Frank Plasberg
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[bearbeiten] Person
Frank Plasberg, geboren am 18.05.1957 in Remscheid, ist ein deutscher Journalist und Fernsehmoderator.
[bearbeiten] Familie
Frank Plasberg ist mit der WDR-Moderatorin Angela Maas verheiratet. Er hat einen Sohn und eine Tochter und lebt mit seiner Familie in Köln.
[bearbeiten] Berufliche Entwicklung
Frank Plasberg wuchs in Wermelskirchen auf, wo er auch seine erste journalistische Erfahrung sammelte. Er selbst sieht diese Stadt auch als seine Heimatstadt an: Im Jahr 2003 sagte er in einer Ausgabe des "Montalk" des Radiosenders WDR 2, er sei nur in Remscheid geboren "weil Wermelskirchen damals noch kein Krankenhaus hatte". Bereits als Schüler schrieb er als freier Journalist für die Rheinische Post, die in Wermelskirchen als Bergische Morgenpost verlegt wird.
Mit achtzehn Jahren absolvierte er sein Volontariat bei der Schwäbischen Zeitung in Leutkirch im Allgäu und war später Polizeireporter und Redakteur der Münchner Abendzeitung. In der Sendung Zimmer frei! erzählte Plasberg, er habe diese Arbeit als aufreibend empfunden und Freunde, die zu dieser Zeit studierten, um ihre Freizeit beneidet.
1980 begann er selbst ein Studium der Theaterwissenschaft, Politik und Pädagogik in Köln, das er nach siebzehn Semestern abbrach. Ebenfalls 1980 hatte er seine erste Radiosendung bei SWF3.
Von 1987 bis 2002 führte Plasberg gemeinsam mit Christine Westermann durch die WDR-Sendung Aktuelle Stunde, für die er ab 1993 auch als Redaktionsleiter verantwortlich war.
Seit 2001 leitet Plasberg die Diskussionssendung Hart aber fair des WDR-Fernsehens.
Im September 2005 gründete er zusammen mit dem Produzenten und Regisseur Jürgen Schulte das Unternehmen Ansager und Schnipselmann GmbH & Co KG, das seinen Sitz in Düsseldorf hat und unter anderem Hart aber fair produziert. Namensgebend waren die Funktionen der zwei Männer dieser Sendung, Plasberg als Moderator und Schulte als Cutter der Einspielfilme.
[bearbeiten] Kritik
Die politische Unabhängigkeit Plasbergs ist umstritten:
In "Plasberg, hart aber wohl nicht fair!" schrieb der promovierte Jurist Wolfgang Lieb (u.a. Mitarbeiter in der Planungsabteilung des Bundeskanzleramtes (1979-1983), Staatssekretär im Wissenschaftsministerium NRW (1996-2000)) schrieb auf Nachdenkseiten -Das kritische Tagebuch (Herausgeber Wolfgang Lieb und Albrecht Müller, Nationalökonom, u.a. ab 1973 Leiter der Planungsabteilung im Bundeskanzleramt bei Willy Brandt und Helmut Schmidt) :
"...Da sein früherer Arbeitgeber WDR keine Einwände hatte, dass Plasberg als Nebentätigkeit Veranstaltungen wie das ME-Forum der Metall- und Elektroindustrie in Düsseldorf moderierte, sah Plasberg, als nunmehr selbständiger Medienunternehmer, schon gar kein Problem mehr, unter anderem etwa den regelmäßigen „Ständehaus-Treff“ des Finanzdienstleister Signa Property Funds Deutschland (ein auf die Emission geschlossener Immobilienfonds spezialisierter Geschäftspartner der Reichen und Superreichen) in der Kunstsammlung K 21 als „Traditionsinterviewer“ mit seinem Bekanntheitswert aufzuwerten (Quelle: TOP MAGAZIN Düsseldorf). ...(den)... Auftraggeber ...(seiner)... Sendungen, den WDR, stört das offenbar nicht..."
[bearbeiten] Gladbecker Geiseldrama
Kritisiert wurde Plasberg für seine Rolle beim Gladbecker Geiseldrama am 16.08.1988 (inzwischen distanzierte er sich teilweise von seinem damaligen Verhalten):
"Da habe ich einfach Angst bekommen" Interview auf wdr.de vom 13.08.2003 von Stefan Domke mit Frank Plasberg über seinen Reportereinsatz beim Gladbecker Geiseldrama
"...Am dritten Tag des Gladbecker Geiseldramas kommt es in der Kölner Fußgängerzone zum wohl makabersten Auftritt der Geiselnehmer: Umringt von zahlreichen Journalisten und neugierigen Passanten geben die Geiselnehmer Hans-Jürgen Rösner und Dieter Degowski in aller Seelenruhe ein Interview nach dem anderen. Währenddessen sitzen die völlig verängstigten Geiseln auf dem Rücksitz des Fluchtfahrzeugs. Auch der heutige "Hart aber Fair"-Moderator Frank Plasberg war 1988 am Ort des Geschehens. Der damals 31-jährige Plasberg arbeitete zu der Zeit sowohl als freiberuflicher Reporter für den Radiosender SWF3 als auch als Fernsehmoderator für die Aktuelle Stunde..."
[bearbeiten] Auszeichnungen
- 2003 – Deutscher Fernsehpreis
- 2005 – Adolf-Grimme-Preis
- 2005 – Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis
- 2005 – Journalist des Jahres im Bereich „Politik“ (zusammen mit Alice Schwarzer)
- 2006 – Bayerischer Fernsehpreis im Bereich Information für die Moderation von Hart aber fair
- 2006 – Journalist des Jahres im Bereich „Politik“ (seit 2004 in zehn Ressorts jährlich verliehen von der Medienzeitschrift MediumMagazin)
[bearbeiten] Literatur
HU-Marburg am 12.10.2007: Hart, aber unfair
Helmut Ziegler am 21.09.2007 in der Berliner Zeitung: Die weibliche Ader - Am 24. Oktober wandert Frank Plasberg mit seinem Polittalk ins Erste. Ändern will er sich nicht
Felicitas von Lovenberg am 09.06.2006 in der FAZ: Mir fehlt ein Gen für Milde
[bearbeiten] Weblinks
Nachdenkseiten am 12.05.2006: Plasberg, hart aber wohl nicht fair!
Interviewt von Andreas Kötter am 29.03.2005 bei Spiegel Online: „Jeder Moderator ist eitel“