belohnen und widerspenstige Medienunternehmen zu bestrafen, hat die INSM die Macht, auch größere Verlage in den Ruin zu treiben.
[bearbeiten] Manipulationen
Zur Durchsetzung ihrer Ziele bedient sich die INSM vor allem des Mittels der finanziellen Einflußnahme und schreckt auch vor konspirativen Mitteln nicht zurück.
[bearbeiten] Beeinflussung von Politikern
Auf Politiker wird beispielsweise Einfluß genommen, in dem willfährige Politiker als gutbezahlte Referenten von befreundeten Unternehmen zu Vorträgen eingeladen werde.
[bearbeiten] INSM-Politiker
- Oswald Metzger, Landtagsabgeordneter der Grünen in Baden-Württemberg, zahlreiche Aktivitäten
- Gudrun Grieser, CSU-Oberbürgermeisterin von Schweinfurt, INSM-Debatte zur Wettbewerbsfähigkeit in Würzburg 2007
(an die Leser: bitte weitere eintragen, damit hier ein möglichst vollständiges Verzeichnis unwählbarer Politiker entsteht)
[bearbeiten] Steuerung der Wissenschaft
Die INSM beauftragt zahlreiche Professoren damit, Studien zu erstellen, in denen die vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln vorgegebenen Positionen der INSM wissenschaftlich verpackt und als richtig dargestellt werden. Theoretisch könnte ein Professor natürlich bei einer wissenschaftlichen Untersuchung, die über Drittmittel der INSM finanziert wird, zu für die INSM nachteiligen Ergebnissen kommen. Aber dann hätte der Professor natürlich demnächst keinen Drittmittelzahler mehr.
[bearbeiten] INSM-Professoren
- Professor Reinhold Schnabel, Universität Duisburg-Essen, Studie zur Zukunft der Pflege in Deutschland, 2007
- Professor Bernd Raffelhüschen, Freiburg, Zahlreiche Arbeiten zu den Vorzügen der privaten Rentenversicherung
- Professor Friedrich Schneider, Universität Linz (Österreich), Schattenwirtschaftsstudie gegen Mindestlohn zusammen mit Dominik Enste vom IW Köln
(an die Leser: bitte weitere eintragen, damit hier ein möglichst vollständiges Verzeichnis von INSM-Propaganda-Wissenschaftlern entsteht)
[bearbeiten] Druckausübung auf Medien
Auf klassische Medien wird zum Beispiel durch sogenannte Medienpartnerschaften Einfluß genommen. Dabei versorgt die INSM Kooperationspartner mit ihr genehmen redaktionellen Inhalten und als Belohnung dafür, dass eine Zeitung diese versteckte Propaganda druckt, winken dann größere Werbeaufträge der Mitgliedsunternehmen der INSM. Im Gegenzug muß sich auf Probleme bei der Akquise von Werbekunden einstellen, wer die INSM kritisiert.
[bearbeiten] Wikipedia-Editwar
Gar nicht glücklich waren die Spin-Doktoren der INSM damit, dass der Artikeln in der Wikipedia die Praktiken der INSM recht genau beleuchtet. Aus diesem Grunde starteten Unbekannte einen Edit-War in der Wikipedia, der in einer Sperrung des Beitrages mündete.
[bearbeiten] Klage gegen Wikipedia
Die hinter der INSM stehende berolino.pr GmbH ist 2007 durch die Berufung wegen einer abgelehnten einstweiligen Verfügung gegen Wikipedia Deutschland wegen einer in der Historie der Diskussion zum INSM-Eintrag bei de.wikipedia.org auffindbaren Äußerung aufgefallen.
[bearbeiten] Suchmaschinenoptimierung
In einem Beitrag von Perspektive 2010 vom 05.04.2007 wird dargelegt, wie Suchmaschinenoptimierer im Auftrag der INSM die Suchergebnisse systematisch beobachten, um dann, so die begründete Annahme, Treffer mit unvorteilhaftem Inhalt durch Propaganda der INSM zu verdrängen.
[bearbeiten] Links
http://www.nachdenkseiten.de/ (Zahlreiche Beiträge: Einfach bei "Suche" "INSM" eingeben!)
ad hoc news am 23.05.2007: Gericht verhandelt einstweilige Verfügung wegen Wikipedia-Eintrags
Perspektive 2010 am 05.04.2007: Die INSM hat das eine oder andere Problem
Magnus-Sebastian Kutz und Sabine Nehls am 08.01.2006 in der FR: Dokumentation - Angriff der Schleichwerber
Rudolf Stumberger in Telepolis am 15.03.2006: Der Internet-Krieg der Editoren
Mein Parteibuch 08.09.2005: Ein paar Worte zur Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) sponsored by Arbeitgeberverband Gesamtmetall
Gert Flegelskamp: Sind das die Botschafter des neoliberalen Terrors?
Watchblog 2.0 zur INSM: INSM-Watchblog 2.0
Watchblog zur INSM: INSM-Watchblog 1.0
Wikipedia: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (da der Wikipedia-Artikel häufig von Editwars und Vandalismus betroffen ist, findet sich eine Kopie des Wikipedia-Artikels vom 18.05.2007 unter Diskussion:INSM)