Diehl Stiftung
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[bearbeiten] Wesen
Die Diehl Stiftung & Co. KG ist eine deutsche Unternehmensgruppe der Rüstungsindustrie mit Sitz in Nürnberg.
[bearbeiten] Geschichte
Karl Diehl, der 1933 Mitglied der NSDAP wurde, machte aus der 1902 von seinem Vater Heinrich Diehl gegründeten Metallfirma während des 2. Weltkrieges nicht zuletzt mit Hilfe von Zwangsarbeitern ein Großunternehmen.
[bearbeiten] Eigentümer
Die Unternehmensgruppe Diehl befindet sich vollständig in Familienbesitz der Familie Diehl.
[bearbeiten] Management
Vorstandsvorsitzender ist Karl Diehls Sohn Thomas Diehl, Aufsichtsratsvorsitzender war bis zum 01.06.2008 Karl Diehls Sohn Werner Diehl, der den Posten dann an Claus Maenz-Sibje abgab. Vorstandsmitglied Werner Dornisch ist Vizepräsident der Deutschen Atlantischen Gesellschaft.
[bearbeiten] Größe
Die Unternehmensgruppe Diehl erwirtschaftete nach eigenen Angaben 2006 mit 10.230 Beschäftigten einen Umsatz von 1,790 Milliarden Euro, wobei ein Anteil von 35,3 % auf die Kriegstechnik entfallen sein soll.
[bearbeiten] Beteiligungen
Diehl ist u. a. an folgenden Firmen beteiligt:
[bearbeiten] Landminen und Streubomben
Die Tochterfirma Diehl BGT Defence GmbH & Co. KG ist mit ihrer Landminen- und Streubomben- und munitionsproduktion in die Kritik geraten. Weltweit führen nach Angaben von landminen.de[1] von Diehl hergestellte Mienen zu schwersten Verletzungen in Kriegen und Bürgerkriegen auch bei Unbeteiligten. Der von Diehl verkaufte Bomblet-Sprengkopf verstreut 644 Einzelbomben.[2]
[bearbeiten] Demokratisches Wirken
Don Alphonso schrieb in Rebellen ohne Markt anlässlich seines Todes über den Freund von Franz-Josef Strauß Karl Diehl am 19.01.2008:
"Ich habe direkt miterlebt, wie seine CSU-Helfer versucht haben, eine Nürnberger Abgeordnete, die ihn unter Druck setzte, zu diskreditieren. Ich war dabei, an den Hinterausgängen des Auswärtigen Amtes, in der Wiener Hofburg, in den Landtagsbüros, den Parteizentralen, es war ein Alptraum, der ein Gesicht hatte."
[bearbeiten] Zensur
Gegen eine Kolumne bei Regensburg Digital mit dem Titel "Verdienstorden und Streubomben"[3] wurde eine einstweilige Verfügung erwirkt[4]. Mein Parteibuch machte darauf aufmerksam, dass es Menschen in Deutschland freistehe, Politiker, die beim Wort Diehl nicht das Kotzen bekommen, sondern sich gemeinsam mit Diehl in einen Rüstungslobbyclub setzen, nicht zu wählen[5].
[bearbeiten] Quellen
- ↑ landminen.de
- ↑ Report Main: "Mörderische Waffen" - Bundeswehr soll auf Streubomben verzichten
- ↑ Stefan Aigner am 25.07.2008 bei Regensburg Digital: Verdienstorden und Streubomben
- ↑ Linke Zeitung am 27.11.2008: Waffenproduzent DIEHL geht gerichtlich gegen Onlinezeitung vor
- ↑ Mein Parteibuch am 27.11.2008: Diehl, Streubomben, Verdienstorden und Zensur im Rechtsstaat
[bearbeiten] Weblinks
Rebellen ohne Markt am 19.01.2007: Das Ende meines Alptraums
Gregor Schöllgen am 02.05.2007 bei Diehl BGT Defence: 100. Geburtstag von Karl Diehl