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Hartmut Mehdorn

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Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Person

Hartmut Mehdorn, geboren am 31.07.1942 in Warschau, ist ein deutscher Manager. Seit Dezember 1999 ist er Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG.

[bearbeiten] Familie

Mehdorn wurde 1942 als Sohn des Diplom-Ingenieurs Wolfgang Mehdorn und der Hausfrau Erika Mehdorn geboren. Er kam während eines Besuches seiner in Berlin wohnenden Mutter beim in Warschau als Soldat dienenden Vater zur Welt. Er ist das jüngste von vier Kindern. Seine Eltern waren Inhaber eines Kunststoff-Spritzguss- und Pressteile-Betriebes. Der passionierte Ruderer ist seit 1973 mit einer Französin verheiratet. Hartmut Mehdorn ist Vater zweier Söhne und einer Tochter.

[bearbeiten] Lebenslauf

[bearbeiten] Ausbildung

Harmut Mehdorn studierte von 1961–1966 Leichtbau in Berlin. Er schrieb seine Diplomarbeit über Turbinentechnik.

[bearbeiten] Berufsleben

[bearbeiten] Fokker

Nach Abschluss des Studiums trat Hartmut Mehdorn 1966 als Planungsingenieur in die Bremer Flugzeugwerke Focke-Wulf (später Vereinigte Flugtechnische Werke-Fokker (VFW) ein. Als die Bundeswehr zur Einführung der Transall technische Offiziere suchte, trat Hartmut Mehdorn – der als West-Berliner nicht zum Kriegsdienst herangezogen wurde – in den Militärdienst. In dieser Funktion wurde er für vier etwa fünfwöchige Wehrübungen herangezogen. Er ist heute Luftwaffenhauptmann der Reserve. 1972 wurde Hartmut Mehdorn zum Programmleiter der Airbus-Serie bei VFW in Bremen, dabei führten ihn seine Aufgaben auch nach Toulouse. Ab 1977 arbeitete Mehdorn als Werksleiter in Bremen (etwa 1400 Mitarbeiter).

[bearbeiten] MBB

Mit der Übernahme der VFW durch die Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB) wurde Hartmut Mehdorn Produktionschef der Nordwerke Bremen, Lemwerder, Einswarden und Varel der MBB. In den Jahren 1984–1989 war Hartmut Mehdorn Bereichsleiter Transport- und Verkehrsflugzeuge bei MBB. Seit 1986 war er zusätzlich Mitglied der Geschäftsführung von MBB, zuständig für zivile Luftfahrt.

[bearbeiten] Airbus

Von 1989 bis 1992 war Hartmut Mehdorn Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Airbus GmbH in Hamburg. In den Jahren 1992–1995 war Mehdorn Vorstandsmitglied der Deutschen Aerospace AG in München. Im Zerwürfnis mit Jürgen Schrempp verließ er das Unternehmen ohne Abfindung.

[bearbeiten] Heidelberger Druckmaschinen

1995 wechselte Hartmut Mehdorn als Vorstandsvorsitzender zur Heidelberger Druckmaschinen AG, die er 1997 an die Börse brachte.

[bearbeiten] RWE

Ab 1998 war Hartmut Mehdorn im Vorstand RWE AG zuständig für Nicht-Energie-Beteiligungen.Er ist heute Aufsichtsratsmitglied der RWE AG und der SAP AG.

[bearbeiten] Vorstandsvorsitz der Deutschen Bahn AG

Hartmut Mehdorn wurde von Bundeskanzler Gerhard Schröder Ende 1999 gebeten, Johannes Ludewig als Bahnchef abzulösen. Seit dem 16. Dezember 1999 ist Mehdorn Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG.

Sein Vertrag wurde im Juni 2007 um drei Jahre bis Mai 2011 verlängert; einen Wechsel in den Aufsichtsrat des Unternehmens nach dieser Zeit schließt er aus. Die Vorstandsbezüge Mehdorns im Geschäftsjahr 2006 lagen bei 3,184 Millionen Euro, darunter 750.000 Euro Fixgehalt sowie 2,41 Mio. Euro variables Gehalt.

Im Januar 2007 wurde Mehdorn einstimmig zum europäischen Präsidenten der UIC gewählt. Im Oktober 2007 erschien unter dem Titel Diplomat wollte ich nie werden Mehdorns Biografie (ISBN 3455500471), die aus mehrtägigen Gesprächen mit dem Publizisten Hugo Müller-Vogg hervorging.

[bearbeiten] Seilschaften

Hartmut Mehdorn ist Vorstandsmitglied der Stiftung Lesen und Mitglied der studentischen Verbindung Franconia Berlin.

[bearbeiten] Ehrungen

Hartmut Mehdorn erhielt 1982 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Er ist seit 2001 Offizier, seit 2004 Kommandeur der Französischen Ehrenlegion wegen seiner Verdienste um die deutsch-französische Freundschaft.

Im Jahr 1996 wurde Hartmut Mehdorn die Ehrendoktorwürde der Staatlichen Akademie für Druckwesen in Moskau verliehen, im Jahr 2000 die Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Hamburg-Harburg. Außerdem ist Mehdorn Ehrensenator der Universität Heidelberg.

Hartmut Mehdorn ist Ökomanager des Jahres 2000, Ex-Raucher des Jahres 2002 und Träger des Aeronautique Français, einer französischen Medaille für verdiente Luftfahrtingenieure.

2006 erhielt Mehdorn die Verschlossene Auster für die restriktive Informationspolitik der Bahn.

[bearbeiten] Kritik

Hartmut Mehdorn steht im Kreuzfeuer der öffentlichen Kritik. Sein als direkt („hemdsärmlig“) geltender Führungsstil wird häufig kritisiert. Oft wird dabei Bezug genommen auf verschiedene, während seiner Amtszeit durchgeführte Strategien, die der Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der DB AG dienen sollen, insbesondere im Hinblick auf die geplante teilweise Kapitalprivatisierung. Konkrete Kritikpunkte waren und sind unter anderem die Einführung eines neuen Preissystems, die Einstellung des InterRegio, architektonische Änderungen am neuen Berliner Hauptbahnhof (insbesondere hinsichtlich der Dachkonstruktion sowie der Decken im Inneren des Gebäudes). Ferner wird die „Abkopplung“ des Bahnhof Zoo und von Großstädten (z. B. Bremerhaven oder Gera) vom ICE/IC-Verkehr kritisiert; ebenso die Ablehnung, eine Ausstellung zum Schicksal von 11.000 jüdischen Kindern, die während des Zweiten Weltkriegs mit Hilfe der Deutschen Reichsbahn aus Frankreich in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert worden waren, in deutschen Bahnhöfen zu zeigen.

Nicht selten wird Mehdorn zur Zielscheibe für Kritik, die sich gegen das gesamte Unternehmen Deutsche Bahn richtet; zum Teil auch verkehrspolitischer Entscheidungen des Staates, beispielsweise über Entscheidungen über den (Nicht-)Ausbau von Strecken. Regelmäßig wird Hartmut Mehdorns Rücktritt gefordert.

Der Verein Deutsche Sprache verlieh 2007 Mehdorn den Titel „Sprachpanscher des Jahres“.

[bearbeiten] Literatur und Quellen

Hartmut Mehdorn: «Diplomat wollte ich nie werden». Hoffmann und Campe, Berlin 2007, ISBN 978-3-455-50047-9.

[bearbeiten] Weblinks

[bearbeiten] Biografie

ausführliche Biografie

Darstellung auf der Homepage des DB-Konzerns

[bearbeiten] Systempresse

Mehdorn bleibt am Zug Portrait in der Berliner Morgenpost vom 28. Juni 2007

Die Bahn gleich Bahn-Chef gleich Mehdorn Artikel von Hartmut Mehdorn über sich selbst in der Welt vom 8. Juni 2006

Pünktlich auf Bahn eins Portrait in der „Zeit“ vom 22. Juni 2006

Führen wie Gott in Frankreich Portrait des Frankreich-Liebhabers Mehdorn im Handelsblatt vom 18. November 2006

Angekratzter Sturmschrott in Bruchbuden Glosse zur Gleichsetzung Mehdorns mit dem Unternehmen in Die Welt vom 28. Januar 2007

Bahnchef Nimmersatt Kritischer Kommentar in der Süddeutschen Zeitung vom 27. Februar 2007

„Kunden haben nichts zu befürchten” Interview zur Unternehmensentwicklung der Bahn im Münchner Merkur vom 21. April 2007

[bearbeiten] Unabhängige Medien

Gelsenkirchen Blog am 15.11.2007: Stoppen Sie diese Anzeigen, Herr Mehdorn!

Mein Parteibuch am 14.11.2007: GDL macht ernst mit Bahnstreik

Wikipedia: Hartmut Mehdorn

Von „http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Hartmut_Mehdorn

Diese Seite wurde bisher 1.353-mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt am 15. August 2008 um 10:09 Uhr geändert.


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