Hinrich Lehmann-Grube
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[bearbeiten] Persönliches
Hinrich Lehmann-Grube, geboren am 21.12.1932 in Königsberg (Kaliningrad), ist ein Ex-Politiker der Partei SPD. Von 1990 bis 1998 war Hinrich Lehmann-Grube Oberbürgermeister der Stadt Leipzig.
[bearbeiten] Familie
Die Eltern von Hinrich Lehmann-Grube sind der Kinderarzt Fritz Lehmann-Grube und dessen Gattin Elsa geb. Lück. Hinrich Lehmann-Grube ist seit 1957 verheiratet mit Ursula Paproth. Sie haben vier Kinder.
[bearbeiten] Jugend und Ausbildung
Zum Ende des 2. Weltkrieges flüchtete die Familie nach Hamburg, woher seine Mutter stammte. Dort beendete Hinrich Lehmann-Grube 1951 seine Schulzeit mit dem Abitur und beendete anschließend sein Jura-Studium als Dr. jur.
[bearbeiten] Partei & Politik
Hinrich Lehmann-Grube wurde 1956 Mitglied der SPD.
[bearbeiten] Köln
Von 1957 bis 1967 arbeitete Hinrich Lehmann-Grube in der Hauptgeschäftsstelle des Deutschen Städtetags in Köln. Von 1967 bis 1979 war er Beigeordneter (Dezernat Allgemeine Verwaltung) der Stadtverwaltung Köln.
[bearbeiten] Hannover
Im Jahr 1979 wurde Hinrich Lehmann-Grube Oberstadtdirektor der Stadt Hannover, die am 23. November 1987 eine Partnerstadt Leipzigs wurde.
[bearbeiten] Leipzig
Im April 1990 nahm Hinrich Lehmann-Grube die Staatsbürgerschaft der DDR an, um als SPD-Kandidat an der Kommunalwahl vom 06.05.1990 teilzunehmen. Er gewann seinen Wahlkreis und wurde Stadtverordneter in Leipzig. Am 06.06.1990 wurde er von der Stadtverordnetenversammlung zum Oberbürgermeister der Stadt Leipzig gewählt. Bei den Direktwahlen der Oberbürgermeister vom 26.06.1994 wurde er mit großer Mehrheit im Amt bestätigt. Am 30.09.1997 gab Lehmann-Grube bekannt, dass er am 30.06.1998 in den Ruhestand gehen werde. Sein Nachfolger wurde der SPD-Politiker Wolfgang Tiefensee.
[bearbeiten] Politischer Stil
Seine Amtszeiten in Leipzig prägte Hinrich Lehmann-Grube mit dem „Leipziger Modell“, das er als den alternativen politischen Versuch beschrieb, Probleme über Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg sachorientiert zu lösen.
[bearbeiten] Sächsischer Sumpf
[bearbeiten] Datenschutz
Der Stern 26/2007 berichtete unter dem Titel "Leipziger Völlerei":
"Mit Wendewirren erklärt die Stadtverwaltung solche Vorgänge (wie den Skandal um das Henriette-Goldschmidt-Haus) gern. Der damalige Oberbürgermeister Hinrich Lehmann-Grube fühlt sich Mitte der 90er Jahre trotzdem genötigt, eine Untersuchung anzuordnen, als der Verdacht immer lauter wird, drei Manager seiner Verwaltung mit Insiderwissen hätten sich an Immobilien bereichert Natürlich erweisen sich die Vorgänge alle als rechtens. Nur, leider, verbietet der Datenschutz die Veröffentlichung der Untersuchung."
[bearbeiten] Beleglose Vorwürfe gegen Ehefrau
Tagesschau Online schreibt am 15.06.2007:
"So nannte er den Ermittlern als potenzielle Drahtzieherin die Frau des damaligen Oberbürgermeisters Lehmann-Grube, die bei Immobiliengeschäften mit Klockzin aneinander geraten sein könnte. Gegen Röger läuft inzwischen ein Disziplinarverfahren wegen des Verdachts auf Strafvereitelung in einem anderen Fall; für fragwürdige Transaktionen der Gattin des Ex-Oberbürgermeister fehlt jeder Beleg."
[bearbeiten] Günstig vermittelte Grundstücke?
Die LVZ schrieb am 07.06.2007, und denkt dabei vermutlich an die gleichen beleglosen Informationen:
"1998 äußerte ein Oberstaatsanwalt intern den Verdacht, die Ehefrau eines hohen Leipziger Politikers habe im Zeitraum 1990 bis 1992 Immobiliengeschäfte mit dem kommunalen Wohnungsunternehmen getätigt. Dabei soll ihr Fornahl, der damals auch SPD-Fraktionschef im Stadtrat war, „Grundstücke günstig vermittelt haben."
[bearbeiten] Eventueller Tatbeteiligter?
Am 30.05.2007 erschien in der NRhZ ein Bericht der möglicherweise auf die gleichen beleglosen Informationen zurückführt, in dem es hieß:
"In einem internen Gutachten des Landeskriminalamts Sachsen wird der Leipziger Amtsvorgänger Tiefensees, Hinrich Lehmann-Grube (SPD), als eventueller Tatbeteiligter genannt - wegen fragwürdiger Immobiliengeschäfte, die dem Kindesmissbrauch der Gesellschaftsprominenz zugrunde liegen."
[bearbeiten] "Leipzig ist kein Sumpf"-Erklärung
Am 26.06.2007 veröffentlichte Hinrich Lehmann-Grube zusammen mit Christian-Albert Jacke, Christoph Beck, Johannes Hähle, Niels Gormsen, Ingo Sasama, Christian Schulze und Heinrich Wahlen, die allesamt im sächsischen Sumpf von Leipzig in den vergangenen Jahren ihr segensreiches Wirken entfaltet hatten, eine Erklärung, in der es unter anderem hieß:
"Aus gründlicher, beruflich erworbener Kenntnis dieses Bereichs und seines Milieus erklären wir mit Nachdruck und aller Entschiedenheit: Leipzig ist kein Sumpf!"
[bearbeiten] Ehrungen
Am 14.07.1999 wurde Hinrich Lehmann-Grube zum Ehrenbürger der Stadt Leipzig ernannt.
[bearbeiten] Weblinks
Mein Parteibuch am 30.06.2007: Leipzig ist kein Sumpf
Stern 26/2007, 21.6.2007 (Von Holger Witzel und Martin Jehnichen) via Staatshehlerei-Forum: Leipziger Völlerei
Thomas Datt und Arndt Ginzel am 15.06.2007 bei Tagesschau Online: Fragen und Antworten zur sächsischen Korruptionsaffäre
Hildegard Miensopust am 30.05.2007 in der NRhZ: Profiteure und Paten - Kinderprostitution unter den Augen von Staatsanwälten und Pressevertretern
LVZ am 16.05.2007: Ermittler bringen Leipziger Bundestagsabgeordneten Fornahl in Bedrängnis