Ingrid Matthäus-Maier
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[bearbeiten] Person
Ingrid Matthäus-Maier, geboren am 09.09.1945 in Werlte, ist eine deutsche Juristin, Politikerin der Parteien FDP und SPD und als Bankmanagerin Vorstandssprecherin der staatlichen KfW-Bankengruppe.
[bearbeiten] Familie
Ingrid Matthäus-Maier ist mit dem Mathematiker Robert Maier verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Sankt Augustin bei Bonn.
[bearbeiten] Ausbildung und Beruf
[bearbeiten] Studium
Nach dem Abitur 1965 in Duisburg absolvierte Ingrid Matthäus-Maier ein Studium der Rechtswissenschaft in Gießen und an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, welches sie mit dem ersten und zweiten juristischen Staatsexamen beendete. Während ihrer Studienzeit in Münster war Ingrid Matthäus-Maier aktiv in der Studentengruppe der Humanistischen Union (HSG Münster).
[bearbeiten] FDP
1969 trat Ingrid Matthäus-Maier in die Jungdemokraten und die FDP ein. 1972 wurde Ingrid Matthäus-Maier für ein Jahr Bundesvorsitzende der Jungdemokraten und war von da bis zu ihrem Rücktritt 1982 Mitglied im Bundesvorstand der FDP.
[bearbeiten] Richterin
Nach ihrem Studium war Ingrid Matthäus-Maier bis 1976 als Mitglied des FDP-Bundesvorstandes Verwaltungsrichterin in Münster.
[bearbeiten] FDP-Abgeordnete
Ingrid Matthäus-Maier wurde über die FDP-Landesliste NRW bei der Bundestagswahl 1976 erstmals in den Deutschen Bundestag gewählt. Hier war sie ab November 1979 Vorsitzende des Finanzausschusses. Als im Herbst 1982 die FDP zur CDU überlief und Helmut Kohl zum Kanzler machte, verließ Ingrid Matthäus-Maier, die für den Erhalt der sozial-liberalen Koalition eingetreten war, am 09.11.1982 die FDP-Bundestagsfraktion und legte auch den Vorsitz des Finanzauschusses nieder. Am 02.12.1982 schied sie auch aus dem Bundestag aus.
[bearbeiten] SPD
Im Dezember 1982 wurde Ingrid Matthäus-Maier Mitglied der SPD. Von 1995 bis 1999 war sie Mitglied im SPD-Bundesvorstand. Bei der vorgezogenen Bundestagswahl 1983 zog Ingrid Matthäus-Maier erneut, diesmal auf dem Ticket der NRW-Landesliste der SPD, in den Bundestag ein. Sie war dann finanzpolitische Sprecherin und von 1988 bis 1999 auch stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion. Unter SPD-Kanzler Gerhard Schröder schied sie am 01.07.1999 aus dem Bundestag aus.
[bearbeiten] KfW
Seit 1999 ist Ingrid Matthäus-Maier Mitglied im Vorstand der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Am 09.12.2005 wurde sie zum 01.10.2006 als Nachfolgerin von Hans Reich zur Vorstandssprecherin der KfW-Bankengruppe gewählt.
[bearbeiten] Skandale und Skandälchen
Nachdem in den Jahren 2007 und 2008 aufgeflogen war, dass bei der halbstaatlichen KfW-Tochter IKB viele Milliarden Euro in amerikanische Finanzlöcher verpulvert wurden und Klaus Zumwinkel wegen des Auffliegens seines illegalen privaten Liechtensteiner Steuersparmodell als Postchef abtrat, "enthüllte" Chef-Schmuddel-Journalistin Verena Köttker am 15.02.2008 in der Bild, dass Ingrid Matthäus-Maier nach Rücktrittsforderungen in den Medien in einer entscheidenden Krisensitzung zur Rettung der IKB eine vorzeitigen Verlängerung ihres eigenen mit 418.000 Euro dotierten Vertrages angesprochen hat.
[bearbeiten] Auszeichnungen
1998 erhielt Ingrid Matthäus-Maier den CICERO rednerpreis.
[bearbeiten] Aufsichtsratsposten
Ingrid Matthäus-Maier ist Mitglied der Aufsichtsräte der Deutschen Post AG, der Deutschen Telekom AG, der RAG Aktiengesellschaft, der RAG Beteiligungs-AG und der Salzgitter Mannesmann Handel GmbH.
[bearbeiten] Weblinks
Verena Köttker am 15.02.2008 in der Bild: Bank-Chefin kämpft um Vertragsverlängerung