Inter-Services Intelligence
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[bearbeiten] Wesen
Der Geheimdienst Inter-Services Intelligence (ISI) ist der militärische Nachrichtendienst von Pakistan.
[bearbeiten] Leitung
Der ISI untersteht theoretisch der militärischen Führung, die derzeit in Händen des durch einen Militärputsch an die Macht gekommenen Präsidenten General Pervez Musharraf liegt. Praktisch gilt der ISI als Staat im Staat und es ist keineswegs klar, wer im ISI welche Agenda verfolgt.
[bearbeiten] Größe
Der ISI gilt als der mächtigste der pakistanischen Geheimdienste. In der Wikipedia wird die Stärke des ISI mit etwa 25.000 Mann geschätzt, wobei darauf hingewiesen wird, dass verlässliche Zahlen nicht verfügbar sind.
[bearbeiten] Korruption
Der ISI gilt, wie alle offiziellen Stellen von Pakistan, als hochgradig korrupt.
[bearbeiten] Parteifinanzierung durch den ISI
Der populäre ehemalige Luftwaffenoffizier und heutige Politiker Asghar Khan hat beim obersten Gericht von Pakistan eine Klage eingereicht, in der gezeigt wird, wie der ISI die Partei Islami Jamhori Ittehad seit ihrer Gründung mit großen Summen Geld unterstützt. Das oberste Gericht von Pakistan weigert sich seit nunmehr einem Jahrzehnt, diese Klage zu bearbeiten.
[bearbeiten] Geschichte
[bearbeiten] Gründung
Der ISI wurde 1948 kurz nach der Unabhängigkeit Pakistans von Maj Gen R. Cawthome unter der Mithilfe von CIA und SDECE gegründet und wurde dem iranischen Geheimdienst SAVAK nachempfunden.
[bearbeiten] Mudjaheddin
General Akhtar Abdur Rahman hat in den 80er Jahren als Leiter des ISI mit Unterstützung der amerikanischen CIA durch Ausbildung und Unterstützung von Mudjaheddin dafür gesorgt, dass die Armee der Sowjetunion von Paschtunen aus Afghanistan vertrieben wurde.
[bearbeiten] Taliban
Aus den Mudjaheddin ging später die islamistische Bewegung der Taliban hervor, die von 1996 bis 2001 in großen Teilen von Afghanistan das Sagen hatten, seit einiger Zeit wieder Gebiete um die afghanische Provinz Kandahar kontrollieren und in Pakistan das autonome Gebiet des Islamischen Emirats von Waziristan regieren. Bis zur Kehrtwende im Jahr 2001 zur Unterstützung der USA im Kampf gegen den Terror bediente sich der ISI nach Überzeugung von Hamid Karzai radikaler Taliban, um weiterhin entscheidenden Einfluß auf die Politik Afghanistans nehmen zu können.
[bearbeiten] Al-Qaeda
Nachdem im Oktober 2001 durch den indischen Geheimdienst aufgedeckt wurde, dass der damalige Leiter des ISI, General Mahmoud Ahmad über eine Anweisung an den ehemaligen MI6-Geheimdienstagenten[1] Ahmed Omar Saeed Sheikh, der später wegen Ermordung des Journalisten Daniel Pearl verurteilt wurde, den mutmasslichen Attentäter Mohammed Atta mit 100.000 US-Dollar finanziell bei den Anschlägen von 9/11 unterstützt hat, wurde die Unterstützung des ISI für Al-Qaeda offenbar.
[bearbeiten] Bücher
Mohammed Yousaf 1991 (Referenziert über die Uni Halle: Silent Soldier: The Man behind the Afghan Jehad
[bearbeiten] Quellen
- ↑ Daniel McGrory am 26.09.2006 in The Australian: CIA paid Pakistan for terror suspects
[bearbeiten] Weblinks
afgha.com am 21.03.2007: Hamid Karzai - Post-Taliban President (unter Bezugnahme auf Richard D. Kaplan in 09/2000 in The Atlantic Online)
Tara Kartha vom IDSA, New Delhi, Indien 10/2000: Pakistan and the Taliban: Flux in an Old Relationship?
Ardeshir Cowasjee 1994: We never learn from history
Who Killed John O'Neill? (Film zu den Hintergrundstrukturen von ISI, CIA und 9/11
Wikipedia: Inter-Services Intelligence (engl.)