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Congress for Cultural Freedom

im Parteibuch Lexikon, dem parteiischen Wiki mit wertenden Informationen in deutlicher Sprache

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Wesen

Der Congress for Cultural Freedom (CCF) war 1950 gegründete eine in Paris ansässige antikommunistische Lobbyorganisation, die vollständig von der CIA kontrolliert und über (teils eigens zu diesem Zweck gegründete) Stiftungen in den USA und Rückflüsse aus dem Marshall-Plan finanziert wurde. Ihr Ziel im Kalten Krieg war, hochrangige europäische Künstler und Schriftsteller in ihrem Sinne zu beeinflussen und gegen das kommunistische Lager zu instrumentalisieren. Nachdem die Verbindung zur CIA 1967 aufgedeckt wurde, wurde CCF umbenannt in International Association for Cultural Freedom (IACF). Zu besten Zeiten war die CCF/IACF aktiv in etwa 35 Ländern und erhielt wichtige Finanzmittel von der Ford Foundation.

[bearbeiten] Kunstkontrolle

Mit CIA-Geldern finanzierte der Kongress für kulturelle Freiheit von 1958 - 1969 (ohne deren Wissen) linksliberale Künstler wie Heinrich Böll, Siegfried Lenz und die Zeitschriften "Preuves" (Raymond Aron), "Der Monat" (Melvin J. Lasky), "Tempo presente" (Ignazio Silone), "Forum" (Friedrich Torberg) und "Encounter" (Irving Kristol) als Teil ihres Krieges gegen den Feind im Osten und gegen US-Kritiker wie Thomas Mann, Jean Paul Sartre und Pablo Neruda.

Die vom Kongress über die genannten Zeitschriften favorisierte Kunstrichtung war abstrakte Kunst, die als "informelle Malerei" bzw. als "abstrakter Expressionismus" bezeichnet wurde. In den 1960er Jahren bestand eine wichtige Kampagne des Kongresses in der "Entideologisierung", die insbesondere auf Journalisten und Medienschaffende abzielte. Der Kongress scheiterte letztlich, als der fortschreitende Vietnamkrieg allen Intellektuellen eine Stellungnahme abforderte. Der CIA-Führungsagent Tom Braden, der den Kongress jahrelang im Hintergrund dirigiert hatte, schockierte mit einem Interview, in dem er die Tatsache der CIA-Einflussnahme über den Kongress für kulturelle Freiheit bestätigte.

[bearbeiten] Michael Naumann

Im Telepolis-Artikel "Michael Naumann geht gegen "Undercover" vor" schrieb Christiane Schulzki-Haddouti 1998 zum SPD-Politiker Michael Naumann:

"1979 hatte Naumann nach Angaben der ZEIT die ursprünglich von der CIA-Tarnorganisation Congress for Cultural Freedom (CCF) finanzierte Zeitschrift "Der Monat" mit Hilfe seines Mentors Melvin Joseph Lasky wiederbelebt."

[bearbeiten] Weblinks

Arte am 29.11.2006: Benutzt und gesteuert: Künstler im Netz der CIA

Christiane Schulzki-Haddouti in Telepolis 1998: Michael Naumann geht gegen "Undercover" vor

Wikipedia: Association for Cultural Freedom (engl.)

Von „http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Congress_for_Cultural_Freedom

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