Haim Saban
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[bearbeiten] Person
Haim Saban, geboren am 15.10.1944 in Alexandria, Ägypten, ist ein Medienunternehmer und Milliardär, der die israelische und die US-amerikanische Staatsbürgerschaft innehat.
[bearbeiten] Betätigung in Deutschland
Durch die Übernahme von Anteilen der KirchMedia Gruppe im August 2003 gehörte Haim Saban auch zu den einflussreichsten Personen in der deutschen Medienlandschaft, denn er war damit unter anderem Hauptaktionär der ProSiebenSat.1 Media AG. Infolge des Erwerbs der Konkursmasse des Leo-Kirch-Konzerns, stieg der für israelische Interessen stark engagierte Haim Saban zum größten Privatfernsehboss der Bundesrepublik Deutschland auf. Prominente Politiker mit „guten Drähten“ hatten Saban beim „Mega-Deal“ Schützenhilfe geleistet; vor allem Georg von Waldenfels (CSU), Stoibers ehemaliger Finanzminister. Der US-jüdische Politiker Martin Indyk, unter Frau Albright Vizeaußenminister, der stets für Israel auf Posten steht, ist Sabans enger Weggefährte und leitet ein von ihm gesponsertes „Saban Center for Middle East Policy“. Über die Saban Capital Group kontrollierte Saban 2004 schließlich knapp 25 % und zusammen mit Finanzpartnern wie Hellman & Friedman, Bain, Providence, Quadrangle und Alpine 75,1 % der Stammaktien. Zusammen mit seinem Hausstrategen Adam Chesnoff (Präsident der Saban Capital Group), mit dem er sich in heiklen Verhandlungen in hebräisch wie in einer Geheimsprache zu verständigen pflegte, galt Saban als gewiefter „Dealmaker“, dem vor allem an „Gut-und-günstig-Einkaufen“ gelegen ist. Im Januar 2006 wurde ein Antrag auf die Übernahme der ProSiebenSat.1 Media AG durch den Axel Springer Verlag vom Bundeskartellamt mit der Begründung einer potentiellen „Duopolstellung“ zusammen mit der Bertelsmann-Gruppe (gemeinsamer TV-Marktanteil: 40%) abgewiesen. Im Dezember 2006 verkauften Haim Saban und die Investoren um ihn herum mit hohem Gewinn die Anteile an der ProSiebenSat.1 Media AG an ein anonymes Konsortium, das sich hinter einem Konglomerat von Briefkastenfirmen der Finanzparasiten Permira und KKR versteckt.
Haim Saban bestätigte in einem Gespräch mit „Der Spiegel“ von 2004, daß deutsche Sender im Vergleich zu anderen Ländern in Hollywood völlig überhöhte Preise zu zahlen hatten, „doppelt so viel [...] wie Franzosen und Italiener“.[1]
[bearbeiten] Agent Israels
Die Basler Zeitung berichtete im April 2009 über eine Korruptionsaffäre der demokratischen Abgeordneten Jane Harman in Zusammenhang mit Spionagevorwürfen gegen israelische Agenten auch über Haim Saban[2]:
"Der Medienmogul Haim Saban, als grosszügiger Geldgeber der Demokratischen Partei bekannt, sollte der damaligen demokratischen Fraktionsführerin Nancy Pelosi mit dem Entzug von Spendengeldern drohen, falls Harman nach einem Wahlsieg der Demokraten bei den Kongresswahlen im Herbst 2006 nicht den Vorsitz des nachrichtendienstlichen Ausschusses erhielte."
[bearbeiten] Zitate
"I'm a one-issue guy and my issue is Israel.[3]"
[bearbeiten] Quellen
- ↑ "Ich werde alle überraschen", wissen.spiegel.de, 03. Mai 2004
- ↑ Martin Kilian am 23.04.2009 in Basler Zeitung: Wollte Israel eine Abgeordnete einschleusen?
- ↑ Wikipedia: Haim Saban
Dieser Artikel basiert zum Teil auf Wikipedia Haim Saban und steht insoweit unter GNU-FDL.