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Google Stalking

im Parteibuch Lexikon, dem parteiischen Wiki mit wertenden Informationen in deutlicher Sprache

Stalking ist mittlerweile als Begriff in aller Munde: überdrehte Fans oder Ex-Partner verfolgen ihr Zielobjekt auf Schritt und Tritt, machen mit skurrilen und teilweise gar kriminellen Handlungen auf sich aufmerksam in der Hoffnung, dass das Zielobjekt ihnen Aufmerksamkeit schenkt oder ein anderes erwünschtes Verhalten zeigt.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Begriff des Google Stalking

Eine neue Variante des Stalkings ist erst mit Hilfe der Online-Medien möglich geworden und hat auf Grund der beherrschenden Stellung von Google im Suchmaschinen-Markt den Titel „Google Stalking“ erhalten. Während normales Stalking auch harmlose und positive Absichten verfolgen kann, ist Google Stalking ausschließlich von negativer Absicht und krimineller Energie geleitet: das Zielobjekt wird immer wieder auf Homepages, in Foren und Blogs negativ oder verleumderisch erwähnt und diese Erwähnungen werden dann wiederum mit hoher Dichte rekursiv verlinkt. Dabei wird das Zielobjekt vor allem auf Web-Adressen mit viel Traffic und hohem PageRank genannt und verlinkt, so dass jede Suchanfrage nach dem Namen des Zielobjekts immer zuerst die vom Google Stalker platzierten Verleumdungen als Ergebnis liefert. Diverse Untersuchungen haben gezeigt, dass die meisten Suchenden nicht weiter als bis zur dritten oder fünften Seite der Suchergebnisse blättern. Ziel des Google Stalkers ist es also, genau diese drei bis fünf Seiten mit den eigenen verleumderischen Beiträgen und Kommentaren zu füllen.

Angesichts der zunehmenden Verbreitung von Internetzugängen und der marktbeherrschenden Stellung von Google als Suchmaschine hat das beschriebene Vorgehen durchaus negative Effekte: Personalchefs googlen mittlerweile gerne nach Bewerbernamen. Folge: Absage. Ebenso können potentielle Auftraggeber von Selbständigen und Freiberuflern nach deren Namen googlen. Folge: Nicht-Erteilung oder Verlust von Aufträgen. Auch Bekannte, Freunde und Familienmitglieder können die entsprechenden Verleumdungen zufällig finden und sich so vom Partner oder Freund distanzieren.

Wie man sieht, können die Folgen des Google Stalkings die gleichen sein wie jene aus dem Vorwurf der Pädophilie oder Vergewaltigung. Somit kann durchaus eine Existenz schädigende Wirkung eintreten, die das Zielobjekt nachhaltig privat, sozial und beruflich benachteiligt. In letzter Instanz kann gar die Zerstörung der Existenz eintreten, wenn das Zielobjekt nichts vom hinterhältigen Treiben seines bzw. seiner Google Stalker weiß, z.B. keinen Internetzugang hat oder sich nicht für bestimmte Themen interessiert hat, wo sein Name vorrangig verleumderisch in den Schmutz gezogen wird. Beliebte Vorwürfe von Google Stalkern sind neben denen der Pädophilie oder Vergewaltigung vor allem die Zugehörigkeit zu politisch extremistischen Gruppierungen oder angeblicher Antisemitismus, wobei vor allem der Antisemitismus-Verdacht in Deutschland eine sozial vernichtende Wirkung entfalten kann.

Zusammenfassend kann Google Stalking als die Online-Version von Verleumdung mit dem Ziel des Rufmords betrachtet werden. Egal, wer aus welcher Motivation heraus nach dem Namen des Zielobjekts sucht, wird immer zuerst die mit böser Absicht platzierten Verleumdungen zu Gesicht bekommen, während sachbezogene Äußerungen und mögliche Gegendarstellungen nicht oder erst weit hinten in der Ergebnisliste erscheinen. Leider weist Google Stalking eine weitere Parallele zum Pädophilie- oder Vergewaltigungs-Vorwurf auf: es bleibt immer irgendwo etwas davon hängen.


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[bearbeiten] Gefährdungspotenzial

Besonders gefährdet, Opfer von Google Stalkings zu werden, sind Prominente sowie Personen, die an Foren, Blogs und auf anderen Diskussionsplattformen des Internet unter ihrem realen Namen teilnehmen oder deren realer Name dabei bekannt wird. Irre mit zuviel Tagesfreizeit im Netz scheinen von solchen offenen Plattformen geradezu magisch angezogen werden.

[bearbeiten] Gegenmaßnahmen

Um Google-Stalking zu bemerken, empfiehlt es sich, die Suchresultate zur Suche nach dem eigenen Namen (z.B. "Marcel Bartels") und anderen wahrscheinlichen Suchbegriffen (z.B. "Bartels Parteibuch") im Auge zu behalten. Über das Auftauchen neuer Seiten mit den Suchbegriffen bei Google kann man sich mit Hilfe von Google Alerts informieren lassen. Gegen rechtswidrige Webseiten (zB Verleumdung, Beleidigung) läßt sich mit Beschwerden an Betreiber oder Provider sowie auf dem Rechtsweg mit Abmahnungen, Verfügungen und Klagen vorgehen. Liegt eine gerichtliche Einstufung als rechtswidrig vor, so kann das Opfer Google darum ersuchen, die Seiten aus dem Index zu entfernen. Erschwert wird Google Stalking, wenn viele freundlich gesinnte Seiten zu den Schlüsselbegriffen an exponierter Stelle existieren, da es dann schwieriger für den Stalker ist, seine Seiten im Google-Ranking nach oben zu bringen.

[bearbeiten] Links

Heise.de zur Verleumdung von John Seigenthaler Sr. in der Wikipedia

Kommentar Marcel Bartels zur Verleumdung von John Seigenthaler Sr

Von „http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Google_Stalking

Diese Seite wurde bisher 3.747-mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt am 4. September 2007 um 14:32 Uhr geändert.


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