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Franz Josef Strauß

(Weitergeleitet von Franz Strauß)

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Person

Franz Josef Strauß, geboren am 06.09.1915 in München, gestorben am 03.10.1988 in Regensburg, war ein deutscher Politiker der Partei CSU.

[bearbeiten] Familie

Franz Josef Strauß heiratete 1957 Marianne Zwicknagl. Ihre Kinder sind der Betrugshelfer Max, der Medienunternehmer Franz Georg sowie die nach vielfältigen Skandalen zurückgetretene Politikerin Monika.

[bearbeiten] Freundeskreis

Den Freundeskreis von Franz Josef Strauß beschrieb Bernt Engelmann 1986 so:

"Hinzu kommt der bemerkenswerte Umstand, daß es unter den persönlichen und politischen Freunden von Strauß von alten Nazis wimmelt, wobei wir uns nur an die wenigen bereits genannten Personen zu erinnern brauchen: So etwa an den Strauß-Berater in Fragen der psychologischen Kriegsführung Dr. Eberhard Taubert, an die Strauß-Propagandisten Artur Missbach und K. F. Grau, an den FJS-Intimus Hanns Martin Schleyer und dessen Korpsbruder, den Strauß-Duzfreund Dr. Fritz Ries, an dessen mit "Arisierungen" und Ausbeutung von Sklavenarbeitern aufgebauten Unternehmen die Strauß-Gattin Marianne beteiligt wurde, an den Himmler-Freund und Strauß-Förderer Friedrich Flick - die Liste ließe sich schier endlos fortsetzen..."

[bearbeiten] Karriere

Der Oberleutnant d.R. Franz Josef Strauß, der von Adolf Hitler am 20.04.1943 zum Studienrat ernannt wurde, nachdem das Reichswissenschaftsministerium erklärt hatte, dass Franz Josef Strauß "die Gewähr dafür biete, jederzeit rückhaltslos für den nationalsozialistischen Staat einzutreten"[1], hat nach Kriegsende einen erstaunlichen Werdegang hingelegt.

[bearbeiten] Dolmetscher für US-Militärgeheimdienst

Bernt Engelmann berichtete 1986 davon, dass Franz Josef Strauß nach Kriegsende Dolmetscher für den US-Militärgeheimdienst CIC war[1]:

"Landrat Bauer sprach kein Wort Englisch, und damit war der Dolmetscher Strauß in einer Schlüsselposition, denn er stellte das einzige Bindeglied zwischen den Amerikanern und der Bevölkerung dar. Sein Einfluß stieg noch, als er einen weiteren mächtigen Gönner fand: den Chef des für den Landkreis Schongau zuständigen Einheit des militärischen Geheimdienstes (CIC) der Amerikaner, First Lieutenant (später Captain) Ernest F. Hauser, der Jahre später im weltweiten Bestechungsskandal um die Firma Lockheed und "Starfighter" eine wichtige Rolle spielte."

[bearbeiten] Als Geldüberbringer genannt

Dazu, wie Konrad Adenauer der Herzenswunsch erfüllt wurde, dass Bonn provisorische Bundeshauptstadt wurde, schrieb Bernt Engelmann[2]:

"Am Donnerstag, dem 5. Oktober 1950, gegen Abend, als es bereits dunkel geworden war, befaßte sich das Plenum des Deutschen Bundestages mit seinem ersten Skandal: Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel, bis dahin noch wenig beachet, hatte aufgedeckt, daß einige Abgeodnete der Bayernpartei entgegen einem früher gefaßten Fraktionsbeschluß für Bonn als provisorische Bundeshauptstadt gestimmt und damit dem Kanzler einen Herzenswunscher erfüllt hatten. Dieselben Abgeordneten hatten zuvor Geldzuwendungen erhalten, mit denen ihr plötzlicher Sinneswandel möglicherweise in ursächlichem Zusammenhang stand. Als Vermittler und Überbringer des Geldes hatte Der Spiegel den bis dahin der Öffentlichkeit kaum bekannten CSU-Ageordneten Franz Strauß genannt."

[bearbeiten] Finanzierung von rechtem Terrorismus

Kennzeichen D berichtete in einer Sendung davon, dass Franz Josef Strauß ein mit der CIA und Gladio in Verbindung stehendes international operierendes rechtsextremes Terrornetzwerk rund um Stefano Delle Chiaie und Aginter Press finanzierte[3].

In dem Beitrag von Kennzeichen D werden weiterhin Marcel Hepp als Kontaktmann und Dieter Huber als Geldbote genannt. Joachim Schilling stellte, wie er vor der Kamera zugab, als Vertreter der Hanns-Seidel-Stiftung zum Zweck der finanziellen Unterstützung des Aufbaus einer neuen italienischen Rechtspartei einen Kontakt zwischen Franz Josef Strauß und dem italienischen Neofaschisten Mario Tedeschi her.

[bearbeiten] Oktoberfestattentat

Vom Oktoberfestattentat konnte Franz Josef Strauß im Bundestagswahlkampf 1980 überraschenderweise nicht profitieren[4]. In einer Pressemitteilung zu einer erfolgreichen Verfassungsbeschwerde gegen ein Strafurteil wegen Verunglimpfung des Staates in einem Flugblatt wird 1998 das mit dem Strafrecht verfolgte Flugblatt zitiert[5]. In diesem Flugblatt wurde auch Franz Josef Strauß erwähnt:

"26. September 1980 faschistischer Anschlag auf das Oktoberfest Vergessen? NiemalsÜ Am 26. September jährt sich zum elften Mal der Tag des neonazistischen Bombenanschlags auf das Oktoberfest. 13 Menschen verloren dabei ihr Leben. Über 200 wurden zum Teil schwer verletzt, viele von ihnen fristen seither ihr Leben als Krüppel. Die Hintergründe: Kurz vor der Bundestagswahl mit dem Kanzlerkandidaten F.J. Strauß sollte durch Verbreitung von Angst und Schrecken der starke Mann herbeigebombt werden, einer der Deutschland wieder zu dem machen sollte, was Hitler auf seine Fahnen geschrieben hatte: "Ruhe und Ordnung" nach innen, Großdeutschland nach außen. Die Blutspuren waren von den Wasserwerfern noch nicht weggespült, da gab Franz Josef Strauß die Parole aus, bei den Tätern handle es sich um Linke aus der DDR. Eine "Panne", die Strauß nicht ins Konzept paßte: Der blutdurchtränkte Ausweis Gundolf Köhlers, eines Mitglieds der neonazistischen Wehrsportgruppe Hoffmann wurde gefunden. Was tut die bayerische Staatsregierung, was tut das Bundeskriminalamt? Man setzt eine Einzeltätertheorie in die Welt: Gundolf Köhler war ein Verrückter, er hat die Bombe allein fabriziert und geworfen. Politischer Hintergrund: Keiner ... Die Untersuchungen werden abgebrochen, obwohl eine Fülle von Zeugenaussagen gegen die Einzeltäterschaft Köhlers sprechen, obwohl die Selbstbezichtigung eines Mitglieds der Wehrsportgruppe Hoffmann vorlag. Die Täter wurden nie gefaßt. Sie laufen noch heute frei herum, weil Bundesanwaltschaft und kriminalamt unter eifriger Hilfestellung von Strauß und seiner CSU die Ermittlungen bereits nach zwei Jahren endgültig einstellten."

Bei der Onlinezeitung trend wird jedoch im Jahr 2003 eine Verbindung aus dem Umfeld von Franz Josef Strauß zu Karl-Heinz Hoffmann, dem Gründer der Wehrsportgruppe Hoffmann erwähnt[6]:

"Woher hatte "der Nazi-Hoffmann" überhaupt das Geld für Häuserkäufe? Diese Frage beschäftigte die Menschen im Ort. "Es sind wohl seine Hintermänner, die ihm das Geld geben", mutmaßte sogar der Bürgermeister. Ein Bruderpaar aus Bayern fiel besonders ins Auge. Die beiden Herren in Anzug und Trenchcoat tauchten einige Male mit Hoffmann in Kahla auf, erinnern sich viele. Niemand wusste, wer sie waren. Recherchen ergaben: bei dem Älteren der beiden handelte es sich um einen ehemaligen Mitarbeiter des verstorbenen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß. Der 58jährige ist Träger des Bayerischen Verdienstordens und Mitglied in der CSU-nahen "Hanns-Seidl-Stiftung". Nach dem Verkauf von drei sanierten Mehrfamilienhäusern in der Altstadt an das Brüderpaar und einen weiteren bayerischen Investor sollen Hoffmanns Firmenkonten ungefähr 2 Millionen DM zugeflossen sein, erinnern sich ehemalige Mitarbeiter noch sehr gut. Vielleicht weil Journalisten sich dafür zu interessieren begannen, gingen die Herrschaften aus Bayern später auf Distanz zu den Hoffmanns. Eine Hausverwalterfirma aus Kahla übernahm Hoffmanns Aufgaben."

[bearbeiten] Bombenanschlag von Bologna

Bei Zoom wurde anlässlich des Bombenanschlags von Bologna von einer Verbindung vom von Franz-Josef Strauß finanzierten terrorverdächtigen Rechtsextremisten Stefano Delle Chiaie zu Karl-Heinz Hoffmann berichtet[7]. Der ehemalige Vize-Chef des italienischen Geheimdienstes SISMI, Pietro Musumeci, behauptete darüberhinaus offenbar weitere Zusammenhänge:

"Nicht verurteilt wurde Stefano Delle Chiesa, der den Anschlag organisiert und den Sprengstoff besorgt haben soll. Musumeci, 1980 stellvertretender SISMI-Chef, versuchte den Verdacht auf die deutsche "Wehrsportgruppe Hoffmann" zu lenken. Tatsächlich war Karl-Heinz Hoffmann mit Delle Chiesa zusammengetroffen. Mitglieder seiner Gruppe landeten drei Tage vor dem Anschlag in Rimini."

[bearbeiten] Seilschaften

[bearbeiten] NSKK

Franz Josef Strauß war während der Herrschaft von Adolf Hitler Mitglied im NSKK seit dem 01.11.1937 Mitglied im NSDStB[1].

[bearbeiten] Le Circle

Franz Josef Strauß wird von Forschern[8] und Presse[9][10] auch in Verbindung mit der mächtigen, sowohl dem Vatikan als auch David Rockefeller nahestehenden, Geheimgesellschaft[11] "Le Circle"[12] gebracht.

[bearbeiten] Zitate

"Man muss sich der nationalen Kräfte bedienen, auch wenn sie noch so reaktionär sind - mit Hilfstruppen darf man nicht zimperlich sein."[13]

[bearbeiten] Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 Bernt Engelmann 1986 im Verlag der Nation: "Ein Lesebuch", ISBN 3-373-00091-2 , Kapitel "Wer war Franz Josef Strauß", S. 145ff
  2. Bernt Engelmann 1986: Ein Lesebuch ISBN 3-373-00091-2 , S.60
  3. Kennzeichen D via Youtube: Gladio Attentate unter falscher Flagge -Italien
  4. Daniel Neun am 20.06.2008 bei Radio Utopie: DER TERROR-STAAT: Das Oktoberfest-Attentat von München
  5. Bundesverfassungsgericht: Pressemitteilung - Nr. 93 vom 26.08.1998
  6. Andrea Röpke & Berny Vogl bei Trend 2003: Rechte Glücksritter in Ostdeutschland - Auf den Spuren der rechten Aufbauhelfer-Ost
  7. Original nicht mehr verfügbar, Kopie über Genua-G8: Dossier zur "Strategie der Spannung"
  8. Institute for the Study of Globalization and Covert Politics: Mitgliedsliste Le Circle
  9. Der Spiegel vom 03.03.1980: Franz Josef sein Milljöh
  10. Der Spiegel vom 13.09.1982: "Victory for Strauß"
  11. Institute for the Study of Globalization and Covert Politics: Le Circle
  12. Wikipedia: Le Circle
  13. Zitat vom Spiegel 12/80 (via Krzysztof am 02.11.2003 bei Indymedia): Die Wehrsportgruppe Hoffmann

[bearbeiten] Weblinks

Michael Backmund in AIB 3/2003: DER KANDIDAT, die Bombe und der Einzeltäter

Nick Brauns 2000: Oktoberfestattentat - Strategie der Spannung?

Von „http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Franz_Josef_Strau%C3%9F

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