Deutsche Atlantische Gesellschaft
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[bearbeiten] Wesen
Die Deutsche Atlantische Gesellschaft ist der deutsche Zweig der NATO-Pressure Group Atlantic Treaty Association.
[bearbeiten] Management
Präsident der Deutschen Atlantischen Gesellschaft ist derzeit Franz-Josef Jungs Rüstungsstaatssekretär MdB Christian Schmidt (CSU), der den Chefposten von MdB Ruprecht Polenz (CDU) übernommen hat.
[bearbeiten] Vize
Vizepräsidenten sind das Vorstandsmitglied des traditionsreichen deutschen Rüstungskonzerns Diehl Werner Dornisch, MdB Jörg van Essen (FDP), Rüstungslobbyist General a.D. Klaus Naumann, der "Wehrbeauftragte" des Deutschen Bundestages Reinhold Robbe und der Leiter der deutschen Delegation zur Parlamentarischen Versammlung der NATO, MdB Karl A. Lamers (CDU).
[bearbeiten] Schatzmeister
Schatzmeister der Deutschen Atlantischen Gesellschaft ist der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs.
[bearbeiten] Beisitzer
Beisitzer sind MdB Ulrich Adam (CDU), MdB Alexander Bonde (Grüne), MdB Ralf Brauksiepe (CDU), Generalmajor a.D. Manfred Eisele, Generalmajor Manfred Engelhardt, "Politikwissenschaftler" Stefan Fröhlich, Brigadegeneral a.D. Klaus Gauchel, MdB Petra Heß (SPD), MdB Gerd Höfer (SPD), SZ-Journalist Stefan Kornelius, Botschafter a.D. Gebhardt von Moltke, MdB Hildegard Müller (CDU), DGAP-Vertreter Eberhard Sandschneider und MdB Rainer Stinner (FDP).
[bearbeiten] Aufgaben
Die propagandistischen Ziele des elitären Clubs sind nach eigenen Angaben
- die NATO in ihren Bestrebungen um Frieden, Sicherheit und Stabilität zu fördern
- die Gestaltung einer umfassenden, gerechten und dauerhaften Friedensordnung zu unterstützen
- eine intensive Kooperation mit der EU im Rahmen der GASP zur Stärkung des europäischen Pfeilers der NATO anzustreben
- der Einsatz für die Integration der neuen mittel- und osteuropäischen NATO-Mitgliedsstaaten
- die Zusammenarbeit mit den anderen nationalen Atlantischen Gesellschaften, die in der Dachorganisation ATA (Atlantic Treaty Association) zusammengeschlossen sind
- die Herausbildung und Förderung eines transatlantischen Geistes und eines umfassenden Verständnisses transnationaler Politik im Geiste der Gründerväter der atlantischen Allianz
[bearbeiten] Geschichte
Die Deutsche Atlantische Gesellschaft wurde am 20. März 1956 in den Räumen der Parlamentarischen Gesellschaft in Bonn durch die Initiative einiger Bundestagsabgeordneter, unter ihnen Dr. Richard Jaeger, später langjähriger Präsident, gegründet. Die Gesellschaft ist unabhängig und überparteilich. Sie wird von vielen im Bundestag vertretenen Fraktionen unterstützt.
1955 war die Bundesrepublik der NATO beigetreten und hatte sich politisch wie militärisch dem Westen angegliedert. Diese Grundsatzentscheidung der politischen Führung war jedoch nicht unumstritten.
Die Arbeit der Gesellschaft umfasst Informationsveranstaltungen, Vorträge, Seminare und Fachtagungen zu NATO und anderen sicherheitspolitischen Themen. Zur Wahrnehmung dieser Aufgaben unterhält die Gesellschaft 29 Regionalgruppen sowie vier Ausschüsse.
Im Jahre 2006 wurde im Rahmen des Festaktes zum 50-jährigen Bestehen der Deutschen Atlantischen Gesellschaft am 25. Oktober 2006 in Berlin die Jugendorganisation YATA Germany (Youth Atlantic Treaty Association) als Untergruppe der Deutschen Atlantischen Gesellschaft e.V. gegründet. Die Jugendorganisation bietet Möglichkeiten an, junge Mitglieder in das transatlantische Leben einzubinden. Sie ist ein Medium zum Meinungsaustausch auf nationaler und internationaler Ebene und ermöglicht es dem motivierten Nachwuchs, die politische und gesellschaftliche Arbeit der NATO zu erleben. Präsidentin ist Jennifer Voß.
[bearbeiten] Weblinks
Wikipedia: Atlantic Treaty Association (engl)
Artikelbasis Wikipedia Deutsche Atlantische Gesellschaft unter GNU-FDL