Die Zeit
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[bearbeiten] Wesen
Die Zeit ist eine überregionale deutsche Wochenzeitung.
[bearbeiten] Eigentümer
Seit 1996 gehört Die Zeit zur Verlagsgruppe Holtzbrinck.
[bearbeiten] Sitz
Sitz der Zeit ist seit ihrer Gründung Hamburg.
[bearbeiten] Erscheinungsweise
Die Zeit erschien erstmals am 21. Februar 1946 in einer Auflage von 25.000 Exemplaren als Blatt der sogenannten Lizenzpresse und erscheint derzeit jeden Donnerstag, wobei an Feiertagen der Erscheinungstag in der Regel vorgezogen wird.
[bearbeiten] Geschichte
Die ersten Herausgeber der Zeit waren Gerd Bucerius, Lovis H. Lorenz, Richard Tüngel und Ewald Schmidt di Simoni. Erster Chefredakteur wurde Ernst Samhaber. Ernst Friedlaender war von 1946 bis 1950 stellvertretender Chefredakteur.
Am 1. März 1946 stieß Marion Gräfin Dönhoff zur Redaktion. In wechselnden Positionen – von 1972 an bis zu ihrem Tod 2002 als Herausgeberin – prägte "die Gräfin" die Zeit. Für rechten Wind sorgten weiterhin zuverlässige Leute wie der Ostpreuße Haug von Kuenheim, Kissinger-Schüler Theo Sommer, ihr treuer Diener Karl-Heinz Janßen und die vom Hamburger Verfassungsschutz mit besonderem Vertrauen geehrte Nina Grunenberg[1].
[bearbeiten] Einfluß
Laut Media-Analyse 2005 erreicht die angeblich liberale Intellektuellen-Gazette heutzutage rund 1,43 Millionen Leser; die verkaufte Auflage betrug im dritten Quartal 2006 laut IVW 479.498 Exemplare. Aufgrund der Meinungsführerschaft in Teilen des Bildungsbürgertums ist der Einfluss der Zeit auf gesellschaftliche Prozesse jedoch um einiges höher als es die Auflagenzahlen vermuten lassen.
[bearbeiten] Management
Herausgeber sind gegenwärtig Altbundeskanzler Helmut Schmidt (seit 1983), Josef Joffe und der wegen seiner Kandidatur als Hamburger Erster Bügermeister beurlaubte ehemalige Staatsminister für Kultur, Michael Naumann (SPD). Darüber hinaus bezeichnet die Zeit auch die 2002 verstorbene Marion Gräfin Dönhoff noch als Herausgeberin.
Der Geschäftsführer des Verlags ist Rainer Esser. Chefredakteur ist Giovanni di Lorenzo, stellvertretende Chefredakteure sind Matthias Naß und Bernd Ulrich. Seit 2000 ist Jens Jessen Feuilletonchef[2][3][4].
[bearbeiten] Meudalisten
Die Zeit hat traditionell sehr direkte, wenn nicht gar familiäre, Beziehungen zu reichen und mächtigen Meudalisten.
[bearbeiten] Geheimdienste
Zu Marion Gräfin Dönhoff veröffentlichte Otto Köhler 2003 in Freitag einen Artikel mit Titel "Deckname Dorothea". Michael Naumann ist ein Ex-Schwiegersohn des ehemaligen BND-Präsidenten Gerhard Wessel.
[bearbeiten] Transatlantiker
Die Zeit verfügt üer ganz besonders enge Beziehungen zum transatlantischen Super-Lobby-Club Atlantikbrücke. So gehörten die verstorbene Herausgeberin Marion Gräfin Dönhoff und der derzeitige Mitherausgeber Helmut Schmidt 1952 zu den Gründungsmitgliedern der Atlantikbrücke. Der gegenwärtige Mitherausgeber der Zeit, Josef Joffe, sitzt derzeit im Kuratorium der Atlantik-Brücke. Weiterhin ist der gegenwärtige Mitherausgeber der Zeit, Michael Naumann, mit Marie Warburg, einer Tochter des Mitbegründers der Atlantikbrücke Eric M. Warburg verheiratet, nach der von der Atlantikbrücke vergebene Eric-M.-Warburg-Preis benannt ist.
[bearbeiten] Israel-Lobby und Zensur
Die Israel-Lobby ist bei der Zeit mit Front-Figuren wie Josef Joffe sehr aktiv vertreten. Kriegshetze für die von der Israel-Lobby gewollten Kriege, wie beispielsweise den Angriffskrieg gegen den Irak, sind bei der Zeit an der Tagesordnung[5]. Kritik an Israel wird im Community-Bereich der Zeit rigeros wegzensiert[6].
[bearbeiten] Banken
Die verstorbene Herausgeberin Marion Gräfin Dönhoff gehörte gemeinsam mit dem Banker Eric M. Warburg zu den Gründern der Atlantikbrücke. Der Mitherausgeber der Zeit Michael Naumann ist mit Marie Warburg, Tochter von Eric M. Warburg, verheiratet. Die langjährige Zeit-Kunstkolumnistin Claudia Herstatt ist Tochter des verstorbenen Besitzers der pleite gegangenen Herstatt-Bank, Iwan David Herstatt.
[bearbeiten] Nähren von Rassismus
Der katholische Zeit-Journalist Thomas Assheuer ist im Januar 2009 damit aufgefallen, dass er mit primitiver Hetze gegen die Friedensaktivistin jüdischer Herkunft Naomi Klein dem Rassismus in Deutschland Nahrung gegeben hat[7].
[bearbeiten] Quellen
- ↑ Otto Köhler in Ossietzky 2/2003: Deutsche Ruhmesblätter
- ↑ vgl. Cora Stephan: Das beste Argument gewinnt - Politisches Feuilleton
- ↑ vgl. Prügel für die Geprügelten, focus.de, 21. Januar 2008
- ↑ vgl. Video: Jens Jessen über den Überfall in der Münchner U-Bahn, 11. Januar 2008
- ↑ Mein Parteibuch am 23.10.2008: Die Bankrotterklärung des Kriegstreibers Josef Joffe kam per dpa
- ↑ Mein Parteibuch am 22.04.2010: Lachen mit der Zensur-Zeit
- ↑ Mein Parteibuch am 20.01.2009: Thomas Assheuer nährt Rassismus in der Zeit
[bearbeiten] Weblinks
Mein Parteibuch am 23.10.2008: Die Bankrotterklärung des Kriegstreibers Josef Joffe kam per dpa
Burkhard Schröder am 15.04.2008 bei Telepolis: Verärgerte Politiker, Medien und Journalisten
Mein Parteibuch am 31.10.2007: Michael Naumann, Geheimdienste und Zensur im Wahlkampf
Otto Köhler am 08.08.2003 in Freitag: Deckname "Dorothea"
newsgroup z-netz.datenschutz.spionage: Das heimliche Auge des BND
Telepolis 1998 - Interview von Christiane Schulzki-Haddouti mit Erich Schmidt-Eenboom: Am Nasenring des BND?
Christiane Schulzki-Haddouti in Telepolis 1998: Michael Naumann geht gegen "Undercover" vor