Greenpeace
im Parteibuch Lexikon, dem parteiischen Wiki mit wertenden Informationen in deutlicher Sprache
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[bearbeiten] Wesen
Greenpeace ist eine 1971 von Friedensaktivisten in Vancouver, Kanada gegründete internationale Lobbyorganisation zum Umweltschutz und wurde vor allem durch Kampagnen gegen Kernwaffentests und mit Aktionen gegen den Walfang bekannt. Später konzentrierte sich die Organisation darüber hinaus auf weitere ökologische Probleme wie Überfischung, die globale Erwärmung, die Zerstörung von Urwäldern und die Gentechnik.
[bearbeiten] Medienmacht
Medienpartner von Greenpeace in Deutschland ist die Bild-Zeitung.
[bearbeiten] Organisation
[bearbeiten] Rechtlose Fördermitglieder
Greenpeace ist in Deutschland ein eingetragener Verein, dieser hat ca. 40 Mitglieder. Nur diese sind stimmberechtigt, alle anderen sind "Fördermitglieder." Fördermitglieder gibt es im Vereinsrecht nicht und sie haben auch nach der Satzung keine Rechte.
[bearbeiten] Struktur wie beim Militär
Greenpeace wird vor allem von basisdemokratisch organisierten Umweltschützern vorgeworfen, intern eine stark hierarchische Struktur zu haben. Dies führte 1982 zur Abspaltung einiger ehrenamtlicher Aktivisten und zur Gründung von Robin Wood.
[bearbeiten] Lidl-Deal mit dem Greenpeace-Magazin
Vor einiger Zeit machte Lidl mit dem Greenpeace-Magazin einen "Deal", dass der Discounter das Magazin in seinen Filialen in großen Mengen anbieten wird - und das ohne das bei Zeitschriftenverkauf übliche rückgaberecht. Das bedeutet, dass Lidl der Greenpeace-Organisation praktisch die Magazine abkauft, und die nicht verkauften wegschmeisst. Da das Magazin offensichtlich nicht sehr populär ist, landet folglich ein Großteil der Ausgaben im (Recycling-)Müll. Das Interessante ist nun Folgendes: Die Auflage des Magazins vor dem "Lidl-Deal" betrug rund 120.000. Danach ca. 260.000 - wir haben also eine schlagartige Verdoppelung der Auflage! Ein gutes Geschäft für Greenpeace, nicht? Aber nichts geht natürlich ohne Gegenleistung: Es fällt sofort ins Auge, dass Lidl in den Tests von Greenpeace bezüglich der Pestizidbelastung der Waren auf einmal ganz vorne dabei ist. Vor dem Deal war Lidl hier noch das Schlusslicht - mit schlechtesten Bewertungen.
[bearbeiten] Von Logik und Wissenschaft verabschiedet
Der Umweltschützer Patrick Moore, ein früheres Mitglied von Greenpeace, hat sich inzwischen von der Organisation abgewendet. Er wirft der Organisation ideologische Verblendung vor, die in einer rigorosen Protesthaltung gipfele und bei der sich die Organisation weigere, Konsens in Bezug auf Ökologie zu schaffen. So sagte der heute für die Forstwirtschaft arbeitende Moore in einem Interview: novo-magazin.de
„Greenpeace hat sich von Logik und Wissenschaft verabschiedet. Die Kampagnenprofis arbeiten mit emotionalen Bildern. Für viele Menschen sieht ein Tulpenfeld viel besser aus als ein frischer Kahlschlag, wo nur noch häßliche Baumstümpfe zu sehen sind. Viele denken leider nicht so weit, dass der Wald wieder nachwächst und dass die Forstindustrie auch ein starkes ökonomisches Interesse daran hat, dass er nachwächst. Die biologische Vielfalt eines Tulpenfeldes tendiert jedoch gegen Null.“
– Patrick Moore über Greenpeace
[bearbeiten] Literatur
Rex Weyler (2004), Greenpeace: an insider’s account, Rodale
[bearbeiten] Weblinks
Hard Choices for the Environmental Movement... - Artikel des Greenpeace-Mitgründers Patrick Moore (englisch)
Thomas Deichmann: Gemeinnützig oder gemeingefährlich? Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 20, Mittwoch, 24. Januar 2007;
Stellungnahme von Greenpeace zu diesem Artikel
Michael Bauchmüller: Einzug des Neokapitalismus Süddeutsche Zeitung
Wikipedia: [Greenpeace]