Parteibuch LexikonMein Parteibuch Ticker | Hauptseite | Hilfe | Spezialseiten | Anmelden
Parteiisch, wertend, deutlich
Kategorien: Verleger | Politiker Impressum
Druckversion | Piratenlizenz

Fritz Heine

im Parteibuch Lexikon, dem parteiischen Wiki mit wertenden Informationen in deutlicher Sprache

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Person

Fritz Heine, geboren am 06.12.1904 in Hannover, gestorben am 05.05.2002 in Zülpich, war ein deutscher Politiker und Verlagsmanager.

[bearbeiten] Privates

1961 heiratete Fritz Heine seine langjährige Lebensgefährtin Marianne Schreiber. Auch nach deren Tod lebte Fritz Heine bis zuletzt in Bad Münstereifel.

[bearbeiten] Leben

[bearbeiten] Frühes Berufsleben

Am Beginn seiner Berufslaufbahn war Fritz Heine als kaufmännischer Angestellter tätig. Nebenberuflich arbeitete er als Redakteur einer hannoverschen Sportzeitung. 1922 trat er in die SPD ein. Ab 1928 baute er die Werbe- und Propaganda-Abteilung der Partei auf.

[bearbeiten] Flucht

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Januar 1933 flüchtete er mit einem Großteil des Barvermögens der Partei nach Prag. Von dort aus war er an der Widerstandsarbeit gegen die Nazis beteiligt. Oftmals war Fritz Heine mit falschen Papieren als Kurier für die SPD im Deutschen Reich unterwegs.

Als Folge des Anschlusses des Sudetenlandes und eines starken Drucks auf die Resttschechoslowakei flüchtete Fritz Heine nach Paris und übernahm dort die Verlagsleitung der Parteizeitung „Neuer Vorwärts“. In dieser Zeit wurde er auch vom Deutschen Reich ausgebürgert. Nachdem deutsche Truppen Frankreich besetzten, war er für kurze Zeit interniert, bevor ihm Quäker zur Flucht ins damals unbesetzte Marseille verhalfen.

Dort organisierte er mit einer Massenflucht in die USA die Rettung mehrerer hundert Flüchtlinge. Dies brachte ihm den Ehrennamen „Engel von Marseille“ und 1988 die israelische Auszeichnung „Gerechter der Völker“ ein. 1941 verlangten die Deutschen von der Vichy-Regierung die Auslieferung Heines, der nach kurzem Aufenthalt in Lissabon nach London flüchtete. Ab 1942 arbeitete Fritz Heine in Rundfunksendern im Rahmen der Psychologischen Kriegsführung beim Political Intelligence Department (PID).

[bearbeiten] Westdeutsche Karriere

Im Februar 1946 kehrte Fritz Heine nach Westdeutschland zurück. Im Mai 1946 wurde er zum hauptamtlichen Vorstandsmitglied der SPD gewählt.

[bearbeiten] Kontakt mit CIA-Agent Irving Brown

Am 05.11.1956 traf sich Fritz Heine als für internationale Beziehungen zuständiges SPD-Vorstandsmitglied in Washington mit dem CIA-Agenten und US-Gewerkschaftsboss Irving Brown, dessen Aufgabe die Finanzierung des Aufbaus antikommunistischer Gewerkschaften in Westdeutschland war und besprach mit ihm die anstehende Besetzung des DGB-Vorstandes. Einige Tage später berichtete Fritz Heine Irving Brown schriftlich über den Erfolg:

"Lieber Irving, Du erinnerst Dich, dass wir in Washington über die Zusammensetzung des DGB-Vorstandes und seine neue Arbeitsverteilung gesprochen haben. Das ist inzwischen, wie ich schon annahm, geschehen. In der Anlage übersende ich Dir eine Übersicht über die Verteilung im Einzelnen, die Dich vielleicht interessieren wird. Besten Gruß Dein Fritz Heine"[1]

Neuer Vorsitzender des DGB war der SPD-Politiker und überzeugte Antikommnist Willi Richter geworden.

[bearbeiten] Konzentration GmbH

Bis 1958 war Fritz Heine Sprecher der SPD. Auf dem Stuttgarter Parteitag 1958 wurde Heine nicht mehr in den Vorstand gewählt. Im Juni 1958 wurde Fritz Heine Geschäftsführer der „Konzentration GmbH“, einer damals bedeutenden Interessengemeinschaft SPD-eigener Verlags- und Wirtschaftsunternehmen. 1974 ging Fritz Heine in Ruhestand.

[bearbeiten] FES

Neben seiner Tätigkeit bei der Konzentration GmbH war Fritz Heine unter anderem Vorstandsmitglied in der Friedrich-Ebert-Stiftung, wo er 1990 Ehrenmitglied wurde.

[bearbeiten] Veröffentlichung von Heine

Kurt Schumacher. 1970

[bearbeiten] Veröffentlichung über Heine

Stefan Appelius, 1999 bei Klartext: Heine. Die SPD und der lange Weg zur Macht, ISBN 3884747215

[bearbeiten] Auszeichnungen

[bearbeiten] Quellen

  1. Joachim Schröder 1999 (WDR via Phoenix via Google Video): Germany - Made in USA (CIA-Führungsoffizier Tom Braden spricht offen über die Steuerung der westdeutschen Linken und Arbeiterbewegung durch Jay Lovestone und die CIA) Seite dazu beim WDR

Artikel basiert auf Wikipedia Fritz Heine unter GNU-FDL

Wikipedia-Artikel basiert offenbar auf Friedrich-Ebert-Stiftung: Fritz Heine gestorben

Von „http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Fritz_Heine

Diese Seite wurde bisher 215-mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt am 27. Juni 2008 um 15:40 Uhr geändert.


Finden

Blättern
Hauptseite
Letzte Änderungen
Zufällige Seite
Hilfe
Ändern
Seite bearbeiten
Seitenoptionen
Diskussion
Kommentar hinzufügen
Druckversion
Seitendaten
Versionen
Links auf diese Seite
Änderungen an verlinkten Seiten
Meine Seiten
Anmelden
Spezialseiten
Neue Seiten
Dateiliste
Statistik
Mehr …