Heinz Lembke
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[bearbeiten] Person
Heinz Lembke (* 1937; † 1. November 1981) war ein Rechtsextremist, und wahrscheinlich Mitglied der Geheimorganisation Gladio. Lembke wurde einen Tag vor seiner Vernehmung durch einen Staatsanwalt erhängt in seiner Gefängniszelle aufgefunden.
Lembke war 1959 im Alter von 22 Jahren aus der DDR in die Bundesrepublik Deutschland geflüchtet und hatte sich rechtsextremistischen Vereinigungen angeschlossen: Seit 1960 war er Bundesgeschäftsführer des Bundes Vaterländischer Jugend, war im Bund Heimattreuer Jugend sowie in der NPD aktiv und organisierte sogenannte Wehrsportübungen.
Raymund Hörnle und Sibylle Vorderbrügge waren Mitglieder der rechtsextremen terroristischen Vereinigung Deutsche Aktionsgruppen. Sie hatten bereits einen Tag nach dem Oktoberfestattentat ausgesagt, dass der Rechtsextremist Heinz Lembke ihnen Waffen, Sprengstoff und Munition angeboten und von umfangreichen Waffendepots erzählt habe. Diesem Hinweis ging die Staatsanwaltschaft jedoch erst nach, als Waldarbeiter ein knappes Jahr später durch Zufall eines der Depots entdeckten. Lembke offenbarte im Untersuchungsgefängnis die Lage seiner 33 illegalen Waffen- und Sprengstoffdepots, deren Entdeckung bei Uelzen in der Lüneburger Heide 1981 ein breites Medienecho fand: Sie enthielten unter anderem automatische Waffen, 14.000 Schuss Munition, 50 Panzerfäuste, 156 kg Sprengstoff und 258 Handgranaten. Die Menge und Qualität der gefundenen militärischen Ausrüstung deuten laut Dr. Daniele Ganser deutlich auf eine Mitgliedschaft Lembkes in der Geheimorganisation Gladio, für die solche Waffendepots charakteristisch waren. Dies wurde jedoch nicht geklärt, da Lembke am 1. November 1981, einen Tag vor seiner Vernehmung durch einen Staatsanwalt, erhängt in seiner Gefängniszelle aufgefunden wurde (Ganser, siehe unten, S. 14). Er hatte zuvor angekündigt, umfangreiche Erklärungen über seine Hintermänner abzugeben. Die Ermittlungen in dieser Richtung wurden bald nach seinem Tod eingestellt und Lembke als Einzelgänger dargestellt, der die Waffendepots aufgrund seiner Furcht vor einer sowjetischen Invasion angelegt habe.
[bearbeiten] Weblinks
- Die Gladio-Nazi-Connection
- Wisn-Attentat - Geheimarmee unter Verdacht AZM vom 17.05.2005
- Hagalil.com
[bearbeiten] Quellen
Daniele Ganser: Terrorism in Western Europe: An Approach to NATO’s Secret Stay-Behind Armies The Whitehead Journal of Diplomacy and INternational Relations