IPA
im Parteibuch Lexikon, dem parteiischen Wiki mit wertenden Informationen in deutlicher Sprache
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[bearbeiten] Wesen
Die International Police Association, kurz IPA, ist ein Sammelsurium an privaten Vereinen, die das Wort Polizei schick finden, sich Verband von Berufsangehörigen nennen und das Wort Polizei gezielt zur Werbung von Mitgliedern und Anzeigenkunden nutzen. Die IPA ist in Deutschland viele verschiedene, rechtlich selbstständige und eigenverantwortlich handelnde Sektionen aufgeteilt, die hierarchisch gegliedert sind.
[bearbeiten] Ziele
Offizielles Ziel der IPA ist es unter anderem, durch Öffentlichkeitsarbeit das Bild der Polizei und das Verhältnis Bürger - Polizei positiv zu beeinflussen.
Der Kölner Stadt-Anzeiger beschrieb die IPA am 05.07.2006 anläßlich einer Ehrung für Winrich Granitzka so:
Die IPA organisiert weltweit Bildungs- und Begegnungsveranstaltungen für ihre Mitglieder, berufliche Fortbildungen und polizeibezogene Studien- und Bildungsreisen. Eine Begegnungsstätte ist das Informations- und Bildungszentrum Schloss Gimborn in Marienheide, dessen Vorstandsvorsitzender Granitzka ist.
[bearbeiten] Politiker
Nebem der Fraktionsvorsitzenden der CDU in Köln, Winrich Grantizka, ist auch der Bundestagsabgeordnete Clemens Binninger (CDU) Mitglied der IPA. Die IPA Verbindungsstelle Berlin Nordost schreibt auf ihrer Webseite, dass Schirmherr der Landesgruppe "Der Senator für Inneres" sei. Senator für Inneres ist derzeit der SPD-Politiker Ehrhart Körting.
[bearbeiten] Angeblich nur "vereinzelte" unseriöse Werber
Die IPA ist zwar sehr besorgt um ihren Ruf (ist deshalb wohl der Wikipedia-Artikel zur IPA gesperrt?) und betont deshalb beispielsweise im Nachtrag zur Pressemeldung des LKA Niedersachsen vom 22.11.2001, es gäbe nur hin und wieder "vereinzelte", unseriöse Werber. Durch den Anzeigenverkauf per Cold-Calling, was eindeutig gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb verstößt, entsteht jedoch der Eindruck, der IPA gehe es insgesamt tatsächlich nur um den Verkauf von viel teuren Anzeigen in den Broschüren, die auf der Seite der IPA vorgestellt werden. Die unseriöse Vertriebsmethode des Cold Calling wird von der IPA-Führung offensichtlich gebilligt. Auf einen diesbezüglichen offenen Brief von Mein Parteibuch hat die Führung der IPA nicht reagiert.
[bearbeiten] Irreführendes Eigenlob
Die IPA rühmt sich damit, seit dem 25. Juli 1977 beim Europarat und seit dem 26. Juli 1995 bei den Vereinten Nationen mit beratendem Status in der Liste der nichtstaatlichen internationalen Organisationen registriert zu sein. Dass sich da beinahe jeder Kegelclub als Berater registrieren lassen kann, erwähnt die IPA nicht.
[bearbeiten] Broschüren
Die IPA gibt folgende Broschüren heraus, in denen die Werber der Verlage Anzeigenplätze an ihre Opfer verkaufen können: Drogen sind verlogen, Gewalt gegen Kinder, Kinder im Straßenverkehr, Gewalt gegen Mädchen, Sport statt Gewalt, Gemeinsam gegen Jugendkriminalität. Die Telefondrücker der IPA Vertragsverlage werben zum Beispiel aber auch mit Kindermalbüchern zur Verkehrserziehung. Die Auflage der Broschüren wird üblicherweise durch die Anzahl der Referenzexemplare bestimmt.
[bearbeiten] Polizeiverlage
Wo das viele Geld bleibt, das die Vertragsverlage der IPA mit dem Verkauf der Anzeigenplätze machen, läßt sich leider nicht klären.
[bearbeiten] NVK-Verlag
Die Publikationen werden zum Beispiel gedruckt von der NVK Druck- und Verlagshaus GmbH aus Werlte, die sich dem Auftritt der Webseite nach zu urteilen, nahezu ausschließlich mit dem Verlegen von IPA Publikationen beschäftigt.
[bearbeiten] IV-Verlag
Auch der IV-Verlag München, genauer die Informations- und Verlagsgesellschaft mbH aus Unterhaching bei München, wirbt damit ein Vertragsverlag der International Police Association (IPA) zu sein.
[bearbeiten] Cold Calling
Deutschen Sektionen der IPA nahestehende Polizeiverlage versuchen Anzeigenkunden für die Broschüren der IPA mit Cold Calls bei in den Gelben Seiten eingetragenen Gewerbetreibenden zu gewinnen.
[bearbeiten] Cold Calls beim Mein Parteibuch Blogger
Der Parteibuch-Blogger erhielt zum Vertrieb von Anzeigen im Jahr 2006 zwei belästigende Anrufe von Mitarbeitern von Polizeiverlagen, die mit dem Begriff IPA geworben haben. Dazu wurde in einem Fall auch ein Empfehlungsschreiben von echten Polizisten benutzt, die darin dienstliche Rückrufnummern angegeben hatten.
[bearbeiten] Erfahrungsbericht auf der Wikipedia-Diskussionsseite
Am 26.08.2006 stellte ein anonymer Nutzer mit 84.142.84.63 auf der Diskussionsseite des gesperrten Artikels zur IPA in der Wikipedia ein:
Zuerst einmal habe ich Glück gehabt, dass ich hier noch auf "Diskussion" geklickt habe, sonst hätte ich nichts darüber erfahren, dass die Werbemethoden dieser Organisation umstritten sind. Ich habe bereits mehrfach über einige Jahre Anrufe erhalten, die immer nach dem gleichen Schema abliefen. Ein(e) freundliche(r) Dame/Herr meldet sich:
"Guten Tag. Ich rufe von der Polizei [mein Wohnort] an. Wir möchten Sie um Ihre Unterstützung bei unserer Arbeit für [löbliche Aktivität] bzw. gegen [böse Kriminalität] bitten. Wir geben dazu eine Broschüre heraus, die kostenlos abgegeben wird. Sie können das durch eine Anzeige in dieser Broschüre unterstützen. etc. (nichtwörtliches Gedächtnisprotokoll)."
Nur einmal habe ich nachgefragt, wo ich genauere Informationen über diese Broschüre erhalten kann und wurde auf die Webseite der IPA verwiesen. Auf dieser Seite fand ich besonders erstaunlich, dass die verschiedenen Broschüren nicht zum kostenlosen Download angeboten werden, wenn die löbliche Arbeit dieser Organisation doch gerade durch die kostenlose Verbreitung dieser Broschüren gefördert werden soll.
[bearbeiten] Aufkleber
Wie 3www.eu zeigt, gibt es von der IPA auch hübsche Auto-Aufkleber. Ob sie bei Verkehrssünden wirklich helfen, ist jedoch nicht bekannt.
[bearbeiten] Weblinks
Mein Parteibuch am 19.10.2006: Warum antwortet die IPA nicht?
Mein Parteibuch am 16.10.2006: IPA: Fehlerhaft war die Buchung der Broschürenwerbung als Spende
Mein Parteibuch am 15.10.2006: Warum antwortet Ehrhart Körting nicht?
Mein Parteibuch am 12.10.2006: Abmahnung vom IV-Verlag wegen Metatags in Wikimedia-Software
Mein Parteibuch am 18.09.2006: Beitrag über IPA, IV-Verlag, Politiker, Cold-Calling und vermutlich ziemlich lukrative Geschäfte mit ziemlich xxxxxxxxx Anzeigen
Mein Parteibuch am 11.08.2006: Fragen an Ehrhart Körting zum Polizeiverlag von der IPA
Mein Parteibuch am 13.07.2006: Offener Brief an die International Police Association (IPA)
Mein Parteibuch am 11.07.2006: Telefonterror durch den NVK Verlag Lübeck
Tim Stinauer im KStA am 05.07.2006: Einsatz für weltweite Polizeiarbeit
Mein Parteibuch am 26.01.2006: Anruf vom Berufsverband der Polizei IPA
LKA Niedersachsen am 22.11.2001: Sogenannte "Polizei"-Verlage und die Polizei