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Hamburg-Mannheimer

(Weitergeleitet von Hamburg-Mannheimer International)

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Wesen

Die Hamburg-Mannheimer ist ein der im Besitz der der Münchener Rück befindlichen ERGO-Gruppe angeschlossener Verein von angelernten Drückern, dessen Vertriebsorganisation Hamburg-Mannheimer International auch als HMI, "Hamburg-Mannheimer International", "Hamburg-Mafia" oder "HMI-Organisation" bekannt ist. HMI verfolgt nach eigenen Angaben eine "Ein-Produkt-Philosophie" und vertreibt die Rentenversicherung "Golden Future" der Hamburg-Mannheimer. Bekannt sind die Drücker dieser Strukkibude durch ihre Werbefigur, den Herrn Kaiser von der Hamburg-Mannheimer.

[bearbeiten] Schlechte Verträge

Die HMI wird in mehreren Internetforen sehr kritisch bewertet. Zum einen wird bemängelt, daß der Vertrieb nur eines Produkts keine flexible Anpassung an die jeweilige Lebenssituation des potentiell Versicherten erlaubt, so wird das Risiko von Selbständigen oder Beamten absolut unzureichend abgedeckt. Zum anderen seien die Policen genauso schlecht wie vergleichbare Angebote anderer ähnlich unseriöser Anbieter.

[bearbeiten] Schneeballvertrieb/Pyramidensystem

Größter Kritikpunkt ist die Vertriebsform und -organisation, die von HMI offiziell als Strukturvertrieb bezeichnet wird. Dieser Begriff verschleiert, daß der Verkauf und die Organisationsstruktur auf einem Pyramiden- und Schneeballsystem aufbaut. HMI ist personell in mehrere "Ebenen" untergliedert, wobei Mitarbeiter auf höheren Stufen anteilige Provisionen der Umsätze untergeordneter Verkäufer erhalten. Der Verdienst eines Mitarbeiters wird daher nicht allein von der Zahl der selbst abgeschlossenen Verträge bestimmt, sondern primär davon, daß möglichst viele Mitarbeiter auf tieferen Ebenen möglichst viele Verträge verkaufen!

Die Verkäufer der HMI sind selbständige Handelsvertreter nach HGB und schließen direkte Verträge mit der Hamburg-Mannheimer. Sie verpflichten sich, ausschließlich Produkte der Hamburg-Mannheimer zu verkaufen und werden auf einer erfolgsbezogenen Provisionsbasis vergütet. Mittlerweile ist durch das EU-Recht eine solche ungelernte Vermittlertätigkeit illegal geworden.

Besonders in Berlin-Schöneberg werden besonders unseriöse Praktiken immer wieder erlebt.

[bearbeiten] Bund der Steuerzahler

Im Wikipedia-Artikel zur Hamburg-Mannheimer ist von einer zweifelhaften Kooperation mit dem Bund der Steuerzahler zu lesen:

"Die Hauptorganisation (HO) wurde 1976 durch Zusammenfassung aller Filialen, die bis dahin keiner speziellen Organisation angehörten, gebildet. ... Der bedeutendste Kooperationspartner, über den die HO sowohl Arbeitnehmer als auch Selbstständige erreichte, ist der Bund der Steuerzahler (BdSt)."

Otto A. Peters schrieb zur Kooperation zwischen Hamurg-Mannheimer und dem Bund der Steuerzahler am 04.04.2006 bei MMBF:

"Hier ist äußerste Vorsicht geboten. Warum? ... Weil die Versicherungsangebote der Hamburg-Mannheimer nicht notwendigerweise günstig und sinnvoll bzw. nötig für den angesprochenen Mandanten sind. Weil die Kompetenz der jeweiligen Versicherungsvertreter auch nicht unbedingt als gut bezeichnet werden kann. (Zu den beiden letztgenannten Punkten verfüge ich über eigene Erfahrungen aus dem Kreise meiner Mandanten.)"

Jens Ammann c/o Bund der Steuerzahler NRW e.V. dementierte daraufhin eine Kooperation zwischen dem Bund der Steuerzahler und der HMI.

P. Ziegler zitierte daraufhin eine Jubiläumsschrift zum 50-jährigen Bestehen des Bundes der Steuerzahler wie folgt:

"Der Bund der Steuerzahler brauchte - wie andere große Verbände auch - bei der Mitgliederwerbung professionelle Hilfe. Die hat der BdSt in der Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG gefunden. Seitdem steht dem BdSt eine Beauftragtenorganisation für die Mitgliederwerbung zur Verfügung. Bundesweit werben Damen und Herren, die speziell dafür ausgebildet werden, Mitglieder für den BdSt im persönlichen Gespräch. Gleichzeitig bieten sie den Mitgliedern unverbindlich eine Vorsorgeberatung durch Experten in Versicherungs- und Versorgungsfragen an. Durch diese Kooperation, verbunden mit eigenen Bemühungen […] hat die Mitgliederwerbung erneut einen beachtlichen Aufschwung erlebt."

[bearbeiten] Ungelernte Vertreter zocken ihren Freundeskreis ab

Die Verkäufer sind meist keine ausgebildeten Versicherungskaufleute, sondern unqualifizierte Personen, die von Freunden, Verwandten oder telefonisch mit dem Versprechen lukrativen Nebenerwerbs angeworben werden. Notwendiges Wissen über das Produkt und Verkaufstechniken erhalten diese Personen in "Grundseminaren", deren Kosten sie teilweise selbst tragen müssen. Kritikern und ehemaligen Mitarbeiter zufolge verfolgen die Seminare weniger einen "Vertriebs-Crashkurs" als den Versuch der Gehirnwäsche und gezielten Fehlinformation. Schließlich sollen, wie die Stiftung Warentest im Finanztest 12/2000 berichtet, neue Mitarbeiter dazu gedrängt haben, Namenslisten ihres Verwandten- und Freundeskreis anzufertigen und diese zum Abschluß eines Vertrags zu bewegen, um ihre Mindestverkaufsquoten zu erfüllen.

[bearbeiten] Geprellte Strukkis

Nachdem Freunde und Verwandte und Verwandte mit langfristigen Verträgen der Hamburg-Mannheimer eingedeckt wurden, werden die auch Strukkis genannten Vertreter üblicherweise fallen gelassen und rausgeworfen. Mehr Informationen dazu gibt es bei den geprellten Strukkis.

[bearbeiten] Zusammengestrichene Überschüsse

Das Manager-Magazin schreibt im Jahr 2005: Die Hamburg Mannheimer streicht in 2005 die Überschüsse für laufende Renten drastisch zusammen. Kritiker warnen vor Risiken der privaten Rentenversicherung und halten sie mitunter "für ein unglaublich riskantes Produkt.

[bearbeiten] Keine Zahlen

Direkte Information über HMI sind mangels Internetpräsenz oder anderweitiger Quellen nicht erhältlich. Öffentliche Stellungnahmen über Kenntnis der Anwerbungspraktiken und Art des Versicherungsvertriebs werden von der Hamburg-Mannheimer verweigert. Nach Angaben ehemaliger Vertriebsmitarbeiter generiert die HMI mehr als die Hälfte des Unternehmensumsatzes.

[bearbeiten] Meinungsmanipulation im Internet

HMI'ler sind munter dabei, die öffentliche Meinung im Internet durch positive Einträge in Foren zu beeinflussen, stellen sich dabei jedoch so ungeschickt an, dass man sie 100 Meter gegen den Wind riecht.

[bearbeiten] Links

Forum Uni-Protokolle am 07.12.2005: Karriere bei der Hamburg-Mannheimer (HMI Organisation) (siehe zur Meinungsmanipulation im Internet zum Beispiel das Posting von Ori2 von 05 Jan 2007 - 21:22:58)

Mein Parteibuch 18.04.2006: Anruf von HMI - Hamburg-Mannheimer

Manager Magazin am 06.01.2005: Bittere Post vom Herrn Kaiser

Otto-A. Peters am 04.04.2006 bei MMBF: Bund der Steuerzahler: Unsaubere Praktiken bei der Akquise?!?

Stiftung Warentest: Finanztest 12/2000: Mitarbeiter von Strukturvertrieben sollen Versicherungen an Freunde verkaufen

Geprellte Strukkis: Kategorie: Vertriebe - HMI Hamburg Mannheimer

Wikipedia: Hamburg Mannheimer International

Wikipedia: Hamburg Mannheimer

Wikipedia: ERGO Versicherungsgruppe

Von „http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Hamburg-Mannheimer

Diese Seite wurde bisher 9.610-mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt am 22. März 2008 um 13:34 Uhr geändert.


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