Der Monat
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[bearbeiten] Wesen
„Der Monat“ war eine im Jahre 1948 von Melvin Lasky gegründete deutsche Zeitschrift. Sie erschien in Berlin und war strikt antikommunistisch ausgerichtet. Die amerikanische Militärregierung finanzierte die Zeitschrift mit. In den 1960er Jahren war Fritz René Allemann einer der Herausgeber. Sie sollte den intellektuellen Austausch insbesondere von liberalen, sozialkritischen und linken Kulturschaffenden auf der Linie des Kongresses für kulturelle Freiheit herstellen, wobei antiamerikanische oder marxistisch und kommunistisch denkende Intellektuelle isoliert bzw. in ihrer öffentlichen Wirksamkeit reduziert werden sollten.
[bearbeiten] CIA
1967 wurde aufgedeckt, dass die Gelder von der CIA über amerikanische Stiftungen flossen. Zu diesem Zeitpunkt wurde „Der Monat“ an "Die Zeit" verkauft.
Unter anderem schrieben für den „Monat“ George Orwell, Hannah Arendt, Thomas Mann, Arthur Koestler, Raymond Aron, Ignazio Silone, Heinrich Böll, Hans Sahl, Max Frisch, T.S. Eliot, Saul Bellow, Milovan Djilas, Richard Löwenthal, Peter de Mendelssohn, Hilde Spiel und Hermann Kesten.
1971 wurde die Zeitschrift eingestellt, 1978 jedoch unter dem Titel Der Monat (Neue Folge) wiedergegründet. Neuer Chefredakteur wurde der SPD-Politiker Michael Naumann. 1986 wurde die Zeitschrift endgültig eingestellt.
Melvin Lasky gestand im Film "Germany - Made in USA" im hohen Alter, dass "Der Monat" zur Bekämpfung des Kommunismus in großem Stil von der CIA finanziert wurde, behauptete jedoch, dass beim Monat trotzdem eine echte intellektuelle Diskussion stattgefunden habe[1].
[bearbeiten] Quellen
- ↑ Joachim Schröder 1999 (WDR via Phoenix via Google Video): Germany - Made in USA (Tom Braden spricht offen über die Steuerung der westdeutschen Linken durch die CIA) Seite dazu beim WDR