Heribert Prantl
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[bearbeiten] Person
Heribert Prantl, geboren am 30. Juli 1953 in Nittenau) ist ein deutscher Journalist. Er ist Ressortchef für Innenpolitik bei der Süddeutschen Zeitung in München.
[bearbeiten] Positionen
Der Jurist Heribert Prantl bringt es fertig, sich gleichermaßen glaubwürdig für ein restriktives Urheberrecht als auch gegen Korruption einzusetzen, ohne daran einen Widerspruch zu sehen. Außerdem ist er ausweislich eines Buches mit dem heimattümelnden Namen "Kein schöner Land" ein glühender Verfechter des deutschen Sozialstaats und betätigt sich überhaupt als sozialkonservative Bremse gegen jedwede liberalen Reformen. So huldigt er auch den zahlreichen christlichen Feiertagen.
[bearbeiten] Korruption
Heribert Prantl engagiert sich durch die Einforderung von Transparenz gegen Korruption.
[bearbeiten] Urheberrecht
Heribert Prantl ist ausweislich eines Artikels in der SZ vom 16.03.2007 zu Youtube ein glühender Verehrer eines restriktiven Urheberrechts.
Eine Wechselwirkung zwischen geringer Transparenz aufgrund der durch restriktive Urheberrechte allgemein schlechten Verbreitung von Informationen und Korruption durch fehlende Transparenz wird von Heribert Prantl nicht thematisiert.
[bearbeiten] Werdegang
Der promovierte Jurist war nach dem Studium der Rechtswissenschaften, der Geschichte und der Philosophie in Regensburg zunächst als Richter sowie als Staranwalt in Bayreuth / Festspiele tätig. Er ist seit 1988 innenpolitischer Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung. Von 1992 bis 1995 war er stellvertretender Leiter des Ressorts Innenpolitik, seit 1995 leitet er dieses Ressort. Der oft als linksliberal eingestufte Prantl gilt als engagierter Verteidiger eines liberalen und weltoffenen Rechtsstaats. Heribert Prantl war Lehrbeauftragter am Fachbereich Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld, wo er unter anderem am Lehrstuhl von Otto Backes ein Seminar zusammen mit Michael Lindemann durchführt, Dozent an den Journalistenschulen in Hamburg und München sowie Mitglied des Deutschen PEN.
[bearbeiten] Auszeichnungen
- 1983 Wissenschaftspreis der Universität Regensburg und des Hauses Thurn und Taxis für die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften
- 1989 Leitartikelpreis der Pressestiftung Der Tagesspiegel in Berlin
- 1992 Pressepreis des Deutschen Anwaltvereins
- 1994 Geschwister-Scholl-Preis
- 1996 Kurt-Tucholsky-Preis für literarische Publizistik
- 1999 Siebenpfeiffer-Preis
- 2001 Theodor-Wolff-Preis in der Kategorie „Essay“ für den Beitrag „Lob der Provinz“, Süddeutsche Zeitung am 1./2. April 2000
- 2004 Rhetorikpreis für die Rede des Jahres 2004 verliehen von der Eberhard-Karls-Universität Tübingen
- 2006 Erich-Fromm-Preis, gemeinsam mit Hans Leyendecker, dokumentiert mit O-Ton und Text im offenen Archiv von radio-luma.net
[bearbeiten] Buchveröffentlichungen
- Heribert Prantl: Die journalistische Information zwischen Ausschlußrecht und Gemeinfreiheit. Eine Studie zum sogenannten Nachrichtenschutz, zum mittelbaren Schutz der journalistischen Information durch § 1 UWG und zum Exklusivvertrag über journalistische Informationen. Verlag E.u.W. Gieseking, Bielefeld 1983, ISBN 3-7694-0199-9
- Heribert Prantl: Deutschland - leicht entflammbar. Ermittlungen gegen die Bonner Politik. Carl Hanser Verlag, München/Wien 1994, ISBN 3-446-17691-8
- Heribert Prantl [Hg.]: Wehrmachtsverbrechen. Eine deutsche Kontroverse. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 1997, ISBN 3-455-10365-0
- Heribert Prantl: Sind wir noch zu retten? Anstiftung zum Widerstand gegen eine gefährliche Politik. Carl Hanser Verlag, München/Wien 1998, ISBN 3-446-18541-0
- Heribert Prantl: Rot-Grün – Eine erste Bilanz. Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 1999, ISBN 3455103839
- Hans Leyendecker, Heribert Prantl, Michael Stiller: Helmut Kohl, die Macht und das Geld. Steidl Verlag, Göttingen 2000, ISBN 3882437383
- Heribert Prantl, Thomas Vormbaum [Hg.]: Juristisches Zeitgeschehen 2000 in der Süddeutschen Zeitung. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2001, ISBN 3-7890-7540-X
- Heribert Prantl: Verdächtig – Der starke Staat und die Politik der inneren Unsicherheit. Europa Verlag, Hamburg 2002, ISBN 3203810417
- Heribert Prantl, Thomas Vormbaum [Hg.]: Juristisches Zeitgeschehen 2001 in der Süddeutschen Zeitung. Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2002, ISBN 3-7890-8298-8
- Heribert Prantl, Thomas Vormbaum [Hg.]: Juristisches Zeitgeschehen 2002 in der Süddeutschen Zeitung. Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2003, ISBN 3-8305-0618-X
- Heribert Prantl, Thomas Vormbaum [Hg.]: Juristisches Zeitgeschehen 2003 in der Süddeutschen Zeitung. Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-8305-0882-4
- Heribert Prantl: Kein schöner Land – Die Zerstörung der sozialen Gerechtigkeit. Droemer Verlag, München 2005, ISBN 3-426-27363-2
- Hans-Jochen Vogel im Gespräch mit Heribert Prantl: Politik und Anstand. Warum wir ohne Werte nicht leben können. Herder Verlag, Freiburg/Basel/Wien 2005, ISBN 3-451-28608-4
- Heribert Prantl, Thomas Vormbaum [Hg.]: Juristisches Zeitgeschehen 2004 in der Süddeutschen Zeitung. Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-8305-1062-4
[bearbeiten] Weblinks
Antwort dazu von Sowhy am 17.03.2007: Die Überwichtigkeit des Urheberrechts
Heribert Prantl in der SZ vom 16.03.2007: Urheberrecht - Internet: Ende der Kultur?
Radio-luma 09.03.2006: Erich-Fromm-Preis 2006: Dokumentation mit O-Ton und Text zur Verleihung des Preises an Hans Leyendecker und Dr. Heribert Prantl