Erika Steinbach
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[bearbeiten] Person
Erika Steinbach, geboren am 25.07.1943]] im besetzten Rahmel, Polen, ist eine deutsche Politikerin der Partei CDU. Sie ist seit 1990 Mitglied des Bundestages (2005 direkt gewählt vom Wahlkreis Frankfurt II) und seit 1998 Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV). Seit 2000 ist sie Mitglied im CDU-Bundesvorstand.
[bearbeiten] Familie
Erika Steinbach ist die Tochter des aus Schlesien stammenden Luftwaffenfeldwebels Wilhelm Hermann, der in Hanau geboren wurde und als Unteroffizier der Wehrmacht im seit dem Überfall auf Polen besetzten Rahmel stationiert war. Ihre Mutter Erika, Angestellte, stammt aus Bremen. Im Januar 1945 flüchtete die Mutter mit Erika Steinbach und ihrer drei Monate alten Schwester aus Rahmel nach Schleswig-Holstein, wo sie bis 1948 auf Bauernhöfen in Kleinjörl, Großjörl und Stieglund lebten. Von 1948 bis 1950 lebte die Familie in Berlin. Nach der Rückkehr des Vaters aus russischer Kriegsgefangenschaft und dem Umzug nach Hessen wuchs Erika Steinbach ab 1950 in Hanau auf.
Erika Steinbach ist seit 1972 mit dem Dirigenten Helmut Steinbach verheiratet.
[bearbeiten] Karriere
Nach der mittleren Reife war Erika Steinbach technische Angestellte bei der Bundespost. Nach privatem Musikstudium (Geige) und Orchesterkonzerten war sie von 1970 bis 1977 als Diplom-Verwaltungswirtin und Informatikerin beim Kommunalen Gebietsrechenzentrum Frankfurt am Main angestellt, für das sie ab 1974 als Projektleiterin die Automatisierung der Bibliotheken in Hessen verantwortete. Seit 1974 ist sie Mitglied der CDU. Von 1977 bis 1990 war sie Stadtverordnete und Fraktionsassistentin der CDU-Stadtverordnetenfraktion in Frankfurt. 1990 wurde sie im Wahlkreis 140 (Frankfurt am Main III) direkt in den Deutschen Bundestag gewählt und ist seit 2000 Mitglied des Bundesvorstands ihrer Partei. Sie war Mitglied des Bundesvorstandes der Landsmannschaft Westpreußen und ist seit 1994 Mitglied des Goethe-Instituts.
[bearbeiten] Engagement als Vertriebene aus dem überfallenen Polen
Eines ihrer politischen Ziele ist die Errichtung eines Zentrums gegen Vertreibungen in Berlin, das auch dem Schicksal der deutschen Vertriebenen gewidmet sein soll; sie ist (bis August 2005 gemeinsam mit Peter Glotz) die Vorsitzende der zu diesem Zweck im September 2000 gegründeten Stiftung „Zentrum gegen Vertreibungen“.
Nach anhaltender kritischer Berichterstattung ist sie heute in Polen weit bekannter als in Deutschland. Die polnische Kritik an Erika Steinbachs Selbstbeschreibung als „Vertriebene“ beruht darauf, dass ihr Geburtsort überhaupt erst durch den Überfall auf Polen unter deutsche Verwaltung kam. Eine Fotomontage des polnischen Nachrichtenmagazins Wprost präsentierte sie in SS-Uniform auf Bundeskanzler Schröder reitend.
Am 8. Mai 2004 wurde sie mit 74 von 79 Stimmen und am 18. März 2006 mit 63 von 77 Stimmen für jeweils weitere zwei Jahre als Präsidentin des BdV wiedergewählt.
[bearbeiten] Medienmacht
Erika Steinbach ist Mitglied des ZDF-Fernsehrates.
[bearbeiten] Menschenrechte
Erika Steinbach ist Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe und seit November 2005 Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
[bearbeiten] Einsatz für Menschenrechte als Farce bezeichnet
Ein vom rusischen Präsidenten geplantes russisch-europäisches Institut für Freiheit und Demokratie in Brüssel, das die Situation der Menschenrechte und der Äußerungsfreiheit in der EU beobachten solle, bezeichnete Erika Steinbach am 31.10.2007 als Farce und eine provokante Antwort auf westliche Kritik.
[bearbeiten] Seilschaften
Erika Steinbach gehört der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche an.
[bearbeiten] Weblinks
Pressemitteilung vom 30.10.2007: Steinbach: Putins geplantes Institut für Menschenrechte in Brüssel ist eine Farce
Jörg Lau am 27.05.2004 in der Zeit: Gedenken mit Schmiss