Parteibuch LexikonMein Parteibuch Ticker | Hauptseite | Hilfe | Spezialseiten | Anmelden
Parteiisch, wertend, deutlich
Kategorien: Politik | Wirtschaft | Informationszeitalter | Propaganda Impressum
Druckversion | Piratenlizenz

FUD

im Parteibuch Lexikon, dem parteiischen Wiki mit wertenden Informationen in deutlicher Sprache

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Wesen

Als Fear, Uncertainty and Doubt (englisch für „Furcht, Ungewissheit und Zweifel“), meist abgekürzt als FUD, wird eine Werbe- oder Kommunikationsstrategie bezeichnet, die der gezielten Bekämpfung eines (in der Regel wirtschaftlichen oder politischen) Konkurrenten dient, insbesondere wenn dieser bislang ein gutes Image hat. Man bedient sich dabei gezielter, aber dennoch subtiler und eher unterschwelliger Falschinformation, zum Beispiel in Pressemeldungen. Häufig werden diese über scheinbar neutrale Quellen verbreitet, deren Verbindung zum eigentlichen Urheber nicht sofort ersichtlich ist. Im Deutschen kommt die Bezeichnung Schmutzkampagne der Bedeutung von FUD nahe.

[bearbeiten] Ursprung

Geprägt haben soll diesen Begriff Gene Amdahl, nachdem er IBM verlassen hatte, um seine eigene Firma (Amdahl Corp.) zu gründen. Er soll damals über IBM-Vertriebsmitarbeiter gesagt haben, FUD seien Furcht, Ungewissheit und Zweifel, den sie potentiellen Amdahl-Kunden vermittelten.

[bearbeiten] Ziele

Das Ziel ist es, beim Informationsempfänger (zum Beispiel Kunden, Wähler) jene Furcht, Ungewissheit und Zweifel gegenüber einem Konkurrenten oder dessen Produkten hervorzurufen (Propaganda).

[bearbeiten] Methode

Panikmache zur Unterbindung bestimmter Handlungen gehört in den Bereich des FUD. Es wird dabei ausgenutzt, dass Angstgefühle beim Menschen häufig irrational begründet sind und selbst nachweislich falsche Informationen zu Unsicherheiten führen können. So wird der Propagandaminister des sogenannten Dritten Reiches, Joseph Goebbels, mit den Worten zitiert, man müsse nur genügend Dreck werfen, damit etwas hängenbleibe (nach dem lateinischen "audacter calumniare, semper aliquid haeret" - "immer feste verleumden, es wird schon etwas hängenbleiben").

[bearbeiten] Anwendungsbereiche

Da es zu den Charakteristika einer erfolgreichen FUD-Kampagne gehört, nicht als solche erkennbar zu sein, ist es schwierig, Beispiele zu nennen.

[bearbeiten] Technikvertrieb

Eines der schillernsten Beispiele für gelungenen FUD ist, wie im Spitblog 2007 aufgezeigt wurde, die Amstrad-PC-Lüfter-Geschichte. Befürworter freier Inhalte weisen gelegentlich angeblichen Rechteinhabern, die sich besonderer Schutzrechte berühmen, nach, durch eine FUD-Strategie Nutzer einzuschüchtern und von der Nutzung an sich freier Werke abzuhalten. Von IBM als FUD benannt worden sind einige Aktivitäten der Firma SCO, mit denen Anwender des Betriebssystemes Linux verunsichert werden sollten. Ebenfalls in den Bereich von FUD kann das auch als Vaporware bezeichnete verfrühte Ankündigen von Produkten fallen, um Kunden vom Kauf von Konkurrenzprodukten abzuhalten.

[bearbeiten] Rechtsstreitigkeiten

Auch bei Rechtsstreitigkeiten kann dieses Mittel eingesetzt werden, vor allem in Verbindung mit hohen Streitwerten und unerfahrenen Gegnern. Hier bilden Informationsempfänger und Opfer eine Einheit, beispielsweise bei einer Abmahnwelle gegen private Betreiber von Homepages.

[bearbeiten] Verteidigung

Eine teilweise wirksame Verteidigung ist die Veröffentlichung der Tatsachen seitens des Opfers.

[bearbeiten] Weblinks

Spitblog am 26.02.2007: The age of FUD

Eric S. Raymond: FUD Eintrag im Jargon File

Wikipedia: Fear, Uncertainty and Doubt

Von „http://www.mein-parteibuch.com/wiki/FUD

Diese Seite wurde bisher 946-mal abgerufen. Diese Seite wurde zuletzt am 21. Mai 2007 um 20:47 Uhr geändert.


Finden

Blättern
Hauptseite
Letzte Änderungen
Zufällige Seite
Hilfe
Ändern
Seite bearbeiten
Seitenoptionen
Diskussion
Kommentar hinzufügen
Druckversion
Seitendaten
Versionen
Links auf diese Seite
Änderungen an verlinkten Seiten
Meine Seiten
Anmelden
Spezialseiten
Neue Seiten
Dateiliste
Statistik
Mehr …