Dänemark
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[bearbeiten] Merkmale
Dänemark ist ein Staat in Mitteleuropa auf einer Fläche von gut 43.000 qkm mit etwa 5,4 Millionen Einwohnern. Dänemark führt die Rangliste von Reportern ohne Grenze bezüglich der Pressefreiheit an.
[bearbeiten] Wirtschaft
Die dänische Wirtschaft lebt zu einem großen Teil davon, dass sie Waren exportiert. Wichtigste Exportpartner sind Deutschland (18%), Schweden (13,2%), das Vereinigte Königreich (8,7%), die USA (5,8%), die Niederlande (5,5%), Norwegen (5,4%) und Frankreich (5%). Insgesamt gehen etwa 66% der dänischen Exporte in die EU.
Wichtige dänische Unternehmen sind beispielsweise der Schiffsbauer A. P. Møller-Mærsk, die Brauerei Carlsberg, der Spielzeughersteller LEGO, der Anlagenbauer Danfoss, der Dämmstoffproduzent Rockwool, der Verlag Egmont und der Lebensmittelproduzent Arla Foods.
[bearbeiten] Politik
Dänemark ist eine parlamentarisch-demokratische Monarchie. Repräsentatives Staatsoberhaupt ist Königin Margrethe II. Das dänische Parlament, das Folketing, besteht aus 179 Abgeordneten, die alle vier Jahre gewählt werden. Im Folketing sind acht Parteien vertreten: die rechtsliberale Partei Venstre, die sozialdemokratische Partei Socialdemokratiet, die rechtspopulistische fremdenfeindliche dänische Volkspartei Dansk Folkeparti, die konservative Volkspartei Det Konservative Folkeparti, die Sozialistische Volkspartei Socialistisk Folkeparti, die sozialliberale Partei, Det Radikale Venstre, die Einheitsliste Enhedslisten und die christdemokratische Partei Kristendemokraterne.
Die derzeitige Regierung von Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen wird von der rechtsliberalen Partei Venstre und der Konservativen Volkspartei Det Konservative Folkeparti getragen.
[bearbeiten] Geheimdienst
Der dänische Geheimdienst PET gerät selten in die Schlagzeilen. Im September 2006 wurde der PET weltweit zum Gespött der Leute, weil ein Mitarbeiter des PET es geschafft hat, einen Einsatzplan zur Durchsuchung bei verdächtigen Islamisten nebst Klarnamen und Telefonnummern der an der Aktion beteiligter Geheimdienstler auf einem Bahnhof zu vergessen und das dänische Radio diese Geschichte dann genüßlich öffentlich ausbreitete.
[bearbeiten] Koalition der Willigen
Dänemark gehört zur soganennten Koalition der Willigen, die unter Führung der USA Anfang 2003 den Irak überfallen haben und hat dort immer noch etwa 400 Soldaten stationiert.
[bearbeiten] Medien
Die Fernsehlandschaft in Dänemark wird dominiert durch das staatliche DR, das aus Danmarks Radio hervorging, sowie der Sendergruppe TV2.
Größte sogenannte Qualitätszeitungen in Dänemark sind mit Auflagen zwischen 150 und 200.000 Stück die rechtsliberale Jyllands-Posten und die linksliberale Politiken, die ebenso wie das Boulevard-Blatt Ekstra Bladet, das es auf etwas mehr als 100.000 Exemplare täglich bringt, vom Verlag JP/Politikens Hus herausgegeben werden. Wichtigste Konkurenz für JP/Politikens Hus sind mit einer Auflage von gut 70.000 Stück die Berlingske Tidende, die von der norwegischen Orkla Media Gruppe herausgegeben wird sowie das Boulevard-Blatt B.T.. Die Boulevard-Blätter stehen durch kostenlose Zeitungen unter starkem Druck.
[bearbeiten] Umgang mit Minderheiten
In Dänemark leben etwa 200.000 Muslime, von denen 5-10.000 regelmäßig eine Moschee besuchen. Während in Dänemark bis in die 90er jahre hinein eine gastfreundliche Integrationspolitik gemacht wurde, spielen seit 2001 ausländerfeindliche Populisten der fremdenfeindlichen dänischen Volkspartei Dansk Folkeparti eine gewichtige Rolle als Zünglein an der Waage, diskriminieren Minderheiten nach Kräften und haben mehrfach für eine Verschärfung des Ausländerrechts gesorgt.
[bearbeiten] Karikaturenstreit
Im September 2005 hat Jyllands-Posten 12 Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed veröffentlicht, was im nahen Osten und Asien im Januar 2006 nach den Schüren der Proteste durch Syrien und den Iran zu gewaltsamen Demonstrationen gegen die Pressefreiheit sowie zu Entlassungen von Redakteuren und Verboten von Zeitungen, die die Karikaturen nachgedruckt haben, geführt hat. In der Folge dieses sogenannten Karikaturenstreits gab es weltweite Diskussionen über den Umgang mit religiösen Gefühlen von Muslimen.
[bearbeiten] Links
Mein Parteibuch am 15.09.2006: Am Bahnhof vergessen
Harald Haack im Blog Oraclesyndicate am 15.09.2006: Unglaubliche Geheimdienstpanne oder „unglücklicher Verlauf“?
bpb 18.05.2004: Dänemark - Wirtschaft
Auswärtiges Amt: Länderinfo Dänemark
Wikipedia: Koalition der Willigen
Wikipedia: Kategorie:Dänische Zeitung
NZZ 11.02.2006: Dänemark - ratlos, unsicher und dialogbereit
Mein Parteibuch 09.02.2006: Ein fiktives Gespräch
Mein Parteibuch 08.02.2006: Jylland Postens Mohamed Karikaturen in besserer Qualität