Hypo Group Alpe Adria
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[bearbeiten] Wesen
Die Hypo Group Alpe Adria ist eine 1896 gegründete Bank mit Sitz in Klagenfurt im österreichischen Kärnten. Aufgabe der Hypo-Bank war vormalig die Finanzierung öffentlicher Institutionen. Seit 1982 agiert die Hypo Alpe-Adria-Bank als Universalbank. 1991 wurde die Bank in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.
[bearbeiten] Eigentümer
Seit 2007 gehört die Hypo Group Alpe Adria mehrheitlich der Bayern LB.
[bearbeiten] Größe
Die Hypo Group Alpe Adria weist für 2006 eine Bilanzsumme von 30,595 Mrd. Euro aus. Das Betriebsergebnis lag bei 299 Mio. Euro.
[bearbeiten] Vertetungen
Die Hypo Group Alpe Adria ist derzeit in elf Ländern - Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Italien, Kroatien, Liechtenstein, Montenegro, Österreich, Serbien, Slowenien und Ungarn - tätig. Die Bayern LB will nach dem Auffliegen der Liechtensteiner Steuersparmodelle im Jahr 2008 jedoch, dass die Liechtensteiner Tochter komplett verkauft wird.
[bearbeiten] Geschichte
Im Jahre 2006 wurde die Firmenwortlautänderung von Hypo Alpe-Adria-Bank AG auf Hypo Group Alpe Adria durchgeführt.
Ab 2. Oktober 2006 stand die Bank unter der Führung von Siegfried Grigg. Der bisherige Vizechef der Grazer Wechselseitigen Versicherung (GraWe) löste Wolfgang Kulterer ab, der nach den Turbulenzen rund um die Spekulationsverluste der Bank zurückgetreten ist. Kulterer wurde Aufsichtsratsvorsitzender. Grigg war 25 Jahre lang beim Hypo-Miteigentümer GraWe tätig, er war die letzten sechs Jahre Hypo-Aufsichtsrat und Mitglied des Kreditausschusses.
Ab 1. Juni 2007 übernahm der 49jährige deutsche Vermögensverwalter Tilo Berlin den Vorstandsvorsitz in der der Hypo Group Alpe Adria. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Grigg kehrt in die Grazer Wechselseitige zurück. Berlin hatte sich im Dezember 2006 als Kopf einer privaten Investorengruppe zu über 9% an der Hypo-Group Alpe Adria beteiligt.
Am 17. Mai 2007 wurde bekannt, dass die BayernLB eine Mehrheitsbeteiligung an der Hypo Group Alpe Adria übernehmen wird. Bereits am 22. Mai 2007 wurde der Verkauf von 50% plus einer Aktie vertraglich besiegelt. Die Bayern LB bezahlte dafür über 1,6 Mrd. Euro. Das Kärntner Landesholding verkauft knapp 25% und behält noch 20% und bekommt rund 800 Mio. Euro. Damit wird das Land die im nächsten Jahr fällige Wandelanleihe von 550 Mio. Euro tilgen.
Die Mitarbeiter-Stiftung hält dann noch 3% und die Grazer Wechselseitige Versicherung trennt sich von 15% ihr blieben 26%. Hypo-Chef Berlin verkauft alles bis auf 1%.
[bearbeiten] Hypo-Alpe-Adria-Bank-Affäre
Im März 2006 schlug die BAWAG-Affäre in der österreichischen Öffentlichkeit hohe Wellen. Wenig später wurde bekannt, dass auch die Hypo Alpe-Adria-Bank durch Risikospekulationsgeschäfte einen für die Bank erheblichen Verlust in der Höhe von zirka 328 Millionen Euro in den Bilanzen berücksichtigen muss, was aber nicht zeitgerecht im Jahre 2004 erfolgt war. Auch in diesem Fall ermittelt die Finanzmarktaufsichtsbehörde. Ende März zog der Wirtschaftsprüfer Deloitte das Testat für die Bilanz 2004 zurück. Die FMA erstattete im April 2006 Anzeige gegen das Management der Hypo Alpe-Adria-Bank wegen Bilanzfälschung.
Um einer Amtsenthebung seitens der FMA zu entgehen, ist der bisherige Vorstandsvorsitzende Wolfgang Kulterer zurückgetreten und wechselte auf die Position des Aufsichtsratsvorsitzenden der Bank. Diesbezüglich gab es aber ein Problem, da ein solcher Wechsel nach der Satzung der Bank ausgeschlossen war. Er wäre erst nach einer Wartezeit von drei Jahren möglich gewesen.[1] Am 18. August 2006 beschloss daraufhin der Aufsichtsrat der Kärntner Landesholding mit den Stimmen von BZÖ- und ÖVP-Vertretern eine Änderung der Satzung. Der entsprechende Corporate-Governance-Codex-Passus wurde aus der Banksatzung gestrichen und damit wurde der Wechsel von Kulterer in den Aufsichtsrat möglich. [2]
Im Juni 2007 wurden durch einen Rohbericht der österreichischen Nationalbank neue Ungereimtheiten bei der Hypo Group Alpe Adria bekannt. Diese reichen von mangelnder Einhaltung von Sorgfaltspflichten, dubiosen Liegenschaftsverkäufen, bis hin zum Verdacht der Geldwäsche.[3] Ein Sprecher des Kärntner Landeshauptmanns äußerte sich in einer ersten Stellungnahme am 18. Juni 2007 erleichtert, dass das Land Kärnten die Verantwortung für die Bank rechtzeitig losgeworden ist.
[bearbeiten] Quellen
- ↑ ORF Kärnten
- ↑ ORF Kärnten
- ↑ http://diepresse.at/home/wirtschaft/economist/311065/index.do?_vl_backlink=/home/index.do Die Presse: Geldwäsche-Verdacht bei Kärntner Hypo, 17.06.2007
[bearbeiten] Weblinks
Mein Parteibuch am 28.02.2008: Psst, Bank in Liechtenstein zu verkaufen …
manager-magazin am 28.02.2008: BAYERNLB - Rückzug aus Liechtenstein
oraclesyndicate: Suche nach Hypo Alpe - Beckstein, Haider und Khashoggi
Artikelbasis Wikipedia: Hypo Group Alpe Adria unter GNU-FDL