Hans-Jürgen Uhl
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[bearbeiten] Person
Hans-Jürgen Uhl, geboren 1951 in Wetzlar, ist ein deutscher Politiker der Partei SPD. Seit 2002 gehört er dem deutschen Bundestag an, gewählt mit dem Direktmandat des Wahlkreises 051 Helmstedt-Wolfsburg. Als 2007 nicht mehr zu leugnen war, dass er in eidesstattlichen Versicherungen gelogen hatte, legte Hans-Jürgen Uhl sein Bundestagsmandat nieder und trat aus der SPD und der IG-Metall aus.
[bearbeiten] Karriere
Uhl war seit 1990 Betriebsrat der Volkswagen AG und zuletzt Geschäftsführer des Konzernbetriebsrates. Auch nach seiner Wahl in den Bundestag bezog der Politiker Gehaltszahlungen der Volkswagen AG und bestätigt im Januar 2005 öffentlich, dass er weiterhin als Betriebsrat tätig ist.
[bearbeiten] Partys
Im Oktober 2005 gerät er in Verbindung mit der VW-Korruptionsaffäre in den Verdacht, Beihilfe zur Untreue geleistet zu haben. Er soll sich an von VW finanzierten Lustreisen beteiligt haben. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig will die Immunität von Hans-Jürgen Uhl aus Wolfsburg aufheben lassen.
Inzwischen bestätigte, laut Tageszeitung "Die Welt", die Staatsanwaltschaft Braunschweig den Anfangsverdacht. Uhl soll zwischen Ende 1999 und Ende 2005 in zehn Fällen Prostituierte zu Lasten von VW in Anspruch genommen haben. Darüberhinaus wird ihm und eine falsche eidesstattliche Versicherung zur Last gelegt.
Dem Bericht zufolge soll Uhl bei diversen Sexpartys in Europa und Asien zugegen gewesen sein. Zwei im Hannoverschen Etablissement "Sexworld" arbeitende Augenzeugen mit den Künstlernamen "Laura" und "Monika" gaben, laut Aussage der Ermittler, an, Uhl dabei gesehen zu haben. "Laura" sagte, sie sei sich "zu 99 Prozent" sicher, dass Uhl dabei gewesen und mit ihr auf ein Zimmer gegangen sei. "Monika" will bei der Vorlage von Lichtbildern auch Ex-VW-Personalvorstand Peter Hartz und den ehemaligen Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer als Teilnehmer einer Sexparty wiedererkannt haben.
[bearbeiten] Geständnis
Laut Informationen des Hamburger Abendblatt vom 30.05.2007 hat Hans-Jürgen Uhl im Mai 2007 gestanden, Prostituierte auf VW-Kosten besucht zu haben und in eidesstattlichen Versicherungen, mit denen sein Anwalt Michael Nesselhauf die Prozesse gegen den Focus gewonnen hat, gelogen zu haben. Hans-Jürgen Uhl hat daraufhin außerdem im Mai 2007 sein Bundestagsmandat niedergelegt und wurde von VW von seiner "Nebentätigkeit" entbunden.
[bearbeiten] Verurteilung
Am 14.06.2007 ist Hans-Jürgen Uhl vom Amtsgericht Wolfsburg zu einer Geldstrafe von 39.200 Euro verurteilt worden. Wie der NDR berichtete, befand Richter Heiner Dickhuth befand Hans-Jürgen Uhl der falschen eidesstattlichen Versicherung in fünf Fällen und der Beihilfe zur Untreue in zwei Fällen für schuldig.
[bearbeiten] Weblinks
NDR am 08.01.2008: VW-Prozess: Uhl berichtet über "Beiprogramm"
NDR am 14.06.2007: VW-Affäre: Geldstrafe für Ex-Betriebsrat Uhl
Mein Parteibuch am 14.06.2007: „Ich habe versucht, Presseberichte zu verhindern.“
Die Welt am 30.05.2007: VW wirft geständigen SPD-Politiker Uhl raus
Hamburger Abendblatt am 30.05.2007: Bordellbesuch auf VW-Kosten: SPD-Mann geht
Mein Parteibuch am 11.08.2006: Hans-Jürgen Uhl gewinnt gegen Focus
Buskeismus am 04.08.2006: Prozeßbericht Uhl - Focus
NDR am 16.05.2006: VW-Affäre: Anfangsverdacht gegen SPD-Abgeordneten Uhl bestätigt
Mobbing-Gegner: Wiki Eintrag zu Hans-Jürgen Uhl mit Pressespiegel